Dienstag, 1. Mai 2012

Ich bin der Herr Deiner Angst- Stephan M. Rother



Das Cover:

Eigentlich ist das Cover eher schlicht gehalten mit dem schwarzgrauen Grund. So kann der gelbe Titel der an den Rändern verschwommen ist, wie beim Tunnelblickt, richtig zur Geltung kommen.

Das Buch:

Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Die erste Perspektive ist in der Ich-Form geschrieben, aus der Sicht von Hannah Friedrichs. Sie beschreibt die Ermittlungen, ihre Gefühle und ihre Macken. Das macht diese Ermittlerin so sympathisch. Die zweite Perspektive ist in der 3. Person geschrieben und erzählt das ganze Geschehen aus der Sicht von Jörg Albrecht, der leitende Beamte. Seine Gedankengänge waren für mich nicht immer nachvollziehbar, aber auch er, wirft immer wieder einen kritischen Blick auf seine Arbeit. Zwischendurch verliert er sich in seine Vergangenheit, welches ich aber jetzt nicht negativ empfinde, sondern es noch amüsant fand, wie er sich für die Ausrutscher selbst anmoppert.
Durch die zwei Erzählweisen lockert das Buch insgesamt ein wenig auf, ansonsten wäre es zu trocken gewesen. Ausserdem werden weitere Personen der Geschichte schön mit eingebunden und dargestellt, mit allen Fehlern und Vorteilen.
Dann gibt es noch ein Vorspiel und mehrere Zwischenspiele, die aus der Sicht des Täters geschrieben sind. Sie beobachten immer den gleichen grauen Mann...
Das Buch fängt mit einem riesigen Spannungsaufbau an und ich wurde sofort in den Bann gezogen. Leider hält sich diese Spannung nicht und auch weitere Tote konnten nicht mehr die anfängliche Spannung erreichen. Es gibt sehr viele Dialoge, Gedankengänge und Orts- und Wegbeschreibungen in dem Buch, letzteres war für mich überflüssig. Gegen Ende gewinnt das Buch nochmals an Fahrt, aber die Rekonstruktions des Falles war leider ein wenig zu langatmig. Das Nachspiel am Schluss des Buches hätte ich nicht unbedingt gebraucht und macht auch deutlich, dass die Geschichte noch kein Ende gefunden hat.

Fazit:
Auch, wenn das Buch sehr viel an Spannung verliert, habe ich es gerne gelesen. Es ist kein roher Thriller, ab und an muss man schon seinen Kopf anstrengen, um dieser Geschichte zu folgen. Den Wechsel zwischen den Perspektiven störte mich garnicht so und hielt eine kleine Spannung immer vorhanden. Man ist der Beobachter der Ermittlungsarbeit. Der Klappentext, bzw der letzte Abschnitt, passt nicht zur Geschichte. Der entscheidene Hinweis keimt nicht in Albrecht auf...

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