Dienstag, 18. September 2012

Das Haus in der Löwengasse- Petra Schier


http://www.rowohlt.de/fm/501/978-3-499-25901-2.jpg







rororo
Historischer Roman
Taschenbuch
352 Seiten
ISBN: 978-3-499-25901-2
8,99 Euro (D)
Rowohlt Bücher






Kurzbeschreibung:

Pauline wächst nach dem Tod ihrer Eltern wohlbehütet bei ihrem Onkel auf und erfährt dort eine recht gute Erziehung und Bildung. Leider hinterlässt der Onkel nur eine kleine Mitgift für Pauline. Dank ihrer guten Erziehung findet sie eine Anstellung als Gouvernante in Bonn. Der Herr des Hauses verhält sich ihr gegenüber unsittlich und als die Ehefrau das erfährt, ist Pauline ihre Stellung los. Da sie in Bonn keine Zukunft mehr hat, reist sie nach Köln und fängt dort bei der Familie Stein als einfache Magd an.
Dort trifft sie nach kurzer Zeit auf den Textilfabrikanten und Witwer Reuther, der durch seine schroffe Art eine Mauer um sich gebaut hat und niemanden in sein Inneres blicken lässt. Dieser gibt ihr die Chance als Gouvernante für seine Kinder, die einiges an Erziehung missen, zu arbeiten. Allerdings muss er ihr das Versprechen geben, dass sie in seinem Hause nichts zu befürchten hat. Pauline stürzt sich in ihre neue Arbeit und erzieht nicht nur die Kinder, sondern auch ihren Chef.
Und nach kurzer Zeit, keimen schon die ersten Gefühle auf...

Das Cover:

Ein sehr schlichtes Cover, in braunen Farben gehalten, welches ein geöffnetes Tor zeigt. Dahinter sieht man ein Herrenhaus. Es lädt ein, in dieses Buch und die Geschichte einzutauchen.

Meine Meinung:

Petra Schier habe ich durch ihre historischen Mittelalter-Romane kennengelernt und schon in diesen hat es mich fasziniert, dass sie mit viel Liebe zum Detail recherchiert und geschrieben wurden.
Mit "Das Haus in der Löwengasse" begibt sie sich ins 19. Jahrhundert und erzählt eine wunderschöne Geschichte rund um Pauline und Julius.
Die Charakteren wurden alle schön herausgearbeitet und es wurde ihnen Leben eingehaucht. Durch die lebendigen Handlungsorte fühlt man sich als Teil der Geschichte. So erlebt man den zum Beispiel Kölner Karneval hautnah und spürt die Ausgelassenheit oder die schmerzenden Füsse auf dem Ball, nach all den Tänzen.
Die Geschichte wird sowohl aus der Sicht von Pauline, als auch aus der Sicht von Julius geschrieben. Man bekommt einen schönen Einblick in die verschiedenen Welten von den Beiden, aber auch wie sie sich immer mehr zueinander hingezogen fühlen. Dies bringt einem die Beiden noch ein Stück näher.
Die Dialoge zwischen Julius und Pauline haben es mir angetan, sie waren erfrischend und ich musste häufig schmunzeln, weil sich beide Charaktere doch so ähnlich sind.
Das Buch ist angenehm geschrieben und die wenigen spezifischen Begriffe aus der Zeit stellten keine Stolpersteine dar. Da es nur so wenige sind und auf ein Glossar verzichtet wurde, habe ich Tante Google ab und zu zu Rate ziehen müssen.

Fazit:
Eine einfühlsame und liebevoll geschriebene Geschichte. Ein wahrer Lesegenuss, den man nur schwer aus der Hand legt und gerne noch über das Ende hinaus weiterliest.

1 Kommentar :

  1. Es ist heute bei mir mit der Post eingetrudelt. Ich freue mich, nach deiner Rezi umso mehr, bald damit beginnen zu können.

    AntwortenLöschen

Wie die meisten Blogger, freue ich mich auch über liebe Kommentare und Feedbacks.

LG Mone