Mittwoch, 25. April 2012

Fünf- Ursula Poznanski


Meine Meinung:
Erstmal vorweg, es ist kein Jugendbuch. Frau Poznanski widmet sich mit diesem Buch an die "älteren" Leser und dieser Thriller ist ihr Debüt in der Erwachsenenliteratur. Auch in diesem Buch greift sie wieder zu einem "neumodischen" Spiel, der Schnitzeljagd per GPS.
Die Protagonisten sind so eingeführt, dass nicht allzu viel über ihr Leben verraten wird. Man erfährt Eckdaten, ein wenig über ihr Leben, aber es ist eigentlich noch genügend Stoff da, für einen weiteren Thriller mit dem Ermitterduo. Ich mochte die Beiden sehr und würde mich darüber freuen.
Die Geschichte ist einerseits sehr soft und mit vielen Details der Umgebung beschrieben. Die Jagd ist spannend und man rätselt die ganze Zeit mit, wer denn der Täter ist. Die Caches sind bildhaft und blutig beschrieben. Aber es ist ein Thriller und ich finde Frau Poznanski hat sich, im gegensatz zu manch anderer Autoren, noch zurück gehalten.
Der Schreibstil war flüssig, ich war sofort in der Handlung drin und habe von der ersten Seite an mit den Ermittlern mit gerätselt. Durch das Knobeln der Koordinaten und das Auffinden weiterer Caches, war immer eine gewisse Grundspannung erhalten geblieben. Erst gegen Schluss wurde für mich klar, wer der Täter ist. Die Auflösung des Falles ist gelungen und auch, wenn der Täter noch seine Geschichte erzählt und über seine Taten, war dies nicht mit Langeweile behaftet. Alle offenen Fragen wurden aufgeklärt und der Fall wurde mit einem spannungsgeladenen Showdown beendet.

Fazit:
Schnitzeljagd mal anders... 

Montag, 16. April 2012

Der Augentäuscher- Mathias Gatza


Meine Meinung:
Das Buch ist in mehrern Abschnitten aufgeteilt. Einmal gibt es die Blöcke, die Leopold verfasst hat und die das Leben des Silvius Schwarz erzählen und dann gibt es noch Briefe von Silvius an Sofie, bzw. Sofie an Silvius. Hier erzählt Silvius, welche Erfahrungen er macht und wohin seine Reisen ihn führen. Beides ist in der Sprache des 17. Jahrhunderts geschrieben und bringt die Geschichte authentisch rüber.
Dazwischen finden sich immer wieder Anmerkungen des Herausgebers. Diese Anmerkungen geben dem Buch noch mehr Tiefe und Verständnis. Er beschreibt dort, was er herausgefunden hat und welche Fragestellungen noch offen sind. Ausserdem bringen diese Anmerkungen die eine gewisse Spannung rein, da die Texte und Briefe oft sehr trocken rüber kommen.
Ich finde diese Aufteilung ungewöhnlich und geben dem Buch das gewisse Etwas. Besonders toll fand ich die Inhaltsangabe am Anfang. Sie beschreibt den Weg des Buches und gibt erste Hinweise auf die Handlung die in den Bögen vorkommt.

Fazit:
Es ist auf jeden Fall kein Buch, was man so schnell mal zwischendurch gelesen hat, aber ich finde es ist ein Buch, welches sich lohnt zu lesen, wenn man ein wenig Zeit hat und sich auf eine ungewöhnliche, spannende Geschichte einlassen möchte.

Der Trakt- Arno Strobel

Das Buch:

Sibylle erwacht aus einem bösen Traum. Ihr Sohn wurde entführt, aber sie befindet sich nicht zu Hause, sondern in einem Zimmer, verkabelt an verschiedenen Monitoren. Ihr gelingt die Flucht, aus diesem Zimmer und damit beginnt das Chaos. Sibylle erinnert sich an alles, aber die Umwelt erinnert sich nicht an sie und behauptet, sie wäre nicht die Person, für die sie sich ausgibt. Wer ist Sibylle, gibt es ihren Sohn wirklich und wem kann sie vertrauen???

Meine Meinung:

Das Buch ist wirklich sehr spannend geschrieben. Man ist ab der ersten Seite in der Geschichte drin. Auch, wenn der Spannungsbogen ab und an abflacht, tut dies dem Lesevergnügen keinen abbruch. Besonders gut gefallen hat mir die Protagonistin Sibylle. Sie wurde sehr gut dargestellt. Ihre Gedanken und Gefühle. Poisitiv fand ich auch, dass ich selbst nicht wusste, wer meint es gut und wer will Sibylle was anhaben. Ich war sehr viel am Rätseln und wenn ich dachte, ja die Person führt nichts Gutes im Schilde, wurden wieder neue Zweifel gesäät. Der Showdown ist gelungen und es löst sich alles auf. Die Kernfragen werden alle beantwortet, die ein oder andere offene Frage hatte ich schon noch, aber da ging es um Nebensächlichkeiten.

Fazit:
Alles in allem ein sehr lesenwertes Buch.

Mittwoch, 11. April 2012

Föhnlage- Jörg Maurer

Mädchenfänger- Jilliane Hoffman

Kurzbeschreibung:

Ein aktuelles Thema wird in diesem Buch behandelt und das sehr Realitätsnah. Wie gefährlich es im Internet ist, zeigt die Geschichte der 13- jährigen Lainey. Sie trifft im Chat auf einen süssen Jungen, der sie so gut versteht. Ohne zu ahnen, wer sich in Wirklichkeit hinter dem Pseudonym ElCapitain verbirgt, trifft sie sich mit ihm und verschwindet spurlos. Nachdem ihre Mutter sie aus verschiedenen Gründen erst nach 2 Tagen vermisst meldet, landet der Fall bei Bobby Dees. Ihm ist sehr schnell klar, dass das Mädel nicht einfach so verschwunden ist und eine gnadenlose Jagd gegen die Zeit beginnt.

Meine Meinung:

Ein rasantes Buch, welches sehr viel Spannung bietet und häufig sehr erschreckend ist. Erschreckend, weil es solche Menschen wirklich geben könnte, erschreckend, wenn man die Zahlen der vermissten Kinder sieht, wo keiner weiss, was ist ihnen zu gestossen, wollen sie nicht gefunden werden oder können sie nicht gefunden werden. Wer weiss das schon so genau. Der rote Faden war im ganzen Buch erkennbar. Die Personen wurden so gut beschrieben, dass sie dem Buch den richtigen Tiefgang gegeben haben. Ab und an musste ich mich daran erinnern, dass die Geschichte fiktiv ist.
Der Schreibstil war sehr flüssig und es gab keine langatmigen Passagen, sondern eine gewisse Spannung war immer vorhanden.

Fazit:
Aktuelles Thema, gut umgesetzt. 

Die Gesichtslosen- Stephanie Fey

Donnerstag, 5. April 2012

Asylon- Thomas Elbel


Meine Meinung:
Mit "Asylon" ist Thomas Elbel ein wirklich guter Debütroman gelungen. Schon von der ersten Seite an, konnte mich dieser Roman fesseln.

Die Geschichte und die Grundstimmung in Asylon gefielen mir von Anfang an. Ich war zwar ab und an überrascht über die kurzen Wege die die Protas gehen mussten um von A nach B zu gelangen, aber nach und nach gewann die Stadt an Gestalt.
Auch das Leben innerhalb der Mauern wurde sehr gut beschrieben, an manchen Stellen sehr brutal, aber insgesamt passte es. Die Stadt wird von verschiedenen Clans beherrscht und um ein Gleichgewicht zu erhalten, gibt es die Leveller, die für mich vergleichbar mit Auftragskiller sind.

Leider blieben die Protas für mich sehr flach und ich hätte mir zu dem ein oder anderen gerne mehr Hintergrundinfos gewünscht. Auch das Ende war für mich zu soft und ich hätte nach dem genialen Showdown, dieses fast schon rührende Ende nicht mehr gebraucht.

Fazit:
Der Roman ist flüssig geschrieben, der Spannungsaufbau und das Erhalten der Spannung durch die raschen Szenenwechsel sehr gelungen.  

Stadt aus Trug und Schatten- Mechthild Gläser

Das Buch:

Floras Seele führt ein Doppelleben. In der Nacht befindet sie sich in der farblosen Welt von Eisenheim. Dort soll sie den Weißen Löwen gestohlen haben, hinter dem nicht nur die Herrscher der Schattenwelt her sind.
Bald ist Flora auch in der realen Welt nicht mehr sicher und sie kann niemandem mehr trauen.

Meine Meinung:
 
Das Cover ist ein echter Hingucker und ich glaube ich hätte es mir aus diesem Grund auch gekauft.
Ich fand die Geschichte angenehm zu lesen und nach und nach kam auch die Spannung, wo es mir immer schwerer viel, dass Buch aus der Hand zu legen.
Mechthild Gläser hat mit Eisenheim eine phantasievolle Stadt aufleben lassen, in der die Seelen der Menschen die Nacht verbringen. Entweder man ist eine Wandernde, die auch nachdem Schlaf noch weiß, was man gemacht hat, oder man sie ist eine Schlafende und man hat keine Ahnung, wo die Seele die Nacht verbringt.
Das Ende war sehr rasant und leider ein wenig voll gestopft und ein paar Fragen, auf die ich gerne eine Antwort gehabt hätte, blieben offen.

Ich hätte mir gewünscht, dass es noch eine Karte von Eisenheim gibt, wo man schauen kann, wo die verschiedenen Orte liegen. Ausserdem ist es von Vorteil, wenn man als Leser erfährt, dass es ein Mehrteiler ist. Dann ist man nicht so enttäuscht, wenn man am Ende mit vielen offenen Fragen darsteht.

Fazit:
Ein tolles Debüt. Ich hoffe mehr, von der Autorin zu lesen. 

Das Skript- Arno Strobel

Kurzbeschreibung:

Mit der Post erreichen merkwürdige Botschafen eine junge Studentin. Diese Botschaften sind auf Menschenhaut geschrieben und alle Hinweise deuten auf den Schriftsteller Christoph Jahn. Er hat ein Buch geschrieben, in dem der Serienkiller die Haut seines Opfers dazu benutzt, um einen Roman zu schreiben.
Doch der Schriftsteller beteuert seine Unschuld und schiebt die Schuld auf einen Fan, der schon vor Jahren die Verbrechen aus seinen Romanen nachgestellt hat.
Wer steckt hinter diesen grausamen Verbrechen?

Meine Meinung:
 
Mein erster Arno Strobel und es wird nicht der Letzte sein.
Schon das Cover finde ich sehr gelungen, mit der hervorstehenden Schrift des Titels.
Mir gefiel das Buch von Anfang an sehr gut, es ist von der ersten bis zur letzten Seite superspannend und die Auflösung am Ende finde ich gelungen und nachvollziehbar.
Die Zuvor-Kapitel sind heftig geschrieben und ab und an, musste ich Stellen überfliegen, weil ich es nicht lesen konnte. Aber sie passen zum Buch, auch wenn sie für mich nicht so genau hätten sein müssen.
Die Lister der möglichen Täter wurde während des Lesens immer länger, man kann schön spekulieren und erst gegen Ende war mir dann auch klar, wer es gewesen ist.
Die beiden Ermittler lernen sich zu beginn des Romanes erst kennen und waren sich erst garnicht grün gewesen. Jeder hatte irgendwelche Vorurteile vom ersten Eindruck her gehabt. Erst im Laufe des Romanes entwickelte sich eine Freundschaft (nicht Liebschaft) zwischen den Beiden. Das hat mir sehr gut gefallen und machte die Beiden für mich dann auch sympathisch.

Fazit:
Das Buch kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen und es ist absolut lesenswert. Flüssiger Schreibstil, spannende Handlung, was will man mehr.

Der Spezialist- Mark Allen Smith


Meine Meinung:

Mich hat der Klappentext und das Cover sehr neugierig gemacht. Das Cover ist hochwertig gemacht, der Klappentext passt meiner Meinung nach nicht so ganz zum Buch.

Der Schreibstil ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber durchaus passend zum Protagonisten Geiger. Wenn man in der Geschichte dann drin ist, liest es sich sehr gut.
Geiger ist mir, trotz seines Berufes sympathisch geworden. Er hat strikte Regeln und eines Tages kommt er in den Konflikt, diese Regel vielleicht brechen zu müssen. Dieser Konflikt entsteht, als man ihm Ezra, einen 12-jährigen Jungen, bringt. Er hält sich an seine Regel, rettet den Jungen und die Geschichte nimmt seinen Lauf.
Zwischendurch wird die Geschichte immer wieder mit Geigers Erinnerungen gespickt, die mit dem Auftauchen des Jungens immer detallierter werden. Erinnerungen die Geiger verdrängt hat, er kann sich nur an die letzten 15 Jahre seines Lebens erinnern.
Die Folterszenen sind wirklich sehr gut beschrieben. Ohne grosse Emotionen und Blutvergiessen, beschafft sich Geiger die nötigen Informationen für seine Klienten.

Der erste Teil des Buches war sehr langatmig und erst gegen Ende kam Spannung auf und die Geschichte wurde schneller. Leider schwächt die Spannung immer wieder mal ab, durch Ereignisse, die ich nicht so genau beschrieben gebraucht hätte.

Der Showdown zog sich ein wenig in die Länge. Oft hatte ich das Gefühl, dass es jetzt genug sei und das Buch dann abschliessen könnte, da setzt der Autor dann noch eins drauf.

Fazit:
Man muss es nicht gelesen haben! 

Die Nebelburg: Die Greifenritter von Alnoris- Linda Budinger

Das Buch:

Daphne und Rinia haben einen gemeinsamen Traum: Sie wollen die Ausbildung zum Ritter machen und dieser Traum scheint in greifbarer Nähe zu sein, als sie eines Tages die Chance haben, zum Königshof zu reisen und dort die Aufnahmeprüfung zu absolvieren.
Doch Daphnes Eltern sind dagegen und wollen ihre Tochter nicht reisen lassen. Mit einer gefälschten Erlaubnis, schleicht sie sich davon.
Die Aufnahmeprüfungen sind nicht einfach und nur die Besten kommen durch. Auch die Ausbildung zur Ritterin ist anders, als sich die beiden Freundinnen es sich vorgestellt haben. Neben Waffen und den Kampf müssen die Beiden auch gesellschaftliche Regeln erlernen, die bei Hof gefordert werden.
Dann gibt es noch die Nebelburg. In ihr wohnt der Zauberer Scalmac und er hat um seine Burg einen Ring gezogen, in dem das Böse lebt. Dieser Ring kann den Mädchen zum Verhängnis werden...

Meine Meinung:

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich hatte bereits nach wenigen Seiten ein regelrechtes Kopfkino gehabt und so muss für mich ein Fantasybuch auch sein. Durch die Landkarte und das Personenregister hatte man immer einen sehr guten Überblick über die Wege die Rinia und Daphne bestreiten und die Personen die in die Handlung des Buches eingebaut worden sind.
Besonders die Hauptpersonen und ihr Weg in eine ungewöhnliche Zukunft, die Ausbildung des Ritters, sind mir sehr ans Herz gewachsen. Es war sehr interessant zu lesen, dass die Ausbildung des Ritters eben nicht nur aus Kämpfen und Trainieren, sondern auch aus so langweilige Unterrichtseinheiten, wie Tanz und die Knigge besteht. Das Zusammenleben der Mädchen, die aus unterschiedlichen Schichten die Rittersausbildung bestreiten, bringen die üblichen Frotzeleien an den Tag, so erwartet es der Leser auch. Es ist nicht eine heile Welt Geschichte. Daphne muss sich immer wieder neu finden und bringt sich in manch schwierigen Situationen auf ihren Weg zum Ritter.

Vielen Dank, für das signierte Buch!

Fazit:
Ich freue mich schon auf ein weiteres Buch und bereue es nicht, ein Buch von einer mir unbekannten Autorin gelesen zu haben.

Vater, Mutter, Tod- Siegfried Langer


Meine Meinung:

Die Zeitsprünge während der Kapitel waren erst ein wenig verwirrend, aber sie trugen dazu bei, das die Spannung allmählich aufgebaut wurde. Nach jedem Kapitel war man am überlegen, was ist die Wahrheit und wie mag es wohl weitergehen. Im zweiten Abschnitt erlöste der Autor seine Leser, in dem er nach und nach die offenen Fragen beantwortete, ohne das dabei die Spannung wesentlich verloren ging.

Fazit:
Ein kurzweiliger aber richtig guter Thriller.
 
 

Eine Frau bei 1000°- Hallgrimur Helgason


Meine Meinung:
 
Dieses Buch war ein wahrer Lesegenuss. Es hat mich von der ersten Seite gefesselt und beinhaltet neben einer großen Portion Skurilität und schwarzen Humor, auch sehr viele Seiten die mich zum Nachdenken brachten.
Die 80 jährige Herbjörg Maria Björnsson ist 1929 geboren und vegetiert nun im Jahre 2009 in einer umgebauten Garage mit einem Computer, einer alten Handgranate aus dem 2. Weltkrieg und ihren Zigaretten. Via Facebook steht sie mit der Aussenwelt in Kontakt, da sie in ihrer Garage keinen Besuch bekommt, ausser vom Pflegedienst.
Sie erzäht abwechselnd von ihren Vergangenheitserinnerungen und ihrem gegenwärtigem Leben. Dabei ist sie sehr nachdenklich, nimmt aber kein Blatt vor dem Mund, wenn es um ihre Fehler geht. Sie rechnet schonungslos mit Personen ab, die ihr nichts Gutes wollten, zum Beispiel ihren Schwiegertöchtern und ihren Söhnen, die sie um viel Geld gebracht haben.
Zeitweise ist die Sprache der alten Frau sehr hart und ich musste oftmals schlucken. Bei ihren Kindheitserinnerungen, die sie im 2. Weltkrieg hatte, kamen mir ab und an die Tränen und dann gab es viel zu schmunzeln, wenn sie ihre kleinen Rachefeldzüge startete.

Fazit:
Ein wunderbares Buch! 

Der Turm der Könige- Nerea Riesco

Das Buch:

Ein Turm der die Christen und Muslime verbindet.
Ein Schachspiel, welches nach 500 Jahren noch nicht beendet wurde.
Und nun sollen die besten Schachspieler diese letzte Partie beenden. Doch es gibt welche, die dies verhindern wollen...

Cover:

Das Buch hat ein wirklich ansprechendes Cover. Es passt zu dem Buch und ist bis ins kleinste Detail dargestellt.

Meine Meinung:

Nachdem mir die Leseprobe so gut gefallen hat, bin ich von dem Buch enttäuscht. Es war sehr langatmig und ich musste mich zwingen es weiter zu lesen. Wenn es einen Spannungsaufbau gab, war dieser auch schnell wieder verebbt. Die Personen rund um das Buch waren kaum zu fassen und mir fehlte das richtige Gespür für sie. Die Liebesgeschichte von Dona Julia und Léon war sehr klischeehaft und man hatte sich gerade darüber gefreut, dass Julia ihr Glück gefunden hat und schon war es wieder vorbei. So erging es mir auch mit dem jungen Léon und seiner ersten grossen Liebe. Ich empfand es das ganze Buch über so, dass Szenen nur angerissen wurden und es schon wieder den Sprung zur einer anderen Handlung gab.

Fazit:
War leider kein Volltreffer!

Die Insel der besonderen Kinder- Ransom Riggs

Das Buch:

Der Großvater von Jacob erzählt seinem Enkel keine normalen Geschichten, nein, er erzählt ihm die Geschichten über eine Insel, wo ganz besondere Kinder leben. Kinder mit übernatürlichen Fähigkeiten.
Jacobs Großvater erzählt ihm auch von den Monstern, die auf der Suche nach diesen Kindern sind. Er lebt sein Leben lang in Angst, daß diese ihn finden und warnt Jacob.
Als Jacob älter wird, glaubt er nicht mehr an die Schauergeschichten seines Großvaters, bis dieser eines Tages unter mysteriösen Umständen stirbt.

Meine Meinung:

Das Buch besticht durch ein sehr schönes Cover und vielen alten schwarz-weiß Fotos, die passend zur Geschichte ausgewählt wurden. Einziges Manko ist wirklich der Geruch, wenn die Schutzfolie einmal ab ist. Ein sehr intensiver Neu- Geruch.
Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an fesseln können. Sie ist flüssig geschrieben, der Spannungsaufbau super. Jakob ist der Erzähler der Geschichte und man merkt ihm sein Alter an. Sein Erzählstil passt zu seinen 16 Jahren. Er erlebt eine Welt voller Mystik und aber auch historischen Wahrheiten.
Leider wirkt das Buch am Ende ein wenig überladen, weniger wäre hier besser gewesen. Auch bleibt man mit offenen Fragen zurück, den ein richtiges Ende gibt es nicht. Wie so häufig, wird auch hier noch eine Fortsetzung folgen.

Fazit:
Ein tolles Buch, was aber nicht unbedingt eine Fortsetzung bräuchte... 

Stern der Göttin- Sandra Melli

Das Buch:

Das Katzenmädchen Laisa trifft im Wald auf eine mysteriöse Frau und landet in eine andere Welt. Hier herrschen andere Gesetze und das Land ist nach Farben aufgeteilt, die sich untereinander bekriegen. Laisa lernt schnell Freunde kennen, die sich trotz ihrer unterschiedlichen Farben, zusammenraufen. Sie alle haben ein Ziel, Laisa bei ihrer schweren Aufgabe zu helfen: Den Stern der Göttin Irisea zu finden und das vor den bösen Mächten. Wird sie diese Aufgabe meistern?

Meine Meinung:

Nachdem ich anfangs Schwierigkeiten hatte, in die Geschichte, die verschiedene Personen und deren ungewöhnlichen Namen einzulesen, war es nach einigen Seiten und dem flüssigen Schreibstil, ein gut zu lesendes Buch. Der Spannungsaufbau war gelungen, ab und zu wurde die Geschichte ein wenig zäh und schwerfällig. Das Ende der eigentlichen Geschichte war durch einen kleinen Showdown gelungen, leider lässt das Ende des Buches einen Fortsetzung offen, aber eine weitere Geschichte um Laisa und ihre Freunde brauch ich nicht.

Fazit:
Alles in allem ein schön zu lesendes Buch.

Das Geheimnis des weissen Bandes- A. Horowitz

Das Buch:

Eines Abends im Jahr 1890 bekommt Holmes besuch von einem gutsituierten Herren, der dessen Hilfe benötigt. Er wird von einem mysteriösen Mann verfolgt, einem Mann der als einziger Überlebender einer Verbrecherbande aus Amerika ähnelt. Dieser soll ihm über den Atlantik gefolgt sein. Aber warum?
Als Holmes und Watson sich der Sache annehmen, geraten sie in einen Strudel der Verschwörung, die ihre Bahnen auch in den höheren Kreisen zieht.
Können Holmes und Watson die Wahrheit aufdecken, oder wird dieser Fall zu ihrem Verhängnis?

Meine Meinung:

Das Cover ist schlicht, weisser Druck auf schwarzen Grund. Die Geschichte im Buch ist alles andere als schlicht. Ich war erst skeptisch, ob Horowitz es schaffen würde, den Geist von Sherlock Holmes und Dr. Watson wieder beleben zu lassen, aber er hat es geschafft. Die Sprache war ab und an ein wenig neumodisch, zum Beispiel das Wort "Roboter", aber das störte mich jetzt nicht so viel. Die Geschichte war spannend von Anfang an, oft wurde man von Sherlock Holmes überrascht und am Ende wurde alles auf seine typische Art und Weise aufgeklärt.

Fazit:
A. Horowitz hat es geschafft und konnte den Geist von Sherlock Holmes wiederbeleben. 

Bullen und Schweine: Kommissar Wolf rettet die Welt- Josef Kelnberger

Das Buch:

Kommissar Wolf hat viele Macken, der nicht wirklich mit seiner Umwelt zurecht kommt, aber er ist ein Menschenkenner. Als der Ehemann seiner Ex-Freundin ermordet wird, reist er in seine alten Heimat und möchte den Fall lösen...

Meine Meinung:

Ich habe es versucht, ich habe es wirklich versucht....Ich habe dieses Buch abgebrochen. Ich liebe Krimis, ich liebe Regionalkrimis und ich lese gerne auch unbekannte Autoren, aber dieses Buch hat es nicht geschafft mich zu begeistern.

Die Kapitel waren zu lang, ohne Absätze geschrieben und ohne die Möglichkeit mal zwischendrin aufzuhören. Es gab kein voran kommen in dem Buch, es wurde ellenlang über die Vergangenheit des Kommissar Wolf geschrieben und an der Stelle wo ich aufgehört habe, war die Vergangenheitsbewältigung noch nicht abgeschlossen und die Ermittlungen im Fall, noch garnicht wirklich in die Gänge gekommen.

Der Schreibstil war zwar flüssig, aber langatmig und dadurch garnicht fesselnd. Ein Regionalkrimi sollte immer etwas Witz beinhalten, den habe ich in diesem Buch nicht gefunden.

Schade, ich habe mich eigentlich darauf gefreut ihn zu lesen. Vielleicht werde ich diesem Buch irgendwann nochmals eine Chance einräumen, aber zur Zeit ist es für mich ein Flop.

Fazit:
Ich brauche keinen Kommissar Wolf der die Welt rettet.