Sonntag, 27. Mai 2012

Emma verduftet- Tessa Henning

Inhalt:

Emma und Georg sind seit 25 Jahren verheiratet. Glücklich, wie Emma denkt. Aber auf einem Kurztrip nach Nizza, wo sie ihre Tochter besuchen, die dort studiert, werden Emma die Augen geöffnet. Georg denkt ans Geschäft und macht jungen Frauen schöne Augen, Lilly will lieber Party machen und modeln, als studieren. Jetzt reicht es und Emma zieht einen Schlussstrich unter ihr tristes Leben. Das Chaos beginnt...

Meine Meinung:

Die Leseprobe und damit die ersten Seiten haben mir sehr gut gefallen, aber das war es auch schon. Danach konnte das Buch meine Erwartungen leider nicht mehr erfüllen. Es dreht sich alles im Kreis und auch das überraschende Ende tröstet nicht über die zuvor 300 langweiligen Seiten hinweg. Emmas selbstmitleid nervt und teilweise passt die Sprache einfach nicht zu den reiferen Frauen.
Das Cover ist zwar schön gearbeitet, aber einen Bezug zur Geschichte gibt es nicht.
Einzig die Beschreibung der Landschaft und der Düfte haben mich fesseln können, so dass ich das Buch dann auch beendet habe.

Fazit:
Man muss es nicht unbedingt lesen, oder vielleicht war ich zu jung für das Buch! 

Samstag, 26. Mai 2012

Die Gewürzhändlerin- Petra Schier


 http://www.rowohlt.de/fm/501/978-3-499-25628-8.jpg







rororo
Historischer Roman
Taschenbuch
544 Seiten
ISBN: 978-3-499-25628-8
9,99 Euro (D)
Rowohlt Bücher






Inhalt:

Die Eheleute von Manten verbringen mit ihrer Leibmagd Luzia und deren Bruder Anton, der als Knecht angestellt ist, die Wintermonate in Koblenz, wo sie ein Stadthaus haben. Dort trifft sie auf den Kaufmann Martin Wied. Luzia, Elisabeth und Martin sind durch ein magisches Kreuz und einem Schwur, den sich ihre Ahnväter vor langer Zeit gegeben haben, miteinander verbunden. Dieser Schwur beinhaltet gegensetige Unterstützung und Freundschaft der Familien.
Aus einer Not heraus, bittet Martin Luzia, ihm auf dem Jahrmarkt zu helfen. Er weiss um ihre Künste in Rechnen und Lesen. Luzia zeigt dabei ein grosses Geschick und Talent für den Handeln und bald darauf bekommt sie die Chance, ihren eigenen kleinen Handel aufzumachen. Leider gibt es unter den Kaufmännern auch Neider, die Luzia und Martin nichts Gutes wollen. Reibereien und Intrigen bleiben nicht aus.

Meine Meinung:

Ein Buch voller Spannung, Gefühlen und Humor. Ich habe jede Seite sehr genossen. Petra Schier schafft es, durch einen lebendigen Erzählstil, gespickt mit vielen Details, das Koblenz des 14. Jahrhunderts wieder zum Leben zu erwecken. Die Personen werden mit viel Liebe herausgearbeitet und machten das ganze Buch zum Film. Eine Geschichte die lebt.
Besonders gut fand ich den Schreibstil. Er war weder zu neumodisch, noch zu altertümlich und hat sich flüssig lesen lassen. 

An dieser Stelle noch ein dickes Dankeschön für das signierte Exemplar.

Fazit:
Wunderschöne Lesestunden sind garantiert! Vielen Dank für das schöne Buch.

Falsche Frösche- Klatsch den Traumprinz an die Wand von Sandra Schönthal



Das Buch:

Genauso wie das Buch, wird meine Rezi kurz ausfallen.
Schon das Vorwort beginnt mit Witz und einer Portion (Selbst-) Ironie. Danach geht es weiter mit den verschiedenen Männertypen. Die lustigen Illustrationen von Fröschen, die den jeweiligen Charaktertyp bildhaft darstellen und passenden Zitaten lockern das Buch etwas auf.
Der Schreibstil ist erfrischend und leicht. Der Witz schwächelt an manchen Stellen ein wenig und kann nicht das ganze Buch über gehalten werden. Nicht nur Männer bekommen ihr Fett weg, auch die Frauen müssen einsehen, dass die rosarote Brille nicht immer von Vorteil ist.

Fazit:
Für wenige Lesestunden war es ein nettes Buch gewesen, aber nicht unbedingt ein Muss.

Montag, 14. Mai 2012

Zorn- Tod und Regen von Stephan Ludwig

  
Das Buch: 

Man nehme ein Ermittler-Duo, welches unterschiedlicher nicht sein könnte und Morde die unglaublich brutal sind, ein Prise wortwitz und heraus kommt "Zorn- Tod und Regen".

Claudius Zorn, Hauptkommissar, hasst seinen Job und macht kein Geheimnis draus. Seit Jahren passiert nicht und er sitzt seine Stunden im Büro ab, immer darauf bedacht, pünktlich seinen Feierabend zu machen. Seine Laune ist mies, genauso mies wie das Wetter in diesem Krimi. An Intuition glaubt er nicht, aber wie man einen Fall löst, weiss er nicht mehr. Ist aber auch egal, er hat ja Kommissar Schröder an seiner Seite. Er ist der Kopf des Teams, ein Mann, der den Überblick behält und der sich nichts notieren muss, da er sich alles merkt. Zwar ist auch er aus der Übung, aber er möchte diesen Fall lösen, auch wenn dafür die ein oder andere Überstunde und Schlafentzug sein müssen. Zwar hat er ein sonnigeres Gemüt, aber es kommt in manchen Situationen doch raus, dass ihn Zorns Verhalten nervt und er auch anders kann.

Das Buch beginnt rasant und hat einen schnellen Spannungsaufbau. Leider hält diese Spannung nicht lange an, aber durch Zorn und Schröder kommt kaum Langeweile auf, ihre Dialoge brachten mich häufig zum Schmunzeln. Ab und zu füttert der Autor den Leser mit Hinweisen auf den wahren Täter, aber mir persönlich ist erst gegen Ende klar geworden, wer der Täter ist und wie die Morde zusammenhängen.
Die Geschichte endet mit einem gewaltigen und explosiven Showdown, der zwar den Fall ohne Fragen abschliesst, aber für mich dann doch zu überladen war.

Fazit:
Alles in allem ein guter Auftakt zu einer vielversprechenden Krimiserie. Das Buch war angenehm zu lesen, mit ein wenig Spannung und etwas Humor.

Sonntag, 13. Mai 2012

Die Geliebte des Meisterspions- Joanna Bourne

Das Buch:
 
Die junge Annique wächst als Kind einer Spionin und Spions auf und kommt schon sehr für mit den Kreisen in Verbindung. Sie kennt kein anderes Leben, als für ihr Land Frankreich zu spionieren. Als sie in den Besitz geheimer Kriegspläne gelangt, gerät sie in Gefangenschaft und verbündet sich mit dem geheimnisvollen Spion Grey. Den Beiden gelingt es aus der Gefangenschaft zu entkommen und nach England zu fliehen.
Auf ihrer Flucht fängt es an zwischen den Beiden zu knistern, aber keiner von Beiden mag zu den Gefühlen stehen. Besonders Annique fürchtet mit ihrer Liebschaft einen Verrat an ihr Land zu begehen.

Meine Meinung:
 
Anfangs hatte ich Probleme bei den Dialogen die Sätze der richtigen Person zu zuordnen. Das Buch ansich ist sehr flüssig geschrieben, die Schreibweise teilweise aber zu neumodisch, nicht wirklich passend zum 19. Jahrhundert. Die Personen sind schön beschrieben und lassen auch noch viel Platz um seine eigene Phantasie spielen zu lassen. Die Liebesgeschichte zwischen Annique und Grey ist nett beschrieben, der Handlungsstrang rund um die Spionage fand ich zu flach. Es kam keine wirkliche Spannung auf, vieles war vorhersehbar und Probleme lösten sich, nach einem kleinen Spannungaufbau, sehr schnell auf.
Am Ende hoffte ich auf ein richtig tollen Höhepunkt, aber dieser blieb dann aus. Nachdem die Spannung ein wenig aufgebaut wurde, war auch hier wieder alles schnell aufgelöst und geregelt.
Auch wenn ich ein paar nette Lesestunden hatte, lässt mich das Buch eher unbefriedigt zurück. Mir fehlte die Spannung und die Überraschungen.
Ich danke dem LYX-Verlag, dass ich dieses Buch im Rahmen der Leserunde lesen durfte.

Fazit:
Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Schade! 

Mittwoch, 2. Mai 2012

Die Wildrose- Jennifer Donnelly



Das Buch

Wie häufig bei Mehrteilern ist irgendwann die Luft raus, nicht so bei der Rosen- Trilogie. Auch der 3. Band "Die Wildrose" zog mich von Anfang an in den Bann und liess mich nicht mehr los. Wieder geht es um Liebe, aber auch um Macht und Intrigen.
Diesmal steht die Liebesgeschichte von Seamus und Willa im Vordergrund, die so gut gestartet hat, aber nach einem Unglück ein vorerst rasches und unglückliches Ende findet. Beide können mit dieser Situation nur schlecht umgehen, flüchten sich in Affären, aber ihr Herz schlägt auch nach Jahren noch für einander.
Der andere Handlungsstrang findet in der Politik kurz vor dem 1. Weltkrieg statt. Während die Liberalten lieber den Armen eine bessere Zukunft ermöglichen wollen, die Frauen für das Wahlrecht kämpfen, wollen die Konservativen die Streitkräfte aufrüsten, da Deutschland alle Zeichen für einen Krieg setzt. Mittendrin hat der Doppelagent Max von Brandt seine Finger im Spiel, der mir die ganze Geschichte über sehr unsympathisch war und gegen Ende erst einige wenige Sympathiepunkte erhält.
Auch, wenn mir Politik oft zu trocken rüber kommt, besonders beim Lesen, wurde es mir hier in diesem Buch nicht zu langeweilig, die Abschnitte zu lesen.
Die Autorin schreibt beide Handlungsstränge mit viel Gefühl und hält eine gewisse Spannung aufrecht, die sich durchs ganze Buch zieht.
Zwischendurch erhält man immer wieder einen kleinen Einblick in die Vergangeheit der Protagonisten, auch Rückblicke zu den Vorgängerbüchern sind enthalten. Diese sind kurz und nicht ausschweifend, auf´s Wichtigste reduziert.
Zum Ende hin nimmt die Geschichte nochmals an Geschwindigkeit zu, ohne überladen zu wirken oder das Ziel aus den Augen zu verlieren.

Fazit:
Ein flüssig geschriebener Roman, voller Gefühl und Spannung. Es garantiert wunderschöne Lesestunden. Irgendwie schade, dass diese Reihe nun ein Ende findet. Aber ein Schönes.
Auf jeden Fall ein Buch, welches ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann, auch wenn man die Vorgänger nicht kennt. Diese sollte man trotzdem Lesen, weil alle Rosenbücher wundervoll sind.

Dienstag, 1. Mai 2012

Ich bin der Herr Deiner Angst- Stephan M. Rother



Das Cover:

Eigentlich ist das Cover eher schlicht gehalten mit dem schwarzgrauen Grund. So kann der gelbe Titel der an den Rändern verschwommen ist, wie beim Tunnelblickt, richtig zur Geltung kommen.

Das Buch:

Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Die erste Perspektive ist in der Ich-Form geschrieben, aus der Sicht von Hannah Friedrichs. Sie beschreibt die Ermittlungen, ihre Gefühle und ihre Macken. Das macht diese Ermittlerin so sympathisch. Die zweite Perspektive ist in der 3. Person geschrieben und erzählt das ganze Geschehen aus der Sicht von Jörg Albrecht, der leitende Beamte. Seine Gedankengänge waren für mich nicht immer nachvollziehbar, aber auch er, wirft immer wieder einen kritischen Blick auf seine Arbeit. Zwischendurch verliert er sich in seine Vergangenheit, welches ich aber jetzt nicht negativ empfinde, sondern es noch amüsant fand, wie er sich für die Ausrutscher selbst anmoppert.
Durch die zwei Erzählweisen lockert das Buch insgesamt ein wenig auf, ansonsten wäre es zu trocken gewesen. Ausserdem werden weitere Personen der Geschichte schön mit eingebunden und dargestellt, mit allen Fehlern und Vorteilen.
Dann gibt es noch ein Vorspiel und mehrere Zwischenspiele, die aus der Sicht des Täters geschrieben sind. Sie beobachten immer den gleichen grauen Mann...
Das Buch fängt mit einem riesigen Spannungsaufbau an und ich wurde sofort in den Bann gezogen. Leider hält sich diese Spannung nicht und auch weitere Tote konnten nicht mehr die anfängliche Spannung erreichen. Es gibt sehr viele Dialoge, Gedankengänge und Orts- und Wegbeschreibungen in dem Buch, letzteres war für mich überflüssig. Gegen Ende gewinnt das Buch nochmals an Fahrt, aber die Rekonstruktions des Falles war leider ein wenig zu langatmig. Das Nachspiel am Schluss des Buches hätte ich nicht unbedingt gebraucht und macht auch deutlich, dass die Geschichte noch kein Ende gefunden hat.

Fazit:
Auch, wenn das Buch sehr viel an Spannung verliert, habe ich es gerne gelesen. Es ist kein roher Thriller, ab und an muss man schon seinen Kopf anstrengen, um dieser Geschichte zu folgen. Den Wechsel zwischen den Perspektiven störte mich garnicht so und hielt eine kleine Spannung immer vorhanden. Man ist der Beobachter der Ermittlungsarbeit. Der Klappentext, bzw der letzte Abschnitt, passt nicht zur Geschichte. Der entscheidene Hinweis keimt nicht in Albrecht auf...