Montag, 23. Juli 2012

"Du und Ich"- Niccolò Ammaniti


Meinung:

Ich hatte dieses Büchlein, 148 Seiten, in einem Buchpaket gehabt und konnte erst garnichts damit anfangen. Der Schriftsteller ist mir völlig unbekannt gewesen, aber der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht.
Lorenzo ist 14 Jahre alt und hat einen recht sonderbaren Charakter. Die ersten Seiten wusste ich nicht, was ich von ihm halten soll. Er ist am liebsten für sich alleine, aber damit seine Eltern, besonders seine Mutter, Ruhe gibt, tut er so, als ob er Freunde hat. Bis er seine Schwester trifft, ab da macht Lorenzo eine Entwicklung durch, die sein Leben verändert.
Der Schreibstil ist wunderbar einfach, auf´s wesentliche reduziert und flüssig zu lesen. Mit viel Gefühl, Emotionen und sehr detailliert beschreibt Ammaniti die Begegnung zwischen Lorenzo und Olivia.

Fazit:
Absolut empfehlenswert.

Freitag, 20. Juli 2012

Mord im Dirnenhaus- Petra Schier


 http://www.rowohlt.de/fm/501/3-499-24329-6.jpg






rororo
Historischer Roman
Taschenbuch
352 Seiten
ISBN: 978-3-499-24329-5
8,99 Euro (D)
Rowohlt Bücher







Meine Meinung:

Von der ersten Seite an, war ich wieder in der Geschichte drin gewesen. Durch ihre bildhafte Schreibweise wurde das mittelalterliche Köln wieder lebendig und man war ein Teil dieser Geschichte, die mit liebevoll herausgearbeiteten Personen gespickt ist. Adelina hat sich seit dem ersten Band weiterentwickelt und auch in diesem Band spürt man, dass sie nicht einfach zur Handlung beiträgt, sondern lebendig wird. So erging es mir auch mit dem Rest der Familie und den Angestellten. Generell blieb mir keine der Personen blass und fern.
Die Handlung war durchaus spannend und auch wenn ich ein wenig versucht habe mitzuraten und den Fall zu lösen, ist es mir nicht gelungen. Ich bin auf falsche Fährten reingefallen und habe mich von nicht angenehmen Charakteren leiten lassen. Erst gegen Ende hatte ich dann die richtige Vermutung. Die Auflösung des Falls ist sehr gelungen, die ganzen Fäden werden geschickt miteinander verwoben und es bleiben keine Fragen offen.

Auch wenn man den ersten Band nicht gelesen hat, ist dies kein Nachteil, weil die Geschichte in sich abgeschlossen ist und wichtige Informationen aus dem ersten Band, hier nochmals knapp wieder gegeben werden. Aber man sollte sich den ersten Band nicht entgehen lassen.

Einen kleinen Kritikpnukt habe ich, der hat aber nichts mit der Geschichte zu tun. Dieses Buch beweist es wieder, dass man seine Bücher nach dem Inhalt aussuchen soll und nicht nach dem Bild vom Cover. Dieses finde ich nicht wirklich gelungen, auch wenn es ein mittelalterliches Bild ist.

Vielen Dank an Petra Schier, für die Widmung im Buch!

Fazit:
Ein spannender, historischer Krimi, den ich sehr gerne weiterempfehlen werde und es auch schon getan habe.

Dienstag, 17. Juli 2012

Magnolia Steel Hexendämmerung- Sabine Städing

Das Buch:

Die 13 jährige Magnolia soll für ein Jahr bei ihrer Tante Linette leben, weil ihre Mutter für ihre Karriere nach Amerika geht. Die Begeisterung hält sich bei Magnolia in Grenzen, sie verhält sich erst stur und ein wenig aufmüpfig ihrer sonderbaren Tante gegenüber, aber dann stößt sie auf ein Familiengeheimnis, dass auch sie betrifft. Magnolia ist eine Hexe und damit beginnt auch ihr erstes Abenteuer.

Meine Meinung:

Schon das Cover des Buches ist aussergewöhnlich schön. MIt vielen liebvollen und verspielten Details zaubert es schon etwas magisches, geheimnisvolles.
Die einzelnen Kapitel gibt es eine Überschrift, welches auch noch ein kleines Bildchen ziert und zum lesen einlädt. Die Geschichte ist sowohl witzig, wie auch spannend und gruselg geschrieben. Mit liebevollen Details und lustigen Dialogen lädt es junge Leser ab 9/10 Jahren auf ein Hexenabenteuer ein. Die Spannung ist im ganzen Buch spürbar, mal knistert sie im Hintergrund, mal drängt sie sich in den Vordergrund. Am Ende erreicht sie nochmals einen schönen Höhepunkt.
Da am Ende einige offene Fragen bleiben, dürfen wir uns auf ein weiteres Hexenabenteuer freuen.

Fazit:
Eine wunderschön geschriebene Geschichte, die Lust auf´s Lesen macht und sowohl für Jung und Alt geeignet ist. Ich habe es sehr gerne gelesen.

Sonntag, 15. Juli 2012

Himmelskinder- Marion Feldhausen


Meine Meinung:

Ich bin durch den Klappentext mit einer ganz anderen Erwartungshaltung an das Buch heran gegangen. Ich habe einen packenden Psychothriller erwartet, wurde aber enttäuscht, da dieses Buch leider eher ein Krimi ist, als ein packender Psychothriller. Der Klappentext verrät zu viel und verspricht einiges...
Bis zur Hälfte gab es einen leichten Spannungsaufbau, der aber dann auch wieder abflaute und bei mir nicht mehr wirklich aufkommen wollte. Er verlor sich in der Geschichte und war nur noch im Hintergrund ein wenig spürbar. In Nebensätzen wurden Hinweise eingestreut, die bei mir dann oft untergingen und unwesentliches wurde hervor gehoben.
Die ganzen Personen die am Anfang eingeführt werden, verwirrten mich sehr und kaum eine der Personen wurde näher beschrieben, sie blieben fast alle blass. Ausser bei Kommissar Alvermann bekam ich schnell einen kleinen Einblick in seine Persönlichkeit, sein Leben. Ein Kommissar der sein Leben ändern will und gesünder werden will. Dies zieht sich durch das ganze Buch und seinen Vorsatz bleibt er sich auch nicht treu.
Das Ermittlerteam geht in den Dialogen nicht gerade zimperlich miteinander um. Ihre Sprüche sind oft derb und überspitzt, aber sie passten sehr gut und lockerten das Buch ein wenig auf. Ganz toll fand ich, dass man einen schönen Einblick in die Arbeit des Teams bekam. Es gibt nicht nur den einen Helden, sondern durch die realitätsnahe Schilderung des Ermitlleralltags mit Teamsitzungen, bekommt man mit, wie sich die einzelnen Ermittler in den Fall einbringen und ihre Puzzleteile beifügen.
Berührend fand ich die Rückblenden. Ohne dabei zu sehr ins Detail zu gehen, schildert Frau Feldhaus sehr emotional das Leben der Opfer und greift damit ein brisantes Thema um Kindesmissbrauch und Menschenhandel auf.
Das Ende kam dann zu schnell, es wurden weitere Personen in die Geschichte integriert, die aus höheren Kreisen stammten und die allesamt mit dem Fall zu tun hatten. Ich blieb mit vielen offenen Fragen zurück...

Fazit:
Der Schreibstil war flüssig und das Buch war angenehm zu lesen. Leider konnte es mich nicht überzeugen, da ich, dank dem Klappentext, mit einer anderen Erwartungshaltung an dieses Buch herangegangen bin und somit auch enttäuscht wurde. Für das brisante Grundthema hätte ich mir eine bessere, klarere Geschichte und mehr Tiefgang gewüscnht.
Wer einen Krimi, mit nicht allzu viel Tiefgang lesen möchte, der wird mit dem Buch sicher glücklich werden.

Mittwoch, 11. Juli 2012

Die Henkerin- Sabine Martin


Kurzbeschreibung:

Die Kaufmannstochter Melisande muss sehr früh miterleben, wie ihre Familie durch einen feigen Hinterhalt von de Bruce ermordet werden. Durch die Hilfe des Henkers Raimund, überlebt sie den Anschlag und taucht bei ihm unter. Sie schwört Rache...

Meine Meinung:

"Die Henkerin" ist der neue Roman des Autorenduos Sabine Klewe und Martin Conrath. Die Geschichte ist von der ersten Seite an überaus spannend und fesselnd erzählt. Die Personen, die Umgebung und auch das Leben im Mittelalter sind schön ausgearbeitet und ich konnte mir ein richtiges Bild von ihnen machen. Die Szenen in denen das Handwerk des Henkers geschildert werden, sind zwar blutig, aber für das Thema des Buches, passend. Der ein oder andere Logikfehler fielen mir zwar auf, schmälerten meinen Lesegenuss aber garnicht. Leider hätte ich mir das Ende ein wenig anders gewünscht. Es ging mir zu schnell und war für mich dann zu vollgepackt. Die offenen Fragen die mir am Schluss noch bleiben, da hoffe ich darauf, dass diese im 2. Band beantwortet werden.

Fazit:
Alles in allem war es eine tolles Buch, das einige Schwächen hat, aber absolut empfehlenswert ist.

Samstag, 7. Juli 2012

Frauenheld von Lutz Schebesta

Kurzbeschreibung:
 
Basti hat sich von seiner Freundin getrennt und das kurz vor Weihnachten. Alleine Weihnachten feiern mag er nicht, also beschliesst er, auf Brautschau zu gehen. Das Zaubermittel heisst: Internet-Dating.
Doch so einfach wie Basti sich das vorgestellt hat, ist es dann doch nicht...

Meine Meinung:
 
Basti war für mich einerseits sympathisch, vorallem durch seine recht naive Art, auf der anderen Seite ging mir sein Verhalten aber auch auf den Keks. Anfangs war es ja noch lustig, wenn er von seinen misslungenen Dates erzählt hat, aber nachdem er auch die Erfahrung machte, dass Frauen, anders können, hielt sich mein Mitleid in Grenzen, wenn er dann getäuscht wurde.
Das Ende kam dann sehr schnell und ich hätte nicht gedacht, dass er jemals eine Frau finden würde. Aber er hat es geschafft und kann nun glücklich werden...

Fazit:
Leider ging der anfängliche Witz ein wenig verloren und konnte im späteren Verlauf des Buches auch nicht mehr daran heranreichen. Aber alles in allem, war dies eine locker, leichte Lektüre gewesen.

Wackelkontakte- Sabine Leipert

Das Buch:
 
Freund weg, Job weg und immer wieder neue Krisen. So sieht das Leben von Karina aus, als sie im Umzugswagen mit ihren beiden Freundinnen Silvester feiert, weil sie nicht in ihre neue Wohnung kommt und so kann es nicht weitergehen... Also versucht Karina, ihr Leben zu ändern. Doch dies ist nicht so einfach und birgt immer mehr missliche Situationen, die Karina eigentlich garnicht gebrauchen kann...

Meine Meinung:
 
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Man ist sofort in der Geschichte drin und erlebt mit Karina zusammen den Weg in ihr neues Leben, der gespickt ist mit vielen herrlich komischen Missgeschicken, die für den ein oder anderen Lacher gesorgt haben.
Durch den lockeren Schreibstil flog die Geschichte nur so dahin und ist genau das Richtige nach einem stressigen Tag. Besonders froh bin ich, dass die Geschichte rund um Karina noch nicht zu Ende ist und ich werde auf jeden Fall die Fortsetzungs-Romane lesen.

Fazit:
Wer eine leichte Geschichte mit Lachgarantie sucht, ist mit diesem Buch bestens beraten.