Freitag, 21. September 2012

Zimtzuckerherz- Heike Abidi


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 ROMAN
AMELIE Band 9
328 Seiten, Paperback
ISBN 978-3-86265-141-2
9,95 Euro (D)
Schwarzkopf Verlag






Herrlich:-) Das war ein wunderschöner Frauenroman, der ohne allzu grossen Kitsch auskam.

Kurzbeschreibung:

Die 35-jährige Singelfrau Veronika Kramer führt ein Doppelleben und lebt immer in Angst, dass sie auffliegen könnte. Während sie einen Bestseller nach dem anderen schreibt, in denen sie die Ordnungsexpertin miemt, ist sie im privaten Leben eine richtige Chaosqueen.
Privat schlittert sie von einem Fettnäpfchen ins nächste und oft kann sie ihre Gedanken nicht für sich behalten und quasselt munter drauf los.
Aber ihr zur Seite stehen ihre beste Freundin Charlotte und ihre Tante Amanda, die trotz ihres gesetzten Alters, ein jugendliches Auftreten mit jeder Menge Lebenserfahrung hat. Da ihre Tante in Spanien lebt, bekommt sie die Ratschläge im täglichen Chat oder wenn der Schuh drückt. Beide sind jederzeit für Veronika da und versuchen sie vor grösseren Unglücken zu bewahren.
Auch mit den Männern hat Veronika es nicht so einfach. Gleich 3 Prachtkerle interessieren sich für sie, aber welcher mag nur der Richtige sein?

Cover:

Das Cover passt meiner Meinung nach super zum Buch. So wie die Frau auf dem Cover habe ich mir Veronika beim Lesen vorgestellt. Die Zuckerherzen und Kaffeeränder machen das Bild vollständig. Ich finde es schön.

Meine Meinung:

Zimtzuckerherz ist ein wunderbar zu lesendes Buch, welches an den richtigen Stellen mit einer Prise Humor gewürzt ist.
Durch die Charaktere lebt das Buch auf und jede einzelne Person ist auf ihre ganz spezielle Art und Weise liebenswert und glaubwürdig.
Mit Veronika erleben wir einen Teil ihres chaotischen Lebens in dem viel passiert und wir dürfen mit ihr Spass haben, witzige Chatunterhaltungen mit ihrer Tante folgen und haben Einblick in ihre oftmals wirren Gedanken, besonders wenn es um ihre Angst geht, aufzufliegen oder was sie über den ein oder anderen Herren denkt.
Auch sind wir hautnah dabei, wenn sie mit grossen Schritten auf das nächste Fettnäpfchen zusteuert und von Charlotte und Amanda aufgefangen werden muss.
Das Buch ist locker und leicht geschrieben, die Kapitel mit den jeweiligen Überschriften passen hervorragend und alles wird aufgelockert mit Witz an den richtigen Stellen.
Besonders gefallen haben mir die Chatunterhaltungen mit ihrer Tante Amanda, die ich mir ab und an auch wünschen würde.

Fazit:
Lesegenuss von der ersten bis zur letzten Seite, der leider viel zu schnell vorbei ist.

Dienstag, 18. September 2012

Das Haus in der Löwengasse- Petra Schier


http://www.rowohlt.de/fm/501/978-3-499-25901-2.jpg







rororo
Historischer Roman
Taschenbuch
352 Seiten
ISBN: 978-3-499-25901-2
8,99 Euro (D)
Rowohlt Bücher






Kurzbeschreibung:

Pauline wächst nach dem Tod ihrer Eltern wohlbehütet bei ihrem Onkel auf und erfährt dort eine recht gute Erziehung und Bildung. Leider hinterlässt der Onkel nur eine kleine Mitgift für Pauline. Dank ihrer guten Erziehung findet sie eine Anstellung als Gouvernante in Bonn. Der Herr des Hauses verhält sich ihr gegenüber unsittlich und als die Ehefrau das erfährt, ist Pauline ihre Stellung los. Da sie in Bonn keine Zukunft mehr hat, reist sie nach Köln und fängt dort bei der Familie Stein als einfache Magd an.
Dort trifft sie nach kurzer Zeit auf den Textilfabrikanten und Witwer Reuther, der durch seine schroffe Art eine Mauer um sich gebaut hat und niemanden in sein Inneres blicken lässt. Dieser gibt ihr die Chance als Gouvernante für seine Kinder, die einiges an Erziehung missen, zu arbeiten. Allerdings muss er ihr das Versprechen geben, dass sie in seinem Hause nichts zu befürchten hat. Pauline stürzt sich in ihre neue Arbeit und erzieht nicht nur die Kinder, sondern auch ihren Chef.
Und nach kurzer Zeit, keimen schon die ersten Gefühle auf...

Das Cover:

Ein sehr schlichtes Cover, in braunen Farben gehalten, welches ein geöffnetes Tor zeigt. Dahinter sieht man ein Herrenhaus. Es lädt ein, in dieses Buch und die Geschichte einzutauchen.

Meine Meinung:

Petra Schier habe ich durch ihre historischen Mittelalter-Romane kennengelernt und schon in diesen hat es mich fasziniert, dass sie mit viel Liebe zum Detail recherchiert und geschrieben wurden.
Mit "Das Haus in der Löwengasse" begibt sie sich ins 19. Jahrhundert und erzählt eine wunderschöne Geschichte rund um Pauline und Julius.
Die Charakteren wurden alle schön herausgearbeitet und es wurde ihnen Leben eingehaucht. Durch die lebendigen Handlungsorte fühlt man sich als Teil der Geschichte. So erlebt man den zum Beispiel Kölner Karneval hautnah und spürt die Ausgelassenheit oder die schmerzenden Füsse auf dem Ball, nach all den Tänzen.
Die Geschichte wird sowohl aus der Sicht von Pauline, als auch aus der Sicht von Julius geschrieben. Man bekommt einen schönen Einblick in die verschiedenen Welten von den Beiden, aber auch wie sie sich immer mehr zueinander hingezogen fühlen. Dies bringt einem die Beiden noch ein Stück näher.
Die Dialoge zwischen Julius und Pauline haben es mir angetan, sie waren erfrischend und ich musste häufig schmunzeln, weil sich beide Charaktere doch so ähnlich sind.
Das Buch ist angenehm geschrieben und die wenigen spezifischen Begriffe aus der Zeit stellten keine Stolpersteine dar. Da es nur so wenige sind und auf ein Glossar verzichtet wurde, habe ich Tante Google ab und zu zu Rate ziehen müssen.

Fazit:
Eine einfühlsame und liebevoll geschriebene Geschichte. Ein wahrer Lesegenuss, den man nur schwer aus der Hand legt und gerne noch über das Ende hinaus weiterliest.

Samstag, 15. September 2012

Schattenspieler von Michael Römling