Dienstag, 30. Oktober 2012

Die Landkarte der Liebe- Lucy Clarke











Roman
352 Seiten
Klappenbroschur
Kartoniert
9,99 Euro (D)
ISBN: 9783492300858

Piper Verlag



Inhalt:

Mia ist tot. Sie soll von einer Klippe auf Bali gesprungen sein. Doch ihre Schwester Katie will dies nicht glauben.  Was hat Mia auf Bali gemacht? Das Ziel lag nicht auf ihrer Reiseroute. In dem Reiserucksack ihrer Schwester findet Katie das Tagebuch. Sie fängt es an zu lesen und beschliesst, den Spuren von Mia zu folgen.

Das Cover:

In meeresblau, mit einer Orchidee und einem Bild einer jungen Frau, ist dieses Cover gestaltet. Ein wunderschönes und geschmackvolles Cover, wie ich finde.

Meine Meinung:

Mit vielen Gefühlen und Emotionen erzählt Lucy Clarke die Geschichte der beiden Schwestern, die sich irgendwann entfernt, immer öfters gestritten und sich gegenseitig Vorwürfe gemacht haben.
Die Geschichte ist in zwei Erzählsträngen aufgeteilt. Einmal den von Katie, ihre Gedanken, Gefühle und Sichtweisen, auf der anderen Seite Mias Geschichte. So bekommt man ein gutes Bild von den ungleichen Schwestern, kann sich in sie hineinversetzen und obwohl Mia verstorben ist, ist ihr Geist allgegenwärtig.
Die landschaftlichen Beschreibungen der verschiedenen Handlungsorten sind sehr detailliert beschrieben. Man spürt den Sand, schmeckt das Salz und hört das Meer rauschen. Am Ende fügen sich die Erzählstränge zusammen und mit diesem Ende kann Katie Abschied von ihrer Schwester nehmen und der Leser kann die Geschichte abschliessen, ohne das es noch offene Fragen gibt. Ein kleines Manko hat das Ende trotzdem: Die Autorin legt nochmals richtig auf und das wäre meiner Meinung nach nicht nötig gewesen. Aber, weil das Buch als Ganzes mich beeindruckt hat, sehe ich das nur als minimales Manko an.


Fazit:
Eine wunderbare, gefühlvolle Geschichte, die einem sehr ans Herz geht.

Samstag, 27. Oktober 2012

Der Architekt- Jonas Winner

Inhalt:

Ein Architekt der seine Familie erschlagen haben soll. Ein nicht gerade erfolgreicher Drehbuchautor, der von der Geschichte hört und ein Buch darüber schreiben möchte und in den Bann einer sehr wirren Geschichte reingerät...

Meine Meinung:

Ich war von der Leseprobe so begeistert gewesen und habe mich richtig gefreut auf das Buch. Aber leider hatte ich ganz andere Erwartungen gehabt und diese wurden überhaupt nicht erfüllt. Die Geschichte ist wirr, unlogisch, so abgehoben und strange, dass ich kapituliert habe. Mir ist es auch egal, wer die Tat begannen hat und warum, was ja eigentlich ein Reiz sein sollte, ein Thriller, auch einen Psychothriller zu beenden. Aber hier war überhaupt kein Thrill vorhanden und Psycho waren sie alle. Es gab in der ganzen Geschichte keine Person, die nicht irgendeine Macke hatte oder manipuliert wurde.

Fazit:

Keine Leseempfehlung! Schade, es hörte sich echt nach einem tollen Buch an.

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Ghostwriter- Jesko Wilke


http://www.rowohlt.de/fm/501/978-3-499-25849-7.jpg










Unterhaltung
rororo
Taschenbuch, 288 S.
8,99 Euro (D)
ISBN: 978-3-499-25849-7
Rowohlt Bücher

Inhalt:

Volvo, ein Chaot, ständig abgebrannt und überschuldet, ein Meister der Verdrängung, ist von Beruf Autor. Nur leider möchte niemand sein Erstlingswerk veröffentlichen.
Eines Tages bekommt er einen Anruf seines Agenten, ein schmieriger Lappen. Sein bester Autor Kalinski ist gestorben und hat sein letztes Buch noch nicht beendet. Da die Werbung schon auf Hochtouren läuft und jede Menge Geld auf dem Spiel steht, bittet er Volvo, das Manuskript zu beenden. Volvo sieht sich gezwungen, von Hamburg auf´s platte Land zu ziehen, in das Haus des Verstorbenen, der in einer Tiefkühltruhe seine vorerst letzte Ruhestätte gefunden hat, und dessen störrischem Hund.
Für den Chaoten beginnt nun eine Zeit mit jeder Menge Ärger und einer Aufgabe, die kaum zu schaffen ist.

Meine Meinung:

Jesko Wilke hat mit "Ghostwriter" ein spritziges, spannendes und rasantes Debüt geschaffen. Mit jedem Kapitel legt er ein wahnsinniges Tempo vor und hält immer wieder neue Überraschungen bereit. So hat Langeweile keine Chance sich auszubreiten.
Mit Volvo hat er einen sympathischen Chaoten erschaffen, der einem an manchen Stellen sehr leid tun kann. Auch die anderen Personen sind lebensnah beschrieben, wie zum Beispiel den Kneipenbesitzer Carlo, ein ruhiger Geselle der immer einen passenden Spruch parat oder Möller, ein schmieriger kleiner Typ, der nur auf seinen eigenen Profit aus ist.
Während des Lesens kommen viele Fragen auf, man wird oft im unklaren gelassen und wusste bis zum Schluss nicht, in welche Richtung die Geschichte geht. Das Ende hält einen tollen Show-Down bereit, der keine Fragen mehr offen lässt. Alles fügt sich logisch zusammen.
Ich hoffe noch viel von Jesko Wilke zu lesen.

Fazit:

Dieses Buch ist witzig, spannend und sehr temporeich.

Montag, 22. Oktober 2012

Kinder des Bösen- Jan Hellstern











Kriminalroman
Kein & Aber AG
gebundene Ausgabe, 336 Seiten
19,99 Euro (D)
ISBN:  978-3-0369-5655-8
Kein & Aber AG



Inhalt:

Honsa muss während der letzten Kriegstage fliehen,da er trotz seiner verkümmerten Hand eingezogen wird. Dies wäre der sichere Tod des jungen Honsas und er flieht nach Prag, seiner Geburtsstadt. Auf der Flucht lernt er Lenka kennen und lieben, die ihm bei der Suche nach seiner Vergangenheit hilft. Er macht die Bekanntschaft eines alten Arztes und stößt auf ein grausiges Geheimnis, welches ihn und der Arzt verbindet...

Cover:

Das Cover ist geheimnisvoll und düster. Die verschwommene Augenpartie im Vordergrund und im Hintergrund die Fenster. Der Titel wurde in rot gehalten und sticht heraus.

Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich in seinen Bann gezogen und mich auch nachdem ich es gelesen habe, lässt es mich nicht los. Es beschreibt auf so packende Art das Leben von Honsa, seine Vergangenheit und das grosse Geheimnis, welches auf der Familie liegt und bis zum Schluss wohlbehütet wird. Dabei vermischen sich oft Wahn und Wirklichkeit, ohne den Bezug zu verlieren.
Jan Hellstern ist ein meisterhaftes Debüt gelungen. Er malt mit Worten und man spürt mit jedem Satz die Stimmung des Buches, die Spannung und die Emotionen/Gefühle. Er geht ins Detail, wenn es um die Beschreibung der Handlungsorte geht, ohne das dabei die Spannung verloren geht. Die geschichtlichen und politischen Ereignisse fügen sich perfekt ein. Man muss es selbst lesen und eintauchen.

Fazit:

Spannung bis zum Schluss. Ein wahnsinns Debüt!

Freitag, 19. Oktober 2012

Mettwurst ist kein Smoothie- Markus Barth


http://www.rowohlt.de/fm/501/978-3-499-25856-5.jpg










Humor
rororo
Taschenbuch, 192 S.
8,99 Euro (D)
ISBN: 978-3-499-25856-5
Rowohlt Bücher


Klappentext:

"Städte sind auch nur Dörfer mit ICE-Anschluss.

Seit fünfzehn Jahren lebt Markus Barth nun in der Großstadt. Und lernt immer noch täglich dazu:

• Chicorée ist Blumenkohl für Besserverdiener.

• Mit 3-D-Brillen kann man schlechte Filme noch viel intensiver erleben.

• «Heilfasten» ist genauso sinnvoll wie
«Gesundprügeln».

• Obst-Matsch heißt jetzt «Smoothie».
Mettwurst dagegen nicht.

Es ist eine verwirrende Welt. Aber mit Markus Barth macht sie wieder Spaß.

«Intelligent, gut beobachtet und sehr, sehr lustig.» MORITZ NETENJAKOB

«Ihr erstes Buch wurde schon nach acht Tagen aus meinem Wartezimmer geklaut.
Bei Dieter Bohlen hat’s zwei Wochen gedauert.»
MARKUS BARTHS ZAHNARZT "
Rowohlt Bücher


Meine Meinung:

Es war wunderbar dieses Büchlein mit seinen knapp 50 Geschichten zu lesen. Jede Geschichte ist mit soviel Witz und Sarkasmus geschrieben, dass meine Lachmuskel gefordert wurden. Und an keiner Stelle wirkte es langweilig und an den Haaren herbei gezogen. Dabei geht es hauptsächlich um den ganz normalen Alltag, den Markus Barth beschreibt. Aber, wenn man genau hinschaut, fallen einem diese Situationen auf und genau hinschauen, dass kann Markus Barth. Dem Leser fällt dann auf, dass er solche Situationen oder Personen auch schon erlebt hat, zum Beispiel, einen "Müll-Wiesel" , den kennt doch fast jeder?! Mir ist er auf jeden Fall schon über den Weg gelaufen und nun hat er dann auch einen Namen.

Fazit:

Unbedingt Lesen! Auch, wenn man ein Landei ist.

Samstag, 13. Oktober 2012

Wenn der Keks redet, haben die Krümel Pause- Malte Pieper


 http://www.rowohlt.de/fm/501/978-3-499-62961-7.jpg









rororo
Unterhaltung+Humor
Taschenbuch
288 Seiten
ISBN: 978-3-499-62961-7
9,99 Euro (D)
Rowohlt Bücher



Das Buch:
 
Malte Pieper erzählt ein Jahr nach seinem Abitur vom Leben als Schüler. Er beginnt mit dem Einschulungstest, der die Schulreife des Kindes feststellen soll, geht über eine etwas andere Einschulungsfeier hin zum Schulalltag.
Er erzählt uns von Mitschülern, Eltern und an der modernen Technik scheiternden Lehrpersonen. Der Leisefuchs, der schon zu meiner Schulzeit für eine lachende Klasse gesorgt hat, hat doch tatsächlich die Jahre überlebt.
Anfangs, mit vielen Anekdoten gespickt, hatte das Buch einige herzhafte Lacher erziehlt. Ich habe mich während des Lesens an meine Schulzeit erinnert und musste feststellen, es gibt sie immernoch, die oft verplanten Lehrer, die versuchen mit den selben Sätzen: "Du lernst nicht für mich, sondern für das Leben!", einem dem trockenen Schulstoff näherzubringen.
In der ersten Hälfte habe ich noch gedacht, es würde ein tolles Bühnenprogramm hergeben, da eine Handlung ansich nicht erkennbar ist, sondern eine Sammlung von Anekdoten ist.
Leider flacht das Buch dann in der zweiten Hälfte ab, die Witze verlieren ihren Reiz.
Trotzdem hat es mir Spass gemacht. Es ist flüssig und flott zu lesen. Ein paar schöne Lesestunden hat es mir bereitet.

Fazit:
Ein unterhaltsames Debüt, mit einigen Schwächen. Aber ich hatte meinen Spass und eine kleine Reise in meine vergangene Schulzeit gehabt.


Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.

AAA Das Manifest der Macht- Olivia Meltz


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hansanord
Krimi/Thriller
Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag
400 Seiten
19,90 Euro (D)
Imagine Verlag




---Dies ist der 1. Teil einer Triologie---

Inhalt:

John Marks, ein angesehener und erfolgreicher Anwalt der Anwaltskanzlei Fist International New York, hat gerader eine der grössten Firmenfusionen seiner Kanzlei unter Dach und Fach gebracht. Dadurch ist er in die Öffentlichkeit gerückt und hofft nun auf eine Beförderung zum Seniorpartner. Im Rahmen einer kleinen Feierlichkeit wird das Interview, welches er zuvor gegeben hat, eingespielt und dort wird von der Enthüllungsjournalistin Samantha Cunningham die Nachricht verbreitet, John sei der Ur-Urenkel des Kommunistenführers Karl Marx.
Für John scheint die Welt unterzugehen und er will das Gegenteil beweisen. Zusammen mit Samantha und Ben, dem Kameramann und alter Freund von John, macht er sich auf den Weg nach Europa, um das Geheimnis zu lösen. Doch auf ihrer Reise quer durch Europa stoßen sie auf ein weitaus größeres Geheimnis: Den Schatz der Kommunisten!
Für die drei beginnt eine Schnitzeljagd, die viele Gefahren birgt. Verfolgt werden sie von Domminique, der Tochter des Chefs von First International, die ihre eigenen Pläne verfolgt und einer unbekannten dritten Gruppe.

Das Buch:

Ein absolut rasanters und spannungsgeladenes Buch erwartete mich, welches zu keiner Zeit langweilig wurde. Die Rückblenden zu den Zeiten Karl Marx, fügten sich sehr gut in die Geschichte und hoben die Spannung noch ein wenig an. Es wimmelte von Verschwörungstheorien und Geheimnissen, die für jede Menge Fragen aufwarfen. Teilweise wurden sie beantwortet, bei manchen muss man auf den 2. Band warten. Die Personen machen es allerdings nicht so leicht, das Buch zu mögen. Sie sind von anfang an eher unsympathisch rüber gekommen, einzig Ben, der hatte die Sympathiepunkte schon zu beginn inne gehabt. Samantha und John gewannen ein wenig an Sympathie gegen Ende der Geschichte, aber so richtig wollte da der Funke nicht rüberkommen.
Domminique ist sich treu geblieben und ist eine durch und durch böse, vom Wahn verfolgte junge Frau.
Die Handlungen sind ab und zu sehr unlogisch gestrickt, stellenweise wird auf noch was eingepackt, was nicht hätte sein müssen, zum Beispiel die Liebesszene. Nein, ich brauch nicht in jedem Buch eine knisternde Sexszene und an der Stelle fand ich sehr unpassend.
Aber alles in allem, war es eine tolle Geschichte, sehr flüssig zu lesen und mit konstanter Spannung und einem tollen Showdown, mit dem ich so nicht gerechnet hätte.

Fazit:

Ein Buch mit einem tollen Mix aus Schnitzeljagd, Krimi, Verschwörungen und geschichtlichen Ereignissen. Spannungs- und Actionreich.


Vielen Dank an den hansanord Verlag für die Bereitstellung des Buches.

Montag, 8. Oktober 2012

Mohr im Hemd oder wie ich auszog, die Welt zu retten- Martin Hovárth


 http://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila_hires/Horvath_MMohr_im_Hemd_125840.jpg









DVA
Roman
Gebundenes Buchmit Schutzumschlag
352 Seiten
ISBN: 978-3-421-04547-8
19,99 Euro (D)
Random House Verlagsgruppe  





Kurzbeschreibung:

Ali ist 15 und lebt in einem Wohnheim für Asylbewerber in Wien. Ali ist allerdings nicht sein richtiger Name und ob er wirklich 15 ist, verrät er uns nicht. Ali kann alle Sprachen fliessend sprechen und kennt alle Bewohner des Hauses und deren Geschichten. Oftmals liest er sie aus ihren Gesichtern, darüber sprechen müssen die Bewohner nicht, aber er erzählt ihre Geschichten in der Küche von Pietra.
Seine Geschichte verdrängt er.

Meine Meinung:

Ali war mir am Anfang sehr unsympathisch. Durch seine Gedanken, der gehobenen Aussprache und das Gefühl, er sei allwissend wirkte er sehr arrogant und älter als er sich gibt. Aber in den richtigen Momenten, ist seine überspitzte Art der Erzählung sehr humorvoll. Im Laufe der Geschichte und mit dem Auftauchen kurzer Einblicke in seiner eigenen Geschichte, wurde er für mich greifbarer, bekam mehr Farbe. Doch im Endeffekt bliebt er immer ein wenig geisterhaft.
Die Schreibweise von Martin Hovárth ist gewöhnungsbedürftig. Ich habe ein wenig gebraucht, um mich in das Buch einzulesen. Sie ist sehr poetisch und langsam. Diese Langsamkeit kann man auch mit dem Leben der Bewohner innerhalb des Heimes vergleichen. Sie gelangen nach ihrer Flucht in dieses Heim und ihnen bleibt nichts anderes als zu Warten. Warten und hoffen, auf einen positiven Bescheid, der ihnen die Genehmigung zum Aufenthalt gibt. Das ihre Flucht ein Ende hat. Mit dem Warten steigt allerdings auch die Angst vor der Abschiebung. 
Martin Hovárth ist es gelungen, diese schwere Thematik umzusetzen und den Leser zum nachdenken zu bewegen. Mit Ali beschreibt er das Verhalten der Gesellschaft gegenüber den Flüchtlingen mit einer grossen Portion Ironie. Aber gerade das, rüttelt einen beim Lesen wach.
Mich hat das Buch sehr zum Nachdenken gebracht...

Fazit:
Ein Buch, welches sprachlich gewaltig ist und wachrütteln möchte. 

Samstag, 6. Oktober 2012

Das Schneemädchen- Eowyn Ivey


 http://www.rowohlt.de/fm/501/978-3-463-40621-3.jpg









Kindler
Belletristik/Literatur
Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag
464 Seiten
ISBN: 978-3-463-40621-3
19,95 Euro (D)
Rowohlt Bücher





Kurzbeschreibung:

Mabel und Jack fliehen nach einem Schicksalsschlag, den Verlust ihres Babys, an die Zivilationsgrenze von Alaska. Sie wollen dort ihren Schmerz und Kummer vergessen und fangen ein neues Leben als Farmer an.
Aber die Einsamkeit und die ständigen Sorgen ums Überleben scheint die beiden Liebenden unüberwindbar zu distanzieren. Bis der erste Schnee fällt und Mabel und Jack in einem Gefühlshoch ein Kind aus Schnee bauen. Am nächsten Tag ist das Schneegebilde kaputt und es fehlen Handschuhe und Schal.
Bald darauf erblicken sie am Waldrand ein kleines, blondes Mädchen in Begleitung eines Fuches. Wer ist dieses kleine Mädchen und wie kann sie in der Wildnis überleben?

Das Cover:

Das Cover ist schlicht, aber wunderschön gestaltet. Es stellt das Mädchen in Begleitung mit dem Fuchs dar, welches auf einer zarten Schneedecke läuft. Das Bild ist in weiss und sieht aus, als sei es auf den blauen Hintergrund gedruckt.

Meine Meinung:

Die Geschichte von Mabel, Jack und dem Schneemädchen hat mich sofort in den Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Man taucht ein und ist mittendrin in einem zauberhaften Märchen.
Die Personen sind schön herausgearbeitet und man fühlt mit ihnen. Man teilt ihr Leid, den Schmerz über den Verlust, die Ängste vom Scheitern, aber auch ihre Freude und Höhepnkte sind spürbar. Man wünscht sich im Laufe der Geschichte nichts sehnlicher, als das die Beiden ihr Glück finden.
Die Umgebung in der die Geschichte spielt ist wunderbar und bildhaft mit Worten gezeichnet, die Kargheit der Natur im Winter, die Zartheit der ersten Schneeflocken, das Tauen im Frühling und damit das Erwachen der Natur, wo es alles wieder grün und üppig wird. Man spürt förmlich die Wärme im Blockhaus und die Kälte des Winters.
Die Geschichte ist so wortgewaltig und voller Emotionen, ich bin immer noch sprachlos.

Fazit:
Ein wunderbares, berührendes Märchen für Erwachsene. Zauberhaft und Geheimnisvoll!