Donnerstag, 3. Januar 2013

ambra- Sabrina Janesch

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Roman
Gebunden mit Schutzumschlag
372 Seiten
22,99 Euro (D)
ISBN: 978-3-351-03500-6

Aufbau Verlag

 

 

 

 

 

Inhalt:

Kinga erfährt nach dem Tod ihres Vaters von der polnischen Seite ihrer Familie und einer kleinen Wohnung, die sie nun geerbt hat. Ausserdem bekommt sie einen kleinen Anhänger, eine Spinne in Bernstein eingeschlossen, der seit Generationen im Familienbesitz ist. Mit diesem Anhänger bekommt Kinga immer wieder Visionen, die die Vergangenheit ans Licht bringt.
Sie reist zur Stadt am Meer und trifft auf die Familie. Aber das Treffen ist sehr angespannt, das seit Generationen ein Streit zwischen der deutschen und polnischen Familie herrscht und die Wohnung macht eine Annäherung nicht gerade leicht...

Meine Meinung:

Das Buch ist in mehreren Erzählsträngen aufgeteilt, die sich innerhalb der Kapitel abwechseln. Dieses wird durch kleine Symbolen kenntlich gemacht, die den Anfang des jeweiligen Erzählstrang anzeigen.
Es gibt den Rückblick in die Familiengeschichte, die Geschichte des Bernsteinanhängers und des Streites, der seit Generationen herrscht. Dann erzählt Kinga ihre Wahrheit, ihre Visionen, die der Anhänger unkontrolliert hervorbringt. Ausserdem gibt es den Stadtschreiber mit seiner Version der Geschichte und seiner eigenen Wahrheit. Die Geschichte von Kinga und dem Stadtschreiber scheinen am Anfang noch übereinzustimmen, aber mit jedem Kapitel entfernen sie sich. Der Leser wird so "gezwungen" sich sein eigenes Bild zu machen und sich seine eigene Meinung bilden.
Es war für mich in Ordnung, dass die Kapitel sehr offen gehalten waren, aber leider war das Ende genauso offen. Damit bin ich nicht ganz klar gekommen und ich hätte mir auf einige Fragen noch Antworten gewünscht. Halt ein greifbareres Ende.
Der Schreibstil ist wundervoll. Ruhig fließt die Geschichte dahin und trotz der ruhigen Art, ist sie so intensiv. Schon die ersten Seiten zogen mich in den Bann, eine wundervolle Liebeserklärung an Danzig, die ich mehrmals gelesen habe.
Das Buch ist sehr ruhig und auch zum lesen benötigte ich vollkommene Ruhe. Es ist kein Buch für zwischendurch, sondern ein Buch, welches viel Aufmerksamkeit vom Leser beansprucht. Und Zeit zum nachdenken.
Die Spannung, die aus dem Wechselspiel der Erzählstränge und dem Wechsel aus Mystik, Magie und Realität aufgebaut wird, verliert im mittleren Teil spürbar, kommt aber gegen Ende wieder voll zurück.

Fazit:

Sehr ruhig und sehr intensiv. Eine fesselnde Familiengeschichte.

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LG Mone