Mittwoch, 13. Februar 2013

Die Hurenkönigin- Ursula Neeb

http://www.ullsteinbuchverlage.de/media/9783548283760_cover.jpg 
 Broschur
400 Seiten
8,99 Euro (D)
 ISBN-13: 9783548283760 




Inhalt:

Frankfurt, 1511: Durch immer mehr Fälle der Geschlechtspest gerät auch das städtische Frauenhaus in Verruf. Verschiedene Drohungen bekommen die Hübscherinnen und ihre Hurenkönigin zu hören. Als dann die Hure Rosi verschwindet und wenig später bestialisch ermordet aufgefunden wird, macht sich die Hurenkönigin auf die Suche nach dem Täter...

Meine Meinung:

So wirklich begeistert bin ich von dem Buch nicht. Es plätschert den größten Teil gemütlich dahin und große Spannung kommt nicht auf. Vieles war vorhersehbar und auch der Mörder war schnell entlarft. Wobei über die Hintergründe der Tat erst am Ende des Buches eine Auflösung gab. Diese war dann auch vollkommen stimmig und passten.
Der Einstieg ins Buch ist leicht und gelingt ohne größere Mühe. Die Anzahl der Personen hält sich in Grenzen und man kann den Überblick nicht verlieren. Die Handlungsorte sind ganz toll beschrieben. Ursula Neeb schafft es stellenweise die Stimmungen einzufangen und somit wurde das Buch dann ein wenig lebendiger.
Allerdings blieben die Personen für mich sehr blaß und ich konnte keine rechten Sympathien für sie entwickeln. Die Hurenkönigin, die einen großen Teil der Geschichte einnimmt, ist in ihrer Art sich zu bewegen und zu äußern sehr gut beschrieben. Eine Frau mit einem großen Herz, die sich für ihre Hübscherinnen einsetzt und dabei an manchen stellen ein recht loses Mundwerk hat. Da nimmt dann auch die Autorin kein Blatt vor den Mund und lässt sie sagen, was gesagt werden muss und das in einer deftigen Wortwahl. So konnte ich sie mir gut vorstellen, aber wirklich warm geworden bin ich mit ihr nicht. Durch ihre ganzen Launen, die nicht immer die Besten sind, leidet das Buch ein wenig und stellenweise wird es dann zu langatmig. Der Kriminalfall rückt dabei sehr in den Hintergrund.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und ohne Anstrengungen zu lesen. Die damaligen Gegebenheiten sind sehr gut getroffen. Der Beruf der Hübscherin, die Ausgrenzung und Verschmähung der Gesellschaft, gegenüber dem Frauenhaus. Die Stellung der Kirche und des Klosters. Alles ist authentisch wieder gegeben.
Das Ende wird dann für dieses Buch wirklich sehr spannend, aber es überraschte mich nicht mehr. Alle vielleicht noch offenen Fragen, werden beantwortet.

Fazit:

Es ist ein gut zulesender Roman für Zwischendurch. Leider fehlte mir noch eine richtige Überraschung, die dem Roman dann erst so richtig spannend gemacht hätte.

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LG Mone