Montag, 22. April 2013

Der stille Sammler- Becky Masterman

Bastei Lübbe
Hardcover, 397 Seiten
Ersterscheinung: 19.04.2013
ISBN: 978-3-7857-2476-7
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Inhalt:

Brigid Quinn, ehemalige FBI- Agentin, könnte ihren Ruhestand eigentlich genießen. Doch es gibt einen ungelösten Fall, der sehr an Brigid nagt. Sie konnte den Route- 66- Killer, den sie jahrelang gejagt hat, nicht schnappen. Im Zuge der Ermittlungen verlor sie eine junge FBI-Agentin und die Schuld an den Verlust gibt sie sich. 
Nach Jahren scheint es, als sei der Täter geschnappt worden. Um der Todesstrafe zu umgehen, gibt dieser den Ort bekannt, wo die verschwundene Agentin liegt. Aber die leitende Agentin Coleman spürt, daß etwas nicht stimmt und vertraut sich Brigid an. Gemeinsam ermitteln sie weiter und geraten bald darauf in großer Lebensgefahr.


Cover/Titel:

Ein Käfer und etwas Blut ziert das Cover. Welche Bedeutung dieser allerdings mit der Geschichte hat bleibt mir ein Rätsel. Der Titel ist allerdings stimmig und spätestens nach dem lesen des Buches, weiß man auch, warum dieser Titel gewählt wurde.

Meine Meinung:

Brigid Quinn erzählt ihre Geschichte und läßt den Leser an den Ermittlungen und Ereignissen der wenigen Taga teilhaben. Dabei bindet sie den Leser immer wieder durch Fragen mit ein und beantwortet diese gleichzeitig. 
Schon der Prolog, der aus Sicht eines Gerald Peasils geschrieben wurde, setzt ein hohes Maß an Spannung, welches leider ein wenig danach gelitten hat, allerdings immer wieder aufkam. Es werden im Verlaufe des Buches viele falsche Fährten gelegt, die sich teilweise in Luft auflösen. Einen wahren Täter bekommt man nicht zu fassen und bleibt auch bis zum Schluß ein Geheimnis.
Brigid Quinn ist nicht die typische Ermittlerin. Mit 59 Jahren hat sie schon so einiges erlebt und sehr lange Undercover gearbeitet. Doch leider sind einige ihrer Entscheidungen nicht immer logisch und nur schwer zu begreifen. Ihr altes Leben als Agentin fließt immer wieder mit in die Geschichte ein.
An ihrer Seite steht Laura Coleman. Eine junge, dynamische Ermittlerin, die vieles von dem verkörpert, was Brigid mal war. 
Während Brigid einiges an Sympathiepunkte von Anfang an bekommen hat, viel es mir schwer, Laura nur ansatzweise zu mögen. Sie ist sehr starköpfig und setzt sich über vieles einfach hinweg. Ihre Art, wie sie rüberkommt, gefiel mir nicht so gut.
Neben den 2 Hauptprotagonisten gibt es noch eine ganze Reihe an Nebendarstellern, die mal mehr oder weniger gut dargestellt sind. Besonders Brigids Ehemann blieb für mich sehr blaß und da er einen großen Teil der Geschichte einnimmt, hätte ich mir ein wenig mehr Tiefe bei ihm gewünscht. 
Die Handlung ist zeitweise sehr unlogisch gewesen. Manche Gedankengänge konnte ich absolut nicht folgen, weil sie für mich nicht begreifbar waren.
Das Ende kam für mich sehr überraschend und schnell. Erstmal hätte ich mit diesem Täter überhaupt nicht gerechnet und dann hatte ich ein wenig das Gefühl etwas verpasst zu haben. 
Vom Schreib- und Erzählstil bin ich richtig begeistert. Becky Masterman schreibt bildhaft, fesselnd und flott. Sie hat nach wenigen Seiten eine wunderbare Atmosphäre erschaffen. Sie läßt einige wahre Fälle des FBIs und echte Websites geschickt in die Geschichte mit einfließen.

Fazit:

Ein gelungenes Debüt, mit einem erfrischenden und flotte Schreibstil, der aber auch sehr fesselnd ist und einer Ermittlerin, die sich aus der Masse der Ermittler hervorhebt.
Trotz einiger Schwachstellen absolut lesenswert.                
  

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LG Mone