Sonntag, 2. Juni 2013

Die Bestien von Belfast- Sam Millar


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 ATRIUM
288 Seiten, Broschur
ISBN-13: 978-3-85535-510-5
16,95 Euro (D)
Hier gibt es noch mehr Infos zum Buch

Inhalt:

Karl Kane ist Privatermittler. Pleite und ohne wirkliche Jobs. Eines Tages findet man die Leiche eines Mannes und kurz darauf kommt ein zwiellichtiger Auftraggeber in sein Büro. Er möchte mehr über die Todesumstände wissen. Ehe sich Kane versieht, ist er in einem mysteriösen Fall geschlidert und seine eigene Vergangenheit scheint ihn einzuholen.


Meine Meinung:

Der 1. Fall von Karl Kane hat es in sich. Die Tagen sind grausam und brutal. Schonungslos schildert Sam Millar was in den Opfern vor sich geht, während sie sterben. Doch er bewahrt sich durch seine Schreibweise eine gewisse Distanz, womit man einen Abstand zu den Grausamkeiten halten und diese dann auch gut lesen
kann. Aber trotzdem ist es nichts für schwache Nerven und ich habe mich nicht nur einmal ziemlich gegruselt.
Die Spannung wird sehr hoch gehalten und schon nach ein paar Seiten meint man, mehr kann nicht kommen.
Doch es gibt noch ein mehr, wie Sam Miller beweist. 
Das Ganze wird dann durch die Art und Weise wie sich Kane gibt aufgelockert. Mit seinem trockenen Humor und seiner Direktheit fand ich ihn einfach klasse als Ermittler. Aber auch Kanes Freundin ist für mich eine ganz tolle Figur gewesen. Ein wenig der Ruhepol in diesem Krimi, nimmt sie den verschrobenen Kane so wie er ist.

Mehrere Handlungsstränge sorgten für anfängliche Verwirrung, wo die schwankenden Tagesangaben zu Kapitelbeginn noch mehr verwirrten. Ich bin sehr lange im Dunkeln getappt und konnte mir kaum einen Reim auf diese Geschichte machen. Das Motiv war zwar klar, aber wer dahinter steckt, bleibt bis zum Ende eine Überraschung. 
Zwischendurch streut Sam Millar geschickt einige Hinweise auf, die dazu neigen überlesen zu werden. Doch beim großen Show-Down wird alles logisch aufgeklärt und man hat den ein oder anderen Aha-Effekt, wenn man solch Hinweise überlesen hat.

Der Schreibstil ist hervorragend. Sam Millar weiß, wie weit er gehen kann, um seine Leser zu schocken ohne sie zu vergraulen. Die Charaktere sind schön ausgearbeitet, obwohl ich mir bei Kane ein wenig mehr Tiefe gewünscht habe. Ich bin mir sicher, dass das noch kommen wird, es war ja jetzt erst der erste Fall und die weiteren Fälle werden von mir schon sehnsüchtig erwartet. Die Handlungsorte sind hervorragend beschrieben. Man bekommt die Stimmungen in Belfast mit und hat genaue Vorstellungen, wie die Orte aussehen.

Fazit:

Atemlose Spannung von der ersten Seite an. Nichts für schwache Nerven.

1 Kommentar :

  1. Mone, thank you for taking the time to read and review my book.
    Sam
    Sam Millar
    www.millarcrime.com

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LG Mone