Montag, 3. Juni 2013

Ein Mann von Welt- Antoine Wilson

Ein Mann von Welt 
Insel
Roman
324 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
  ISBN: 978-3-458-17564-3 
19,95 Euro
Hier gibt es mehr Infos zum Buch und eine Leseprobe

Und wieder ein tolles Buch aus dem Suhrkamp/Insel Verlag, welches ich rezensieren durfte. Herzlichen Dank für die Bereitstellung des Exemplars.

"Aber mein Punkt ist, dass die Welt nicht entweder so oder so ist, Juan-George, sie ist beides."(S. 323)

 

In "Ein Mann von Welt" durfte ich Oppen begleiten, wie er das letzte Jahr verbracht hat. Er hat diese Geschichte seinem ungeborenen Sohn erzählt, aufgenommen auf Kasetten, wo vorher die Bibel drauf war.
Dabei handelt es sich ja eigentlich nur um ein Mißverständnis, dass er im sterben liegen soll. Der Arzt hat sich für Oppens Ohren einfach nur nicht klar ausgedrückt. Und auch das letzte Jahr wäre nicht so gelaufen, hätte 
er seinen Vater nicht neben den Familienhunden beerdigt. Doch woher sollte Oppen es auch wisse, dass man nicht jeden Wunsch eines Toten erfüllen darf. So kam es, dass der 27 jährige Oppen zu seiner Tante musste und da fing der ganze Trubel dann an. Jeder weiß alles besser und eigentlich ist es egal, was Oppen sich wünscht, weil er es ja nicht wissen kann.
Doch Oppen bleibt so, wie er ist und versucht sich schon garnicht zu verstellen, nur damit er den anderen gefällt. Er macht, was ihm gefällt und das ist bei Gott nicht das, was die Gesellschaft von ihm erwartet.
Die Geschichte ist unerhört komisch, doch Antoine Wilson schafft es, dass Oppen nicht lächerlich wirkt. Er wirkt naiv, ein wenig vertrottelt, doch mit ganz viel Liebe wurde die Figur gezeichnet. Und so wie Oppen ist, ist auch der Schreibstil. Man kann sich richtig schön treiben lassen und zwischen den Zeilen, wo die leise Töne stecken, werden ernste Themen angeschnitten, die das Buch für mich rundum perfekt gemacht haben.
Oppen ist ein Außenseiter, hat nicht die großen Chancen, aber er findet seine große Liebe und die nimmt ihn so, wie er ist. Und mit seiner großen Liebe findet er auch das große Glück dieser Welt.
Und am Schluß wird alles gut, für Oppen, Carmen und seinen ungeborenen Sohn Juan-George. 

Fazit:
Wie ein Märchen lässt sich das Buch lesen.  

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LG Mone