Mittwoch, 3. Juli 2013

Alleine weinst du wütender- R. B. Mitchell

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Paperback, 208 Seiten
ISBN: 978-3-7751-5489-5
9,95 Euro (D)
Hier gibt es weitere Infos rund ums Buch und man kann es bestellen.



"Wer das zu Hause findet, in dem er kein Gast ist, hat alle Hoffnung" (S. 195)
 
Robert Mitchell hat ein bewegendes Leben gehabt. Als er 3 Jahre alt war, verlässt der Vater die Familie und versucht sich kurz darauf umzubringen. Seine Mutter weiß sich nicht anders zu helfen und gibt den kleinen Rob in ein Waisenhaus ab. Zumal sie durch ihre psychische Erkrankung sich kaum um sich selbst kümmern kann. Es beginnt für ihn die Suche nach einem zu Hause, einer Familie die ihn liebt. 
In einem Sommerlager lernt er eine hübsche Pastorentochter kennen und er beginnt sich mit der Bibel und Gott auseinander zu setzen. Ein Neuanfang beginnt und viel Arbeit liegt vor Rob.


Sehr distanziert erzählt Rob Mitchell seine Lebensgeschichte, die doch so emotional ist. Man spürt die Wut und Trauer des kleinen Robby, doch irgendwie ging es mir nicht so nah. Es ist ein gutes Buch, eine erschreckende Geschichte, die aber auch zeigt, egal wie schrecklich das Leben ist, verlier nicht die Hoffnung.
Rob Mitchell hat es geschafft, egal wie oft er am Boden gelegen hat, er ist wieder aufgestanden und hat weiter gemacht. Er hat etwas aus seinem Leben gemacht und dabei nie diejenigen vergessen, die ihm auf seinem Weg begleitet haben und ihn geliebt haben oder die unbewußt einen Ratschlag für ihn hatten. Das Buch beginnt mit der Danksagung und man sollte sie lesen. Es ist eine sehr gefühlvolle und persönliche Danksagung.
Das Leben im Heim ist hart, der Stärkere hat das Sagen, die Erzieher arbeiten mit Zuckerbrot und Peitsche. Auch das erfährt Rob schon am ersten Tag, weint er doch, weil er verlassen wurde. Im Laufe seines Heimaufenthaltes gerät er in viele Situationen, die er beschreibt. 

"Als ich mich nach Gott und der Hoffnung ausstreckte, die er jedem unabhängig von Herkunft, Sprache oder Kultur anbietet, habe ich erkannt, dass nichts, worunter ich leiden muss, weder Misshandlungen noch Gleichgültigkeit, nichts, das geschehen ist oder je geschehen wird- auch nicht der Tod-, mich von der Liebe Gottes trennen kann. Aus der Liebe heraus konnte ich anderen vergeben und meine schmerzliche Vergangenheit hinter mich lassen- so, wie sie vielen anderen geholfen hat zu vergeben und Freiheit zu finden." ( Seite 195)  

Diese Erkenntnis ist ein wichtiger Teil, dass Rob einen Neuanfang starten kann, seine Vergangenheit abschließen und zu Hause ankommen kann, nach einer langen Suche. Leider ist mir das ein wenig zu schnell gegangen und ich hätte mir noch ein wenig mehr gewünscht, von seinem Weg  nach dem Neuanfang zu erfahren. Das ging mir leider ein wenig zu schnell.

Er möchte mit seinem Buch Mut machen und den Heimkindern aufzeigen, dass es sich lohnt, für sein Leben zu kämpfen und nicht das Leben zu führen, was sich in der Gesellschaft verfestigt hat. Jedes Leben zählt.

 

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LG Mone