Donnerstag, 25. Juli 2013

DANACH- Koethi Zan

 
Fischer Scherz
448 Seiten, Klappbroschur
14,99 Euro (D)
ISBN: 978-3-651-00045-2
Hier kann man das Buch bestellen
"Du denkst, du hast das Schlimmste überlebt. Doch das wahre Grauen beginnt jetzt- DANACH."
(Auszug vom Klappentext)
 Das hört sich doch schonmal sehr vielversprechend an und ich fand auch die Idee, die hinter dem Buch 


steckt, sehr interessant, doch leider konnte mich das Buch dann nicht so begeistern, wie ich erhofft habe.
Die Spannung ging häufig dem Nullpunkt entgegen und es gab soviele Länge im Buch, dass es mich nicht wirklich fesseln konnte. Das konnten die kurzen Rückblicke in die Vergangenheit nicht retten.
Sarah nennt sich jetzt Caroline und lebt seit ihrer Flucht aus Jake Derbers Gewalt, isoliert und zurückgezogen in einem fast sterilen Appartment. Sie verlässt nicht das Haus und lässt nur ausgewählte Besucher in ihre Wohnung. Ihre Therapeutin, die sie seit 10 Jahren begleitet, den FBI-Agenten, der den Fall bearbeitet hat und ihre Eltern.
Sie erlebt häufig Panikattaken, oft ausgelöst durch Briefe, die Jake Derber ihr aus dem Gefängnis schreibt. Ihre Therapeutin und der FBI-Agent versuchen sie zu schützen und würden am liebsten die Briefe vor ihr geheimhalten, doch sie besteht auf diese, hat sie doch die Hoffnung, das Jake ihr irgendwann verrät, wo die Leiche ihrer Freundin liegt, die dieses Martyrium nicht überlebt hat. Und dieses Hoffnung bestätigt sich auch, in den Briefen entdeckt sie, dass er Hinweise hinterlässt. 
Jetzt kommt es, was mir so garnicht gefallen hat. Sarah ist psychisch stark traumatisiert. Jahrelang isoliert sie sich von der Gesellschaft und dann fängt sie auf einmal an, Nachforschungen anzustellen. Sie reist zurück nach Oregon, wirft viele selbstauferlegte Regel über Bord und von anfänglichen Panikattaken ist bald nichts mehr zu spüren. Das was jahrelang ein Hinderniss in ihrem Leben ist, ist nicht mehr vorhanden und bald war da eine starke Frau gewesen. Irgendwie passte das nicht. Anfangs sagte sie häufiger: "Ich mach das nicht/ Ich kann das nicht", um sich dann doch breitschlagen zu lassen. Dabei lässt sie sich ja eigentlich nicht manipulieren. 
Dadurch, dass die Story aus ihrer Sich geschrieben wurde, waren ihre Gedanken und Handlungen immer präsent und ich hatte oft Mühe, dem ganzen zu folgen.
Gegen Ende nimmt die Geschichte nochmals ein wenig an Fahrt auf, aber so richtig fesseln konnte es mich dann nicht mehr. Es ging Schlag auf Schlag und wirkte auf mich, dass man hier unbedingt zum actionreichen Ende kommen muss. Vieles war vorhersehbar, einiges unlogisch von der Handlung her und es bleiben auch noch einige Fragen offen. 
Es war jetzt kein ganz schlechtes Buch, aber mir hat das gewisse Etwas gefehlt, was für mich ein Thriller ausmacht. Dabei geht es nicht um ein blutiges Gemetzel, aber ein wenig mehr Gänsehaut wäre schön gewesen. Die Protagonisten bleiben alles sehr blaß und der Geschichte fehlt die Tiefe. Es wird nur an der Oberfläche gekratzt und eine stimmige und logische Handlung wäre doch noch nett gewesen. Und ein Ende, was wirklich ein Ende ist, womit die Geschichte komplett abschließt, weil so, könnte man, wenn man ein wenig weiterspinnt, noch ein weiteres Buch herausbringen. Da es ein Debütroman ist, hoffe ich, dass das nächste Buch der Autorin, mich mehr überzeugen kann.

Fazit:

Die Idee war super, aber die Umsetzung fand ich nicht so gelungen.
  

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LG Mone