Donnerstag, 25. Juli 2013

Dein Blick so kalt- Inge Löhnig



ab 14 Jahren 
 368 Seiten, Klappenbroschur
ISBN 978-3-401-06762-9
 12,99 Euro (D)
Hier  kann man das Buch bestellen

Dies war mein erster Jugendthriller aus dem ARENA Verlag und er hat es wirklich verdient, als Thriller bezeichnet zu werden. Die Gestaltung des Covers ist ein richtiger Eyecatcher, vorallem durch das gelbe "Police-Line"-Band. Wenn man das vorsichtig ablöst, kann man es nachdem lesen, auch wieder über das Buch schieben. Sieht gut aus im Regal.


Die Geschichte beginnt langsam. Man lernt Lou kennen, ein 17 jähriges Mädel, die gerade die Schule beendet hat und jetzt einen Ausbildungsplatz in ihrem Traumberuf sucht. Leider nicht so erfolgreich, wie sie sich erhofft. Doch dann hat sie die Chance in München eine Praktikum zu absolvieren. Ihre Mitpraktikantin macht ihr das Leben schwer und der Chef der Agentur ist ein Grapscher. Doch Lou hält durch und lässt sich nicht unterkriegen. Ein ziemlich taffes Mädchen, dass für ihren Traum kämpft, aber auf der anderen Seite ist sie auch ziemlich sprunghaft gewesen. Doch ich fand ihren Charakter sehr überzeugend, denn so können 17 jährige sein, wenn sie kurz vor dem Erwachsenenalter stehen und einerseits auf eigenen Beinen stehen wollen, aber doch noch ein wenig Kind sind.

Während der erste Teil des Buches seicht vor sich hinplätschert und nur durch eingestreute Zeitungsartikel schon ein wenig den Blick auf die Zukunft richtet, lässt die Autorin so nach und nach die Spannung einfließen. Spätestens, als Lou konkret das Gefühl hat, sie wird beobachtet, "Ich bin immer bei Dir", war es um mich geschehen und das Buch hatte mich gepackt. Richtig gruselig das Gefühl, es stimmt etwas nicht, aber man bekommt es nicht zu fassen.
Ich habe mitgerätselt und man konnte wirklich gut miträtseln, gab es doch auf meiner Liste einige Verdächtige. Zusätzlich kamen immer noch die Einblicke aus der Sicht des Täters. Es ist nichts Neues, aber ich mag sowas und für mich hebt es die Spannung immer ein wenig an. Aber warum er während der Geschichte eine Diabetes entwickeln musste, dass bleibt mir Schleierhaft und ich fand es ein wenig zuviel.

Der Schreibstil ist flüssig und jugendlich, aber nicht verkrampft jugendlich und der Aufbau der Geschichte war stimmig gewesen. Nach dem schnellen Show-Down hat mir das Ende nochmals richtig gut gefallen. Es war eine lockere, fröhliche Stimmung und Lou ist nicht zerbrochen.

Fazit:

Ein solider Jugendthriller ab 14 Jahren. Inge Löhnig hat ein Gespür, wie sie mit Worten die Angst aufleben lässt.


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LG Mone