Samstag, 13. Juli 2013

ER: Die finsteren Winde dieser Welt- Stephan Berg

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288 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-7655-1618-4
16,99 Euro (D)
Hier kann man das Buch bestellen.

Es ist unglaublich, was Stephan Berg in jungen Jahren erlebt hat. Von seiner Mutter unterdrückt, vom Vater hat er nur wenig mitbekommen, da dieser meist arbeiten war, heiratet er mit 18 Jahren und wird kurze Zeit später Vater. Doch er kann seine junge Familie nicht versorgen, Schulden haben sich aufgebaut, die er nicht zurückzahlen kann und lange hält er es nicht in einem Job aus.

Durch den Einfluß von falschen Freunden, Alkohol und Drogen beginnt er erstmals eine Karriere als Einbrecher und landet später bei der marokkanischen Mafia. Seine Familie rückt immer mehr in den Schatten und der Glaube an Gott spielt nur dann eine Rolle, wenn er gerade wieder in einer aussichtslosen Situation steckt. Doch irgendwann geht er in seinem Glauben auf und wird mit ganzen Herzen Christ. Er merkt, dass Jesus ihn nie alleine gelassen hat. Sein Leben ändert sich und er bittet jene Menschen um Vergebung denen er geschadet hat. 

Schonungslos und eindrucksvoll schildert Stephan Berg seine Lebensgeschichte, welches manchmal so spannend ist wie ein Krimi. Er läßt dabei nichts aus und oft scheint es ein Wunder gewesen zu sein, dass er die ein oder andere Situation überhaupt lebend überstanden hat.
Es ist ein Prozess den er auf dem Weg zum Christen durchlaufen hat, der von Rückschlägen und Zweifeln geprägt wurde. Man spürt seine innere Unruhe, seine Suche nach seinem Lebensweg, bis er am Ziel angekommen ist. 
Ich war von der ersten Seite an gefesselt von seiner Geschichte und ab und zu musste ich mir vor Augen halten, dass es eine wahre Geschichte ist, weil es für mich unvorstellbar war. Schön fand ich, dass er zum Titel seines Buches innerhalb der Geschichte bezug genommen hat.  So wird "ER" immer groß geschrieben. Die Beziehung die er zu Gott hat verändert sich im Laufe der Geschichte. Er hinterfragt einiges, aber er lässt den Leser spüren, egal wie hoffnungslos eine Situation ist, egal, wie oft man an Gott zweifelt, er ist bei einem und lässt einem nicht in Stich.
Das Thema Gott ist im ganzen Buch vorhanden. Immer wieder taucht es mehr oder weniger stark auf und am Wendepunkt, wo er sein Leben Gott anvertraut, ist es immer präsent. Aber ich hatte nicht das Gefühl gehabt, dass er mich jetzt bekehren möchte, es ist seine persönliche Erfahrung die Stephan Berg mit Gott gemacht hat.

Leider kam mir das Ende viel zu abrupt. Noch gefangen von der Geschichte, war das Buch auf einmal zu Ende und man bekam auf der gleichen Seite noch Informationen zum Autor. Irgendwie hätte ich mir da ein klareres Ende gewünscht.

Fazit:

Eine wahre Geschichte, die sich liest wie ein Krimi.

 

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LG Mone