Dienstag, 30. Juli 2013

Schneeweiß, blutrot- Susanne Mischke


Arena X-Thriller
ab 14 Jahren
376 Seiten, Klappenbroschur mit Banderole
ISBN 978-3-401-06845-9 
12,99 Euro (D)
Hier geht es zum Buch
Arena-Verlag 

Die Arena X-Thriller versprechen noch mehr Spannung auf noch mehr Seiten- und dieses Versprechen halten sie auch. Schneeweiß, blutrot von Susanne Mischke bildet da keine Ausnahme. Innerhalb 24 Stunden habe ich dieses Buch inhaliert, einmal angefangen ließ es sich nur schwer aus der Hand legen.

Milena und ihre Clique planen einen Zurück-zur-Natur-Ausflug über Silvester. Auf einer Jagdhütte in den Schweizer Alpen, die Vincents Onkel gehört, wollen sie ein paar schöne Tage verbringen. Natur pur, ohne Handy, Internet oder sonstigen Alltags-Schnick-Schnack.
Schon der Anstieg zur Hütte birgt seine Gefahren und als noch Schnee fällt ist eine geplante Rückkehr ausgeschlossen. Und dann geschehen unerklärliche Dinge. Diese lassen die psychische Belastung der Einzelnen erhöhen und nach und nach gibt es Spannungen in der Clique. Freunde verschwinden, ein Mord geschieht...Doch wer steckt hinter all dem? Wen kann man noch trauen?
Ehrlich, ich hatte zwischendurch ganz schön Gänsehaut gehabt. Bis zum Schluß gibt es soviele Fährten, die zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen und nicht nur die Protagonisten verwirrten. Die Verzweiflung von Milena, die bald nicht mehr weiß, was ist jetzt Realität, wen kann sie noch trauen, ist spürbar.
Diese Buch zeigt auch wieder deutlich, dass man Spannung nicht unbedingt mit viel Gewalt erreicht, sondern, dass man auch einen Weg finden kann, der auf die Psyche des Menschen zielt und der genauso Wirkungsvoll ist. Und das auch wenn es ein Jugendthriller ist, kann man ihn sehr gut als Erwachsener lesen.

Die Protagonisten sind alle toll ausgearbeitet und man bekommt ein gutes Gespür wie die "Rangordnung" innerhalb der Clique aussieht.Was die Freunde in dieser extremen Situation über sich erfahren, wie die "Schwächeren" über sich hinauswachsen und wie sie erkennen, dass man seine Freunde doch nicht so gut kennt, wie man denkt, hat mir sehr gut gefallen. Es passte alles und nach und nach fügen sich auch die letzten Puzzelteile logisch zu einem gesamten Bild zusammen. Ich finde es immer ganz schlimm, wenn ein Ende unlogisch und voller offener Fragen ist, doch hier ist das Ende komplett stimmig und nachvollziehbar.
Die Spannung ist eigentlich immer vorhanden. In ruhigen Phasen brodelte sie im Untergrund weiter und wartete nur darauf wieder ausbrechen zu können. Der Handlungsort ist so idyllisch beschrieben, dass der Schein trügt. Denn in der Ruhe und Abgeschiedenheit geht es ganz schön unheimlich zu.

Fazit:

Ein Jugendthriller, der es in sich hat. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite.

 

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LG Mone