Montag, 26. August 2013

Gut. Besser. Das Beste auf der Welt.- Johanna Lindbäck

http://www.beltz.de/fileadmin/beltz/productsfine/9783407811448.jpg
ab 14 Jahren
368 Seiten, Klappenbroschur
14,95 Euro
 ISBN 978-3-407-81144-8
Hier kann man das Buch bestellen.
"Alles wovon ich geglaubt habe, es würde besser werden, wurde schlimmer." (Seite 145)
Nach einem Jahr London kommt Sara, 16, wieder nach Hause und nichts hat sich geändert. Das Leben plätschert dahin, alles ist ziemlich langweilig, alles noch immer so, wie es vor einem Jahr war. Nur die Freundschaft zu Bella und Mattias hat ziemlich gelitten, vorallem, weil Sara mit Mattias mal zusammen war. Es schmerzt ziemlich, dass Mattias sie kaum noch beachtet und ihr böse Blicke zuwirft, dabei möchte sie so gerne wieder mit ihm befreundet sein. Oder vielleicht doch mehr? Dann trifft sie auf Adrian und langsam merkt sie, dass er doch garnicht so übel ist. Und Mattias?

Johanna Lindbäck hat mit "Gut. Besser. Das Beste auf der Welt" ein schönes Jugend- Liebes- Verwirr-Buch geschrieben. Ich habe es sehr gerne gelesen und konnte mich auch sofort in Sara hineinversetzen. Das Buch ist aus der Sicht von Sara geschrieben und spiegelt ihr Gefühlschaos bis ins kleinste Detail. Somit bekommt man schnell ein gutes Gefühl für das Mädel, da sie ständig mit ihren Gedanken und Handlungen präsent sind. Dabei sind ihre Gedanken oft sehr taff, doch ihre Handlungen sind dann das Gegenteil. Ziemlich schräg, wenn man das eigentlich nicht möchte. Manchmal konnte ich ihr aber nicht folgen, vielleicht weil ich keine 16 Jahre mehr bin. Dann hätte ich das Mädel am liebsten mal ein wenig gerüttelt, dass sie wach wird und merkt, was sich so vor ihrer Nase abspielt. 
Leider blieben durch den Erzählstil der Sara die anderen Protagonisten ein wenig blass. Man hat halt nur die eine Sichtweise im Blick und man weiß nicht, was die anderen so fühlen. Das ist dann ein wenig einseitig, was schade ist, weil sonst wäre es vielleicht auch ein wenig lebendiger gewesen. Und ab und an hatte ich auch das Gefühl mit Sara auf der Stelle zu treten und nicht wirklich voran zu kommen. Aber so ist das beim Liebeskummer, es braucht eine Zeit, bis man wirklich loslassen kann. Das fand ich bei "Gut. Besser. Das Beste auf der Welt." auch gut eingefangen. Nicht alles ist so einfach, wie man sich das vorstellt und das musste Sara auch erst lernen. Die Liebe ist nun mal nicht einfach und ich fand es echt süß, wie Johanna Lindbäck den ersten Liebeskummer in Worte gefasst hat.
Der Schreibstil ist passend für ein 16 jähriges Mädel, dass momentan in einem großen Gefühlschaos steckt. Es ist nicht übertrieben jung gehalten, ich finde es gibt nichts schlimmeres, wenn ein Autor sich bemüht Jugendlich zu halten und es dann eher lächerlich wirkt. So wirkte es natürlich.

Fazit:

Wie die Liebe manchmal ist, verwirrend. Für Jugendliche in dem Alter ein schönes Buch, für Erwachsene nur, wenn sie mit der Gedankenwelt einer 16 jährigen auch klar kommen.
  

Kommentare :

  1. Huhu, tolle Rezi :)
    Ist vielleicht auch was für mich *-*
    Das mit dem schönen Blog kann ich nur zurückgeben, vor allem das Design gefällt mir sehr :)

    LG Fina

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  2. Meinst du das Buch ist eher für junge Leser geeignet? Ich möchte die Protagonistin nämlich nicht schütteln müssen wegen ihrer Naivität ;)
    Mit so Mädels kann ich leider gar nichts anfangen...

    LG Kasia

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    1. Ja, es ist wirklich ein Jugendbuch und man muss sich eigentlich schon bewußt werden, wie man vielleicht selbst mit 14-16 Jahren war. Ich bin ja auch schon ein wenig über 16 Jahren und ab und an hätte ich sie gerne mal wach gerüttelt.
      Also, wenn man da dann zu "erwachsen" ist und die Naivität, die Sara dann an den Tag legt nicht mag, würde ich das Buch liegen lassen.

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  3. Hallo Mone, danke für den Tipp. Ich habe auch oft das Bedürfnis, einen Buchcharakter zur Besinnung schütteln zu müssen :-) Insofern merke ich mir das Buch mal.
    Liebe Grüße

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LG Mone