Samstag, 7. September 2013

no_way_out- Alice Gabathuler

http://cms.thienemann.de/daten/cms/cover/gross/9783522201780.jpg 
Broschur
336 Seiten
Ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-522-20178-0

Preis: 12,95 €
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Nach anfänglichen Schwierigkeiten, weil mir die Geschichte im ersten Moment doch recht verwirrend geschrieben war und ich mit den Personen erstmal so garnicht warm wurde, konnte ich es aber ab dem 2. Teil dann nicht mehr aus der Hand legen. Und es hat sich gelohnt, denn ab da nimmt die Geschichte echt an Fahrt an.



Mick ist ein 17 jähriger Ausreißer, mit einer dunklen Vergangenheit. Einer unschönen Vergangenheit. Und er soll die reiche Erbin umgebracht haben, doch er kann sich an nichts erinnern. Verwirrt wegen der Ereignisse, nimmt er die Tochter des Opfers als Geisel und flieht. So verwirrend Mick ist, so verwirrend ist das Buch auch. Es ist aus Micks Perspektive geschrieben und dies spiegelt seine Verwirrtheit sehr gut. Es macht den Leser teilweise schier kirre, weil er den Faden verliert. Das ganze wird noch unterstützt von Smiley, einem jungen Obdachlosen, der ein wenig Wirr im Kopf ist, aber dafür doch ein paar ganz schlaue Sachen sagt und Mick irgendwie immer ein wenig auf den Boden holt. Er ist der einzigste, den Mick vertraut und Mick hat das Vertrauen in die Menschen verloren, was an seiner Vergangenheit liegt.

Das Buch beschäftigt sich mit einem kritischen Themen, Jugendkriminalität und zeigt teilweise in einer Art Verschwörungstheorie auf, was manche Leute dagegen tun möchten. Und ab dem Moment kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es wird klarer und ein deutliches Bild zeichnet sich im Kopf ab. Rasant, manchmal ein wenig unglaublich, ist die Geschichte von Mick, aber es geht nie so weit, dass es sich zu sehr von dem Möglichen, was vielleicht passieren könnte, entfernt.
Die Twitter-Zitate am Anfang eines jeden Kapitels passten im Nachhinein sehr gut. Eine schöne Diskussion, die auf Grundlage der Geschichte entstanden ist. Durch die Zeitungsausschnitte die ab und zu in das Buch eingebunden sind, bekommt man einen umfassenden Blick auf den Fall. Doch sie sind auch sehr erschreckend, wie schnell man sich auf einen möglichen Täter festgelegt hat und mit den Twitter-Zitaten von manchen eine Hetzjagd inszeniert wurde.

In 47 kurzen Kapiteln, die die Spannung immer ein Stückchen heben geht es ab dem 2. Teil rasant durch das Buch. Ab und an gibt es kleinere Ruhephasen, die man aber als Leser braucht um neue Luft zu schöpfen für den Endspurt. Nachdem ich mit Mick warm geworden bin, tat er mir auch unendlich leid. Die Autorin hat eine Geschichte erschaffen, die jenseits des Guten liegt und teilweise wirklich erschütternd war. Wie weit gehen Menschen, um einen Vorteil zu erzielen? So weit mag man eigentlich garnicht denken...Doch Alice Gabathuler schaut soweit und hat dies zu Papier gebracht.

Am liebsten mochte ich Smiley. Er war die Figur, zu der ich von Anfang an einen Draht hatte und die ich sehr mochte. Der, der von sich selbst sagt, er hätte einen kaputten Kopf und auch zu den Aussenseitern der Gesellschaft gehört, hat doch das ein oder andere kluge Wort gebracht und hatte irgendwie etwas Bodenständiges an sich, was die Geschichte brauchte.
Mit ihm, der Tochter des Opfers und einer geheimen Organisation stellen sie sich dem mächtigen Gegner.

Das Ende ist dann um weiten nochmals spannender. So nach und nach werden alle offenen Fragen beantwortet und es kommt zu einem stimmigen Abschluss der Geschichte. Und auch wenn man weiß, wie es geschehen ist, nimmt es nicht die Spannung, denn das gesamte Paket der Themen, mit denen sich das Buch sich befasst, ist genial umgesetzt.


Ich bedanke mich bei Blogg dein Buch und dem Thienemann-Verlag für diesen richtig guten Jugendthriller.


Fazit:

Ein Buch, dass es in sich hat. Verwirrung, Spannung und ein kritisches Thema in einem Jugendthriller vereint.


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