Freitag, 20. September 2013

Todesengel- Andreas Eschbach

Bastei Lübbe
Hardcover, 541 Seiten
Ersterscheinung: 20.09.2013
ISBN: 978-3-7857-2481-1
19,99 Euro (D)
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Mein erster Eschbach und ob es der Letzte sein wird, dass glaube ich nicht. Ich war lange nicht mehr von einem Buch so überzeugt gewesen, wie von diesem hier. Ein Buch, welches noch lange nachdem lesen, in den Gedanken bleibt. Ein brisantes Thema in einem unglaublich spannenden Thriller eingebettet.


Wenn der Staat nicht mehr in der Lage ist, die Gesellschaft vor Unrecht zu beschützen, darf dann ein Einzelner hingehen und die Schuldigen sühnen, Gerechtigkeit für die Opfer ausüben? So ein strahlender Engel geht in der Stadt um und tut genau dies. Aber niemand will den Opfern erst glauben, man hält es unter Verschluss, bis ein Journalist mit der Wahrheit ans Tageslicht kommt. Eine Jagd auf den Todesengel beginnt. Wer ist er und warum sieht er sich als Auserwählen und die Schuldigen selbst zu bestrafen.

Unglaublich spannend und temporeich ist der Todesengel von Andreas Eschbach. Er befasst sich mit einer brisanten Thematik und hat mich damit ganz schön zum nachdenken gebracht. Und ehrlich, ich habe bis jetzt keine Lösung parat, wie man mit dieser Situation umgehen soll. Aber mehr möchte ich jetzt nicht verraten, am besten lest das Buch und macht euch euer eigenes Bild.

Mehrer Handlungsstränge tauchen am Anfang auf und ich war erstmals ein wenig verwirrt mit all den Namen und verschiedenen Umgebungen. Das alles ein wenig auseinander zu halten ist mir schwer gefallen und ein wenig skeptisch war ich dann geworden, ob der Autor es schafft, dass alles am Ende für mich logisch aufzulösen. Doch das war eigentlich unbegründet, denn das Ende ist sehr logisch und der kleinen Zukunftsvision, mit denen man im Roman konfrontiert wird, ist dann auch nicht so weit hergeholt. Wer weiß schon, was es so alles gibt, was noch geheim gehalten wird.

Die Protagonisten haben alles ihren eigenen Charakter. Keiner ähnelt dem anderen und jeder hat so sein Päckchen zu tragen. Jede noch so kleine Nebenrolle ist wunderbar gezeichnet worden und auch wenn mich die Menge erstmal ein wenig verwirrt hat, bekommt man nach dem ersten viertel auf jeden Fall einen kleinen Durchblick und kann sie zumindest im Groben, so ging es mir, zu ordnen. Dabei gab es Protagonisten, die ich von Anfang an sehr mochte, aber auch welche, die auch am Ende mit ihren Sympathiepunkten geizen. 

Andreas Eschbach hat eine ganz faszinierende Art zum Schreiben. Er fesselt seinen Leser mit Worten. Das Buch hat am Anfang einen großen Spannungsaufbau gehabt, der im Mittelteil ein wenig abflachte, aber am Ende mit einem großen Finale wieder zurückkam. Ob man dann das geplänkel ganz zum Schluss noch braucht, weiß ich nicht, ich fand es, für mich, in Ordnung. Etwas unrealistisch zwar, aber was soll es, man kann es auch überlesen.

Fazit:

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. Spannend, brisant, großartig. 

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LG Mone