Donnerstag, 10. Oktober 2013

Die Eifelgräfin von Petra Schier

http://www.rowohlt.de/fm/501/978-3-499-24956-3.jpg 
rororo
576 Seiten, Taschenbuch
ISBN 978-3-499-24956-3
9,99 Euro (D)
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Es ist nun schon einige Zeit her, dass ich das Buch"Die Gewürzhändlerin" gelesen habe und schon länger habe ich mir vorgenommen den ersten Band zu lesen. Da traf es sich richtig gut, dass es auf im Forum von Petra Schiers Homepage eine kleine, schnuckelige Leserunde gab.


Auch, wenn ich durch den zweiten Band einiges an Vorwissen mitgebracht habe, fand ich den ersten Band voller Überraschungen und interessant, um zu sehen, wie die Figuren so am Anfang waren.

Der Prolog findet in jenen Tagen des Kreuzzuges 1148 statt. Drei Männer teilen sich ein mystisches Amulett und legen einen Schwur ab, der Generationen andauern soll.
Dann gibt es einen weiten Sprung, etwa 200 Jahre später. Die Jungfer Elisabeth wird zu guten Freunden ihres Vaters geschickt, da dieser sich in Streitigkeiten mit seinem Stiefbruder befindet. Dort lernt sie den Ritter Johann von Manten kennen, einen ziemlich ungehobelten Mann, der die feinen Manieren bei Hof anscheinend verlernt hat. Da ihre Magd kurze Zeit vorher verstorben ist, hat Luzia, eine freigeborene Bauerntochter, die große Chance in den Dienst der Jungfer zu kommen. So nach und nach entsteht mehr als nur ein Bedienstetenverhältnis und Elisabeth bringt ihrer Magd sogar das Schreiben bei. 
Kurze Zeit später bricht die Pest aus und in rasender Geschwindigkeit breitet sie sich über Europa aus. Dort wo sie wütet herrscht Chaos und große Verluste. Elisabeths Onkel Dietrich nutzt die Chance um seinen Plan, die Burg von Elisabeths Eltern einzunehmen, in die Tat umzusetzen. Sie soll seinen Sohn Albrecht ehelichen und das so schnell wie möglich.

Dieser Roman ist nicht einfach nur ein historischer Roman, sondern er bringt auch durch das Amulett einen Schuss Mystik mit. Eine Mischung, die mir sehr gut gefallen hat, denn es war die Zeit, in der die Leute an die Kraft der Reliquien, besonders heilige Reliquien, glaubten. Ein Schwur der über Generationen hält, ein Schmuckstück mit außergewöhnlichen Kräften, eine Liebe, die ein paar Anläufe braucht und ein Widersacher, der einem von Anfang an unsympathisch ist und dies alles perfekt in Szene gesetzt. 

Ich habe in meiner Leserunde geschrieben, dass ich die Bücher von Petra liebe. Man ist sofort in der Geschichte drin, man fühlt sich wohl. Diese Bücher sorgen für ein paar sehr angenehme Lesestunden und jetzt, wo das Wetter immer grauer wird, es draußen kalt ist, sind sie absolut die richtige Wahl, um es sich in der warmen Stube, so richtig schön gemütlich zu machen.

Petra Schier hat eine faszinierende Schreibweise und damit eine Art, Bilder in meinen Kopf entstehen zu lassen und ich muss sagen, es ist besser, als jeder Kinofilm. Ihre Protagonisten sind lebendig und sie sind nicht nur schwarz und weiß, sondern sie haben ihre Vorzüge und auch ihre Schwachstelle. Das ist es, was sie auch so lebendig erscheinen lässt. Während die Personen, die ein wenig streitsüchtig daherkommen, wirklich von Anfang an unsympathisch sind, aber sie geben dem Buch dann ein wenig mehr Würze. Warum sollte auch immer alles so leicht laufen?

Fazit:

Ein wunderbarer Roman, mit einem schönen, historischen Setting und ein klein wenig Mystik gewürzt. 


  
 

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