Donnerstag, 10. Oktober 2013

Gespenster gibt es doch von Katie Klise

Friedhofstraße 43, Band 1
ab 8 Jahren
160 Seiten, gebunden
ISBN 978-3-8369-5321-4
12,95 Euro (D)
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Ich durfte mit meinem Sohn (fast 8 Jahre) in einer Leserunde auf LovelyBooks, die vom Gerstenberg Verlag gestartet wurde, das Buch "Gespenster gibt es doch" von Katie Klise lesen. Wir kennen schon die ein oder andere Gespenster und Geistergeschichte, zum Beispiel sind uns die Gespensterjäger von Cornelia Funke oder Das kleine Gespenst von Otfried Preußler nicht fremd, doch in Zeiten der Superhelden und Star Wars, ist der junge Mann nicht immer so leicht von anderen Dingen zu überzeugen.


Die Freude war groß, als das Buch endlich bei uns ankam und ich hörte ziemlich häufig ein "Cool" und "Das ist ja genial". Er hatte sich erst die schönen Illustrationen von M. Sarah Klise angeschaut und war begeistert. Die Zeichnungen erinnern mich so ein wenig an die Loriot-Zeichnungen und sie sind wirklich genial. Besonders toll fand er den Grundriss vom Haus und den Querschnitt daneben.

Und darum geht es in dem Buch:
Ignaz B. Griesgram ist ein berühmter Kinderbuchautor, der mit Kindern nicht viel am Hut hat und auch nicht wirklich in ihrer Gegenwart sein möchte. Seit Jahren leidet er unter einer Schreibblockade und nun muss er den 13. Band seiner Geisterbezwinger-Reihe schreiben. Den Vorschuss hat er schon längst ausgegeben und seine Verlegerin Seller drängt auf das neue Buch. Also mietet er sich eine alte, viktorianische Villa, die von einer erfolglosen Schriftstellerin, Olivia C. Spence, erbaut wurde. Doch dort lebt auch ein elfjähriger Junger mit seiner Katze und ein Gespenst, dass schon 190 Jahre alt ist. Olivia ist ein sehr temperamentvolles Gespenst, wenn sie sauer wird, dann knallen schonmal die Türen. Außerdem spielt sie sehr gerne Klavier und kümmert sich um Severin. Zuviel für Griesgram, der ja nicht an Gespenster glaubt, doch als dann ein Unfall passiert, muss er sich eingestehen, dass Olivia ein echtes Gespenst ist.

Ich habe das Buch dann am Abend mit zu meinem Dienst genommen und es innerhalb kürzester Zeit durchgelesen, ok, es ist ja jetzt nur 160 Seiten stark und mich in dieser kurzen Zeit köstlich amüsiert.
Die Geschichte, die in Briefform geschrieben wird, ab und an mal den Anfang eines Kapitels oder Zeitungsausschnitten, ist witzig und bekommt mit den Illustrationen noch mehr Pepp.

Diese besondere Aufmachen, so spontan fällt mir kein vergleichbares Buch ein, wirkt im ersten Moment ein wenig abgehackt, aber wenn man es liest, ergibt sich eine flüssige und in sich stimmige Geschichte. 

Die Namen der Protagonisten sind immer auf die Person selbst abgestimmt und sind dadurch mehr als passend. Durch verschiedene Typographien wird nochmals ein wenig zwischen den drei Hauptpersonen unterschieden. Und überall wimmelt es nur so von Bildern, die Severin gezeichnet hat.

Ein wenig hatte ich die Sorge, wie mein Sohn es aufnimmt, dass Severin ohne seine Eltern dort lebt. Es ist schon eine sehr eigenartige Geschichte, aber die Tatsache, dass er sein eigenes Gespenst hat, der den Eltern auf ihrer Vortragsreise das ein oder andere Missgeschick beschert, fand er dann richtig. 

Das Ende ist kein Ende, es ist ein Neuanfang und der Beginn einer hoffentlich tollen Reihe. Die nächsten Bücher sind schon bestellt, damit der Lesespaß weitergehen kann und wir neues aus dem Haus in der Friedhofsstraße 43 und ihren ganz besonderen Bewohnern erfahren.

Kindermeinung:

Ich war erstmal verwirrt, weil das Buch so anders geschrieben ist. Lauter Briefe und so. Da muss man etwas aufpassen. Die Bilder fand ich toll, so gut möchte ich auch zeichnen können. Das Bild von Olivia war witzig, die fliegende Brille und Lockenwickler. Auch "Böhnchen am Ball", wenn der Detektiv sich meldet, war witzig. Der Griesgram ist ja wirklich ein Muffel. Ein Kinderbuchautor, der Kinder nicht mag. Olivia mag ich. Sie klaut zwar, aber wie soll sie als Gespenst denn sonst an Dinge dran kommen. Und sie kümmert sich um Severin. 

Fazit:

Ein witziges und besonderes Buch, mit einer ungewöhnlichen Gestaltung. Lesespaß für Jung und Junggebliebene.



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LG Mone