Freitag, 25. Oktober 2013

Und dein Lohn ist der Tod von Erasmus Herold


368 Seiten, Paperback
ISBN 978-3-8271-9564-7

Dies ist der zweite Krimi der in Gütersloh und Umgebung spielt und aus der Feder von Erasmus Herold stammt und er lässt sich auch wunderbar ohne Kenntnisse des Vorgängerbandes lesen, denn wirklich alle relevanten Rückblicke rund um die Vergangenheit des Teams gibt es als Fußnoten an den entsprechenden Stellen. Und das sind ganz wenige. Aber trotzdem sollte man auch "Und ich vergebe Dir nicht lesen", denn wer auf einen soliden Krimi steht, der wird die von Erasmus Herold sehr mögen.

Sarah Berger und ihr neuer Partner Ahmet Yilmaz stehen vor einem Rätsel.  Auf dem Hof einer Reinigungsfirma wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, unter ihrem Mantel trägt sie nur einen Schlafanzug. Was hat die Frau mitten in der Nacht hier gesucht?
Wenig später ereignet sich ein schlimmer Unfall und irgendwie scheinen die beiden Fälle miteinander zusammen zu hängen und alle Spuren führen zu einem jungen Unternehmen.

Absolut verwirrend beginnt dieser Krimi und viele Handlungsstränge werden angerissen. Da ist zum Beispiel eine Sache, in die der junge Kommissar Ahmet verwickelt ist, die wie eine düstere Wolke über der Geschichte schwebt, dann Entführung und Mord und immer schweben Fragen im Raum. Ich habe lange nicht mehr so mitgerätselt bei einem Krimi, sehr viele Verdächtige zierten meine imaginäre Liste, die immer wieder verworfen wurde und neu zusammen gestellt wurde, je weiter die Ermittlungen voran geschritten waren. Und ich gebe aber auch offen zu, dass ich zwischendurch meine Zweifel hatte, ob Erasmus Herold den Bogen schafft und eine schlüssige und logische Erklärung am Ende liefert. Denn es gibt nichts schlimmeres, wenn am Ende alles so schnell geht, dass ein roter Faden nicht erkennbar ist und wie aus dem Hut ein Täter/Täterin präsentiert wird, der in der Geschichte nicht mit einem Wort vorher erwähnt wurde. Doch hier habe ich das Buch zu geklappt und bin mehr als zufrieden zurück geblieben.

Der Aufbau ist ähnlich mit dem ersten Band. Am Anfang eines Kapitels gibt es eine Datums- und Zeitangabe mit einer prägnaten Überschrift und man hat eigentlich ein sehr gutes Gefühl für den Ablauf der Geschehnisse und die Ermittlungsarbeit ist auf einen Zeitraum begrenzt. Auf 364 Seiten gibt es 56 Kapitel und man sieht an der Zahl, dass es kurze Kapitel sind. Somit ist das kleine Verwirrspiel mit dem Leser, durch einen rasanten Szenenwechsel garantiert. Das hebt die Spannung, die schon von der ersten Seite spürbar ist und zum Schluss richtig schön ausgebaut wurde.

Das Buch lässt sich flüssig lesen, der Schreibstil gefällt mir sehr. Die Protagonisten waren mir aus dem Vorgängerband schon bekannt und ich habe den ein oder anderen auch richtig ins Herz geschlossen. Ahmet Yilmiz war zwar im Vorgängerband auch mit von der Partie, aber zu ihm hatte ich kaum Bezug, doch er wurde sehr gut eingeführt und bekam von Erasmus Herold ein Gesicht und eine Persönlichkeit. Doch auch, wenn man den Vorgängerband nicht kennt, sind die Hauptfiguren sehr gut gezeichnet und bleiben nicht blass.


Fazit:

Ein solider und spannender Krimi, wo man als Leser noch so richtig miträtseln darf!


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LG Mone