Dienstag, 26. November 2013

Das MädchenBuch von Elisabeth Raffauf

280 Seiten, gebunden
ISBN 978-3-407-85965-5
17,95 Euro (D)
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Ich bin selber Mama einer wunderbaren 6 jährigen Tochter und zweier wunderbaren Söhne (8 und 1 Jahr alt) und ich war sehr gespannt auf dieses Buch. Als meine Tochter auf die Welt kam, habe ich mir eigentlich keine Gedanken gemacht, wie es ist, ein Mädchen zu haben. Ich habe zwar gehört, dass, besonders Mädchen-Mütter, es so toll finden, ein Mädchen zu haben, aber für mich war meine Tochter erstmal ein Baby und dann ist sie zum Kind geworden. Na klar, mache ich mir jetzt Gedanken und merke, dass sie mir doch ganz schön ähnlich ist, habe auch im Unterbewussten so meine Wunschvorstellungen eines Mädchens. Das ich diese Wunschvorstellungen habe, da stieß mich das Buch ein wenig drauf. Mir war es nicht so bewusst gewesen und auf einmal lese ich einen Abschnitt und denke mir: "Mmmh, irgendwie habe ich das auch gedacht, irgendwie ist das auch in mir verankert!"

Ich versuche meiner Tochter das zu geben, was sie von mir fordert und was sie in einer Situation braucht und so versuche ich auch meine Söhne zu behandeln. Wenn die Jungs fallen, dann frage ich sie: "Hast Du dir weh getan?", weil es meine Kinder sind und es sie nicht stark macht, wenn ich sage: "Steh auf, dass war nicht so schlimm!".

Die Autorin Elisabeth Raffauf hat eine sehr lebendige Art zu schreiben und zeigt Unterschiede, die man in der Erziehung zwischen Jungs und Mädchen macht, sie zeigt, wie sich die Mädels fühlen, was sie sich Wünschen und was passiert, wenn man sie zu "Jungenhaft" erzieht oder in jungen Jahren schon als Modepüppchen verkleidet. Dabei lässt sie persönliche Erfahrungen mit ihrer Tochter ins Buch einfließen, genauso wie sie aus einem große Wissen und jahrelanger Erfahrung in ihrer Arbeit als Diplom-Psychologin schöpft. Das ganze wird dann noch durch Gesprächsausschnitten von Müttern, Vätern, Mädchen, Erziehern und Wissenschaftlern bereichert.

Sehr lesenswert fand ich die Interviews mit Wolfgang Niedecken und Steffi Jones. Einmal der Vater von 2 Töchtern, einmal die Frau, die sich erinnert, wie es als Mädchen war.

In 10 Abschnitten bekommt man viel Wissen über die Entwicklung eines Mädchens erzählt und immer im Vergleich mit dem Jungen. Aber es wird auch gesagt, dass es das Mädchen nicht gibt oder den Jungen. Es regt zum Nachdenken ein und richtet die ein oder andere Frage speziell an den Lesern. Es zeigt Wege auf, aber es sagt nicht, dass es nur den einen Weg gibt. Das finde ich immer immens wichtig, denn von den Büchern gibt es schon genug.

Ein Zitat von Anne Wilson Schaef, Pschotherapeutin auf der Seite 46 finde ich sagt viel aus:

"Wenn wir den Versuch beenden, unsere Kinder gemäß der Vorstellung zu formen, wie sie sein sollten, können wir sie allmählich so sehen, wie sie wirklich sind."

Und das finde ich ganz wichtig und hat mich ziemlich zum Nachdenken gebracht.

Ich stimme mit der Autorin überein und bin dankbar, dass dieses Buch geschrieben wurde. Es sollten viele Mütter lesen.

Fazit:

Dieses Buch gibt einen sehr guten Einblick in die große Welt der Mädchen. Mit viel Wissen und persönlicher Erfahrung, Tipps und Anregungen ist es ein gelungenes Buch im Ratgeberjungel und ich kann es Mädchenmüttern nur empfehlen.

 

 


 

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