Donnerstag, 19. Dezember 2013

Ich bin die Nacht von Ethan Cross

Taschenbuch, 398 Seiten
ISBN: 978-3-404-16923-8
9,99 Euro (D)
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Ich bin bei diesem Buch ziemlich zwiegespalten, was meine Meinung angeht. Es war jetzt nicht so schlecht, dass ich sage, es war vergeudete Lesezeit, aber es war auch nicht so gut, wie es angepriesen wurde.
 
Das Cover und auch der Klappentext würden mich zum Kauf anregen. Das ganz ich schwarz gehaltene Cover, welches auch eher einen dunkleren Aufdruck des Titels und Autors hat, lässt auf eine düstere Geschichte schließen.
 
Francis Ackermann Junior ist ein Spieler. Ein Spieler und Gewinner. Denn nur er kann seine perversen Spiele gewinnen und zurück lässt er Opfer, auf´s grausamste zugerichtet.
Doch in Marcus, einem Ex-Cop, sieht er einen würdigen Mitspieler, der ihm das Wasser reichen kann. Es beginnt eine Jagd, bei der man nicht mehr sicher sein kann, wen man vertraut und Marcus muss sich immer mehr seiner Vergangenheit stellen.
 
Nachdem auf den ersten Seiten eine große Spannung aufgebaut wurde und man Francis Ackermann bei seinen Spielchen erleben durfte, flaute die Spannung mit dem auftauchen von Marcus erstmal schlagartig ab. Ackerman, eigentlich die interessanteste Figur, wurde zu einer Randfigur und tauchte ab da nur noch gelegentlich mal auf. Neue Wendungen und Stränge sorgten für reichlich Verwirrung bei mir und hatten scheinbar erstmal nichts mit der Geschichte zu tun. Doch so nach und nach kommt man dem Ganzen dann auf die Spur.
 
Die Spannung vom Anfang konnte leider nicht mehr erreicht werden. Marcus, als Hauptprotagonist, war ganz auf eine Ein-Mann-Show geschrieben und jede Szene, die hätte wirklich spannend sein können, wurde durch Zufälle, die Marcus so in die Hand gespielt wurden, zunichte gemacht. Das ist auch dann das, was mich am meisten störte. Ein Held, den nichts anhaben kann und der immer ein Held sein wird und ohne größere Blessuren aus den wildesten Szenen herauskommt. Damit tue ich mich meist sehr schwer. Es macht das Buch dann unglaubwürdig und einfach ziemlich flach.
 
Ethan Cross hat eine sehr gute Art zu schreiben. Detailvoll schildert er selbst die grauenvollen Spiele von Ackermann, aber nicht so, dass es unangenehm wurde. Er weiß auch mit der Spannung umzugehen, sie aufzubauen, doch halten kann er sie dann nicht. Das Verwirrspielchen mit seinen Lesern konnte er gut spielen und er löst am Ende alles so auf, dass es schon stimmig ist.
 
Zum Einstimmen auf das Buch gibt es auch noch ein kurze Geschichte als eBook, in dem es Rund um Francis Ackermann geht, sein Lebensweg und die Flucht aus dem Gefängnis.

Fazit:

Ein Debütroman der durchaus großes Potenzial hat, leider meine Erwartungen nicht ganz befriedigen konnte und zu viele Zufälle bereit hält, damit der Held auch Held sein kann.

 
 
 
 
 

 

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LG Mone