Donnerstag, 28. Februar 2013

Der geheime Name- Daniela Winterfeld



Der geheime Name

Knaur TB
528 Seiten, Taschenbuch
12,99 Euro (D)
ISBN: 978-3-426-51127-5
Droemer-Knaur 


Inhalt:

Fina ist mit ihrer Mutter auf der Flucht. Ihre Mutter hat ihr gesagt, dass sie vor ihrem Vater flüchten, aber ob das auch wirklich so stimmt?
Eines Tages hat sie die Nase voll von der Flucht und den Lügereien ihrer Mutter. Sie möchte ein normales Leben führen, an einem Ort landen und dort studieren. Sie beschließt von ihrer Mutter abzuhauen und findet bei ihrer Großmutter eine Bleibe. Doch der Wald und das Moor hinter dem Haus hat eine magische Anziehungskraft. 
Sie lernt in diesem Moor Mora kennen, einen Jungen in ihrem Alter, der furchtbares erlebt haben muss. Fina fühlt sich zu diesem Jungen hingezogen und zeigt ihm ihre Welt, die er garnicht kennt. Er zeigt ihr seine Welt, die so anders ist. Viel zu spät begreift Fina, dass es noch einen im Leben von Mora gibt, einen, der für Beide gefährlich werden kann. Der Geheime- der ihre Mutter zur Flucht zwang und der Fina als seine Braut haben möchte. 

Leseprobe 
 

Meine Meinung:

Nach wenigen Sätzen sieht man vor dem inneren Augen einen Film laufen. Mit vielen Details beschreibt Daniela Winterfeld die Landschaften und Umgebungen, wo die Geschichte spielt. Und selbst in der schönsten Landschaft, spürt man die Bedrohung und die Gefahr im Untergrund brodeln. Einmal mit dem Buch angefangen, mag man es nicht mehr aus der Hand legen. Zu sehr zieht einen die Geschichte in seinen Bann. Es möchte gelesen werden, es möchte, dass man die Geheimnisse aufdeckt.
Die Personen konnte ich mir gut vorstellen und fast keine blieb für mich blaß und unnahbar. Besonders Mora ist mir ans Herz gewachsen, der ein furchtbares Leben gehabt hat und mal nicht dem typischen Sunnyboy und starken Helden entspricht. Der aber durch Fina sich entwickelt und mutiger wird. 
Fina hlt sich zu Mora hingezogen und kann anfangs nicht genau benennen, warum. Aber sie sieht in sein Herz und achtet nicht auf die Äußerlichkeiten. Aus Mitleid entwickelt sich eine wahre Liebe, die von Herzen kommt. Es sind zwei Welten die auf einander prallen und sich zu einer Welt zusammen tun, sich stetig entwickeln und wachsen.
Mit Finas Mutter habe ich mich am Anfang sehr schwergetan. Sie ist mir nicht direkt unsympathisch, doch viele Charakterzüge mochte ich nicht. 
Leider blieb die Großmutter von Fina sehr blaß und überhaupt nicht greifbar. Sie nimmt vieles hin und auch das tagelange verschwinden von Fina überrascht sie nicht. Dabei ahnt sie um die Gefahr, die auf Fina lauert
Auch, wenn das Ende um den Geheimen klar ist, denn jeder kennt das Märchen von Rumpelstilzchen, hat es noch eine Überraschung parat und es ist eine sehr positive Überraschung. Alle Geheimnisse werden zum Schuß aufgedeckt, auch wenn sie für mich nicht immer ganz nachvollziehbar sind. Aber es hat meinen Lesespaß nicht getrübt.
Das Buch bietet neben einen wunderbaren Schreibstil, der so fließend ist und intensiv ist, Spannung pur, gruselige Momente, Gefühle, Emotionen. Es hat alles und ist für mich jetzt schon ein Highlight in diesem Jahr.

Fazit:

Rumpelstilzchen in einem neuen Gewand, nur viel böser und gruseliger. Aufregende und großartige Unterhaltung sind garantiert. Absolut lesenswert.    
 
 

   







Mittwoch, 27. Februar 2013

Rundherum und hin und her...- Katja Burkhard

... Zähneputzen ist nicht schwer

ab 4 Jahren
32 Seiten, illustriert von Andrea Hebrock
12,95 Euro (D)
ISBN: 978-3-7607-8490-8

Inhalt:

Katharina findet Zähneputzen so richtig langweilig, doch Mama möchte, dass sie 2x am Tag gründlich ihre Zähne putzt. Wie gut, dass eines Tages, Kaschu, ein kleiner Drache, auftaucht. Der verrät ihr nämlich, warum sie unbedingt ihre Zähne putzen muss. Er möchte ganz stark werden und gut fliegen können, um den nächsten Flugwettbewerb der Zahnbürsten, zu gewinnen.

Leseprobe 

Meine Meinung:

Der kleine Drache Kaschu ist meiner Tochter sofort ans Herz gewachsen. Eine Zahnbürste wie die von Katharina ist ja auch ganz toll. Und genauso wie Katharina, möchte sie nun, dass ihre Zahnbürste in der Nacht, wenn alles schläft, den Zahnputzwettbewerb gewinnt. Darum werden die Zähne bei uns zu Hause 2x am Tag sehr gründlich geputzt, was vorher nur mit Widerwillen geschah. Meist wurde die Zahnbürste im Mund hin und her gedreht und die Zahnpasta abgelutscht.
Mit der KAI-Methode, die im Buch wunderbar und sehr kindgerecht erklärt wird und dem "coolen" Zahnputzsong klappt es nun viel besser.
Neben der kindgerechten und absolut süssen Geschichte rund um Katharina, Kaschu und dem Flugwettbewerb, enthält das Buch noch einige wissenwerte Infos zum Zähneputzen und der allgemeinen Zahnpflege für die Eltern bereit.
Die Illustrationen von Andrea Hebrock sind wunderschön und sehr liebevoll gestaltet. Sie laden dazu ein, sich das Buch immerwieder zu nehmen, an zu schauen und neue kleine Details zu entdecken. Die Geschichte von Katja Burkard ist macht Freude und Spaß beim Vorlesen und zu hören. Sie ist einfach und in kurzen Geschichten aufgeschrieben und bleibt lange im Gedächtnis. Ein wenig Witz und Spannung, ob Kaschu auch den Flugwettbewerb gewinnen wird, darf natürlich nicht fehlen.
Wir hatten und haben ganz viel Spaß an dieser wunderschönen Geschichte.

Fazit:

Ein wunderschönes Bilderbuch. Eine ganz große Leseempfehlung!   

Montag, 25. Februar 2013

Im Herzen die Rache- Elizabeth Miles





Im Herzen die Rache

ab 13 Jahre
384 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag 
17,95 Euro (D)
ISBN 978-3-7855-7377-8  


Inhalt: 

Em liebt Zach, doch der ist mit ihrer besten Freundin Gabby zusammen. Als Gabby in den Weihnachtsferien mit ihrer Familie in Urlaub fliegt, kommen sich die Beiden näher. 
Chase wohnt in einer kleinen Wohnwagen- Siedlung. Seine Mutter hat kaum Geld, aber versucht ihm einen Lebensstandart zu ermöglichen, die zu seinen reichen Freunden passt. Seine wahre Herkunft verschweigt er seinen Freunden. Doch das ist nicht sein einziges Geheimnis.
Auf einmal tauchen drei Mädchen in Ascension auf und die sehnen sich nach Rache. Em und Chase sollen büßen...

Zur Leseprobe 

Meine Meinung:

Das Cover ist ein Highlight und wunderschön. Das kann ich einfach nicht bestreiten und ist mir sofort ins Auge gesprungen. Zusammen mit dem Klappentext war meine Kaufentscheidung schnell getroffen und ich hatte sehr hohe Erwartungen an dieses Buch.
Leider konnten diese Erwartungen nicht erfüllt werden. Ich gehöre zwar nicht mehr zur Altersgruppe, doch lese ich sehr gerne Jugendbücher. Hier hat der Schein getrügt...
Nachdem Prolog kam die Ernüchterung und die Geschichte zog sich wie Kaugummi. Die Spannung war kaum vorhanden und wenn sie, in Form der drei Rachegöttinnen angehoben wurde, verpuffte sie im nächsten Moment. Es wurden sich mit viel zu vielen Nebensächlichkeiten aufgehalten, so zum Beispiel die Frage nach dem richtigen Outfit für eine Party. Da frage ich mich dann auch, wie soll überhaupt Spannung aufkommen. Vorallem nicht im ersten Teil. 
Im zweiten Teil wurde es zwar dann besser, doch wirklich berauschend war es nicht gewesen.
Die Personen bleiben alle sehr blaß und bestechen durch ihre Oberflächlichkeit. Nur wer Geld hat, der ist Beachtenswert. Eigentlich sind die Hauptprotagonisten alle keine Sympathieträger. Auch die Rachegöttinnen/Furien bleiben unnahbar und dafür, dass sie eine so gewichtige Aufgabe erfüllen sollen, hätte ich gerne mehr über sie erfahren. Aber ihr Auftreten macht sie leider nicht im geringsten sympathisch.      
Jetzt gehe ich mal davon aus, dass die Zielgruppe wesentlich jünger ist als ich, und ich denke, dass die sich mit der Geschichte eher anfreunden können. Die Idee ist auf jeden Fall genial und wäre noch ausbaufähig gewesen. Ein wenig mehr Tiefe und Spannung fehlt diesem Buch und es wäre für mich nicht ganz so zäh gewesen.

Fazit:

Eine tolle Idee, aber leider hakte es an der Umsetzung. Für mich war es nicht das Richtige, aber ich denke, für Jugendliche wird es ein tolles Buch sein.   

Donnerstag, 21. Februar 2013

Nilowsky- Torsten Schulz

 Auch Flops muss es geben und hier ist der erste Flop für das Jahr 2013, da es ein Rezi-Exemplar war, habe ich durchgehalten bis zum Schluss. 

"Nilowsky" von Torsten Schulz, erschienen 21.02.2013 beim Klett-Cotta Verlag.

Meine Meinung:

Jetzt sind ein paar Tage vergangen, dass ich das Buch beendet habe und es ist so garnicht hängen geblieben.
Der Anfang war so vielversprechen, ein wenig schräg und mit ganz tollen Sichtweisen, doch die Geschichte plätschert nur so vor sich hin, ist oft verwirrend oder nichtssagend.
Die Freundschaft von Nilowsky und Markus ist sonderbar. Nilowskys Ansichten und Meinungen sind so ganz anders als die von Markus, aber es sind die, die zählen. Nilowsky wird im Laufe der Geschichte immer wirrer und bald konnte ich ihm schon nicht mehr folgen.
Dann gibt es noch ein Mädchen, in dem sich Beide verlieben. Doch auch das kann die Geschichte nicht mehr retten.
Die Figuren bleiben allesamt sehr blaß und oberflächlich. Der Schreibstil war für mich verwirrend und nur mit ganz viel Konzentration und ohne Störungen zu lesen.
Leider war das Buch ganz anders als ich erwartet habe und leider war es nichts für mich.

Fazit:

Von mir gibt es keine Leseempfehlung. Es wird bestimmt viele Leser finden, die auf solche Geschichten stehen, aber ich war echt froh gewesen, dass dieses Buch auch irgendwann ein Ende hatte.

Sonntag, 17. Februar 2013

Paradiessucher- Rena Dumont


Hanser
304 Seiten, Broschiert
14,90 Euro (D)
 ISBN : 978-3-446-24164-0

 

Inhalt:

Lenka ist 17 als sie mit ihrer Mutter nach Deutschland flüchtet. Sieben Jahre haben sie auf ein Visum nach Deutschland gewartet und nun haben sie es bekommen. Ihre große Chance. Weg von einem Staat, der kontrolliert und in dem man nur eine Zukunft hat, wenn man der Partei angehört, aber auch weg von ihrer Familie und Freunden. Ab in den goldenen Westen. Es gibt kein zurück mehr.
Ohne die erhoffte Hilfe von Bekannten und Verwandten sind sie auf sich alleine gestellt und versuchen Fuß zu fassen und sich ein Leben in Deutschland aufzubauen.


Meine Meinung:

Eindrucksvoll schildert Rena Dumont das Leben in der Tschechoslowakei, während des kalten Krieges, die Gefahren die Lauern, wenn jemand von der Flucht etwas mitbekommt. Die Angespanntheit bis zum Tag X ist spürbar und je näher dieser Tag kommt, umso gereizter ist die Stimmung und die Angst größer. Die Euphorie die kurz nach der Überfahrt der Grenze herrscht, verfliegt schnell. Neue Probleme kommen auf. Während Lenka dabei immer optimistisch ist, stark bleibt und ihren Ängsten keine Chance gibt, zweifelt ihre Mutter und ihre Ängste lähmen sie. Lenka zieht ihre Mutter mit und bleibt voller Hoffnung für sie beide. Sie lässt sich nicht unterkriegen und so habe ich Lenka auch eingeschätzt, als eine sehr starke Persönlichkeit.
Das einzige was mich gestört hat an Lenka, waren ihre Aussprache und Gedanken. Gerade zum Thema Sex und ihren Empfindungen sind sie mir oft zu derb und plump rüber gekommen. 
Der Schreibstil gefällt mir ausgesprochen gut und lässt sich sehr gut lesen. Man fliegt durch das Buch und einmal angefangen, lässt es sich nur schwer aus der Hand legen. In kurzen Kapiteln erzählt Rena Dumont eindrucksvoll, gefühlvoll und bewegend von Lenkas Leben und ßt zum Teil ihre Geschichte mit einfließen. 
Das Buch hat mich oft nachdenklich gestimmt und mir diese andere Welt, wo der Staat kontrolliert und seine Macht ausübt, näher gebracht. In dem man sich vorkommt, wie in einem riesigen Gefängnis, in dem man nicht sicher ist und eigentlich niemandem vertrauen kann. Funktioniert man nicht so, wie vom Staat gewollt, dann kommt es zur öffentlichen Bloßstellung. Aber auch endlich in Deutschland angekommen, schildert Rena Dumont von den Schwierigkeiten, die es bei der Einwanderung gibt. Das zermürbende Warten auf den Asylantrag und das Gefühl der Nutzlosigkeit. Nichts durfte man machen, doch gleichzeitig soll man integriert werden, in einem Ort der abgeschottet von der Außenwelt ist. Und hier bewundere ich Lenkas Stärke wieder einmal, die sich nicht unterkriegen lässt und kämpft. Die ihre Mutter wachrüttelt und wieder Stark für sie beide ist. Lenka entwickelt sich in dem Buch von einem Wildfang zu einem jungen Menschen, der mir ab und an zu erwachsen ist, auf der anderen Seite aber auch noch die unreife eines pubertierenden Mädchen zeigt
Ich finde, dies hat Rena Dumont sehr gut näher gebracht und ich bin froh dieses Buch gelesen zu haben. 

Fazit:

Ein Buch über den großen Traum vom Paradies und den steinigen Weg dorthin.  

 

Samstag, 16. Februar 2013

Hier kommt Greta- Andrea Schütze


Dressler
128 Seiten, gebunden
ab 7 Jahre
8,95 Euro (D)
ISBN: 978-3-7915-1930-2


Inhalt:

Greta liebt es in andere Rollen zu schlüpfen. In ihrem Geheimzimmer hat sie ganz viele und tolle Sachen zum Verkleiden. Mit an ihrer Seite ist Kommissar, ein kleiner Polizeihund in Ruhestand. Das besondere an Kommissar und Greta ist, daß sie sich unterhalten können und Greta ihn genau versteht.
Außerdem gibt es noch die Zwillinge Hugo und Pünktchen, liebevoll HuPü genannt, eine Mama, die als Maskenbildnerin arbeitet und ein Papa, der ein wichtiges Buch schreiben möchte und zur Zeit zu Hause ist. Nebenbei versucht Gretas Papa den Haushalt zu schmeißen und sich um die Kinder zu kümmern, doch dies endet nur allzu oft in ein riesen Chaos.

Meine Meinung:

Greta ist toll, finden meine Kinder und ich finde es auch. Nach kurzer Zeit hatte Great uner aller Herz erobert. Und natürlich auch der Kommissar. Ein Hund, der einen versteht und mit dem man sich unterhalten kann. 
Greta hat ein unglaublisches Talent sich in eine andere Person zu verwandeln. In ihrem Geheimzimmer auf dem Dachboden lagern ihre Schätze. Und weil die viel wichtiger sind als ein Fahrrad, hat sie es mit ihrem Fahrradschloß gesichert. Immerhin musste sie ihre Schätze in langer Zeit sammeln.
Unheimlich ist es auf dem Dachboden schonund Andrea Schütze bringt das so schön rüber, dass man sich ein klein wenig mit Greta gruselt. 
Die Geschichte ist so schön erzählt, liebevoll und mit ganz vielen kleinen Details, die die Phantasie anregen. Die Illustrationen von Iris Blank passen wunderbar zu dieser Geschichte. Auf 128 Seiten durften wir Greta in ein richtiges Abenteuer begleiten, welche damit anfing, dass sie sich als Frau Müllerschön-Federwipp verwandelt und einen Gottesdienst besuchte. In dem Buch wurde der Gottesdienst zu einen richtig tollen Erlebnis und auf einmal war es dann auch noch richtig spannend.
Die Kapitel sind recht lang, aber das merkt man nicht beim Vorlesen. Schwupps, ist ein Kapitel vorbei und es sind ganz viele Sachen passiert. Aber es wirkte nicht überladen oder hektisch. Am Anfang eines Kapitels steht eine kurze Zusammenfassung, was denn nun passieren wird und so wurde die Spannung richtig aufgebaut. Man möchte unbedingt wissen, wie es mit Greta weitergeht. Andrea Schütze hat so ein wundervolle Art zu schreiben und eine ganze Familie in den Bann ihres Buches zu ziehen. Ihre Geschichten sind voller Leben und es macht einfach nur ganz, ganz viel Spaß.

Fazit:

Ein Kinderbuch, welches Groß und Klein begeistert hat...Wir wollen mehr von Greta lesen und sind schon ganz gespannt auf weitere Abenteuer.