Donnerstag, 20. Februar 2014

Am Anfang war das Ende von Stefan Casta

Dies ist eines der Bücher, das mich mit sehr gemischten Gefühlen zurücklässt. Einerseits fand ich es ein ganz tolles Buch, aber auf der anderen Seite fehlte mir irgendwas, was ich noch nicht einmal richtig benennen kann.

Sauerländer
432 Seiten, Hardcover
ISBN: 978-3-7373-5080-8
16,99 Euro (D)
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Starke Klimaveränderungen machen sich über der Erde breit. Entweder es herrscht eine glühende Hitze oder das andere Extrem, es regnet unaufhörlich. An einem Tag im November scheint der Regen kein Ende zu nehmen. Judit und ihre Freunde werden fortgespült und treiben unbestimmte Zeit im schier endlosen Wasser. Bis sie auf einmal auf Land stoßen. Aber es ist zerstört, es ist vergiftet. Die vier Jugendliche versuchen zu überleben und machen bald darauf eine Entdeckung: Sie sind nicht allein!

Der Autor: 

Stefan Casta wurde 1949 in Vadstena, Schweden, geboren. Bevor er sich ganz dem Schreiben widmete, arbeitete er zunächst als Reporter und Produzent bei Radio und Fernsehen. 2002 erhielt er für sein bisheriges Gesamtwerk den Astrid-Lindgren-Preis.(Quelle: Fischer Verlage)

Meine Meinung zum Buch:

Das Buch ist in drei Teile gegliedert. "Die Zeit davor", "Danach" und "Am Anfang war das Ende". Die Zeit davor beschreibt im Tagebuchstil das Leben im Vogelnest, einer Schule für künstlerisch begabte Schüler. Sie ist aus der Sicht von Judit geschrieben, einer Schülerin dieser Schule. In den Einträgen hüpft sie ein wenig hin und her, aber es zeichnet sich für den Leser deutlich ab, dass sich etwas zusammenbraut.
Nachdem sinflutartigen Regen fängt die Zeit "Danach" an. Sie ist geprägt von dem starken überlebenswillen der Jugendlichen und von der katastrophalen Klima, mit dem sie zurechtkommen müssen. Man spürt die Bedrohung.

Während mir der erste Abschnitt eigentlich ganz gut gefallen hatte, bekam ich mit dem 2. Abschnitt meine Probleme. Er ist häufig verwirrend. Man erlebt die Geschehnisse aus der Sicht von Judit, sie erzählt die Geschichte, was aber auch noch nicht das Problem gewesen wäre. Aber Judit hat Visionen und die überkommen sie so plötzlich. Es sind teilweise Erinnerungen an vergangene Tagen und dann erscheinen ihr Menschen, die sie kannte. Zeitweise hatte ich beim Lesen das Gefühl, ich bin in einem ganz anderen Buch, denn das Schriftbild änderte sich nicht. Das machte es mir schwer, den gedanklichen Schalter dann umzuschalten.

Die Protagonisten blieben für mich ein wenig blass. Auch, wenn man die ganze Zeit mit ihnen zu tun hatte, waren sie nicht greifbar gewesen. Das einzige was spürbar war und das hat der Autor sehr gut rüber gebracht, waren die Angst und die Verzweiflung, der Jugendlichen.

Eine wirkliche Spannung kam leider nicht auf, oder wird durch einen von Judits Gedankengängen und Visionen wieder abgebaut. Das Ende lässt mich auch nur teilweise befriedigend zurück. Denn irgendwie ist es für mich dann doch sehr offen.

Der Schreibstil ist fließend, aufwühlend und irgendwie möchte man eigentlich wissen wie es mit den Jugendlichen weitergeht. Auf diese Art schafft der Autor es auch, dass das Buch einen an sich bindet. Man fühlt sich schnell in einem schrecklichen Alptraum gefangen. Es macht nachdenklich, wie man mit der Umwelt umgeht, denn es sollte uns ja doch klar sein, wir haben nur die eine Erde und auf die muss man aufpassen.

Fazit:

Ein Buch, welches eine eigenwillige Art hat, seine Leser zu fesseln.

Kommentare :

  1. Huhu,

    deine kritische Meinung zum Buch, macht mich wirklich sehr neugierig. Das Thema klingt fantastisch, das ist mit Sicherheit ein Buch für mich. Ich werde mal danach Ausschau halten =)

    LG
    Anja

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  2. Hm... das klingt schwierig!? Bedrückend!?
    Ich glaube, ich muss mir selbst ein Bild davon machen.

    Liebste Grüße <3

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LG Mone