Montag, 10. Februar 2014

Familie Grunz gerät ins Schwimmen von Philip Ardagh

Und weiter geht es mit der absolut liebenswerten, wenn auch leicht schrulligen, Familie Grunz.

ab 8 Jahre
272 Seiten, Hardcover
Illustrationen: Axel Scheffler
ISBN 978-3-407-82044-0
12,95 Euro (D)
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Und wer vergessen hat, wer die Grunzens sind, dem stelle ich sie nochmals kurz vor. Das sind der Vater, Herr Grunz, die Mutter, Frau Grunz und ihr Sohn, Sohnemann. Sie sind mit einem selbstgebauten Wohnwagen unterwegs und wenn man sie nicht hört, denn Herr und Frau Grunz streiten sich den ganzen Tag, dann riecht man sie schon 10 Meter gegen den Wind. 

Es ist das 2. Abenteuer der Familie Grunz und diesmal sind sie sogar in ganz geheimer Mission unterwegs. Herr Grunz soll einen GROWI (eine Person von Großer Wichtigkeit) an eine bestimmte Adresse abliefern. Und so macht sich Herr Grunz mit samt seiner Familie und Elefant auf den Weg. Sogar übers Meer müssen sie reisen. Garnicht so ungefährlich. Ob Herr Grunz das je schaffen wird? Gut das es Sohnemann gibt, der seine Eltern kennt und schon ahnt, dass das alles nicht so einfach wird.

Schon der erste Band der Grunzens wahr ein kleiner Highlight für mich und meinen Sohn gewesen. Eine Familie, die, obwohl sie so anders ist, man einfach gern haben muss. Man kann sich Herr und Frau Grunz so herrlich vorstellen, wenn sie gerade wieder in Aktion sind und sich "Schimpfwörter" an den Kopf schmeißen. "Schimpfwörter" sind bei ihnen eher Alltagsgegenstände, wie Laternenpfahl oder Abflussloch;)  

Wie im ersten Band, wird das zweite Abenteuer von einem Erzähler erzählt, der uns absolut überzeugt hat. Durch Rückblicke zum ersten Band, die für ältere Kids vielleicht ab und an zu viel sein könnten, ist man wieder auf den neusten Stand gebracht und die, die den ersten Band nicht kennnen, denen entgeht nicht viel. Der Erzähler bezieht die Leser mit in die Geschichte, stellt ihnen Fragen und erklärt ihnen das ein oder andere schwierige Wort. 

Das Buch hat viele Schachtelsätze und man muss solche Sätze schon mögen, denn sonst hat man nicht viel Spaß an dem Buch. Ich liebe Schachtelsätze und auch mein Sohn (8) hat keinerlei Probleme mit den Sätzen gehabt. Gerade beim Vorlesen finde ich Schachtelsätze irgendwie klasse. Aber das ist Geschmackssache.

Genauso, wie der Humor auch Geschmackssache ist. Es ist schöner, leicht schwarzer Humor, der aber so toll vermittelt wird, dass man mit der Nase auf den Witz gestoßen wird. Schon die ersten Seiten haben eine Lachtränengarantie und die Grunzens laufen teilweise wirklich zur Hochform auf. Sei es durch ihre Kabbeleien, ihre eigenartige Liebenswürdigkeit zueinander oder ihre Dummheit. 

Sohnemann ist ja der Vernünftigere von allen. Er bringt so die nachdenkliche, ernstere Töne mit in die Geschichte, damit das Buch keine Lachnummer wird. So hält sich alles perfekt in Waage.
 
In 15 Kapitel saust man durch das Abenteuer und merkt garnicht wie die Zeit vergeht. Die Kapitel sind zwar etwas länger, aber das fiel beim Lesen und Vorlesen nicht auf. Aufgelockert und aufgepeppt werden sie mit den herrlichen Illustrationen von Axel Scheffler. Sie sind immer passend zur Situation und ein richtiger Hingucker.

Fazit:

Die schrullige Familie in geheimer Mission. Genialer Witz und herrliche Illustrationen machen das Buch zu einem wahren Lesevergnügen. 



  

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