Montag, 31. März 2014

Das Kaff der guten Hoffnung. Jetzt erst recht! von Kai Lüftner

FISCHER Sauerländer
ab 9 Jahren
208 Seiten, Hardcover
ISBN 978-3-7373-5066-2
9,99 Euro (D)
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Kalle kennt sich mit Kinderheimen aus. Besonders, wie man schnell wieder abhauen kann. Es gibt kein Kinderheim, wo er mal länger geblieben ist. Denn er ist auf der Suche, auf der Suche nach seinem Bruder.
Diese führt in dann in einen Ort mit dem Namen "Kaff der guten Hoffnung" und die Hoffnung, dass er nun endlich eine Spur von seinem Bruder findet, hat er. Aber bevor er sich auf Spurensuche begeben kann, muss er das Waisenhaus retten. Das hat er den drei Kindern versprochen, mit denen er schon so etwas, wie eine Freundschaft haben könnte. Denn ein ziemlich gemeiner und hinterlistiger Graf möchte aus dem Waisenhaus das höchst gelegene Hotel der Welt machen.

Kai Lüftner erzählt eine skurrile, lustige, spannende Geschichte, die aber auch den ein oder anderen leisen Ton hat. Eine Freundschaft, die sich erst aufbauen muss und Kinder, die merken, dass sie nur zusammen stark sein können.
Dabei ist sie schon ab und zu sehr verschachtelt, aber er verliert nicht den Blick für das Wesentliche. Nur sei hier gesagt, wer das nicht mag, der wird auch nicht glücklich mit dem Buch. Wir mögen das sehr und gerade beim Vorlesen kann man da herrlich mit der Stimme arbeiten.
Aber nicht nur das verschachtelte kann verwirrend sein, auch geizt Kai Lüftner nicht mit sonderbaren Wortkreationen. "Gigantokatepetel" ein Zungenbrecherwort für mich, kam meinem Sohn (8) leicht über die Lippen. Aber er bringt die Worte so genial in die sehr bildhafte Sprache ein, dass der Sinn meist direkt verstanden wird und wenn nicht, dafür sind die Eltern dann da, um etwaige Nachfragen des Sprösslings zu beantworten. Die kamen hier eher sehr selten vor. Besonders gut hat es meinem Sohn gefallen, wenn der Autor direkt den Leser angesprochen hat. So wurde es ein sehr lebendiges Lesen.

Die vorkommenden Personen hatten alle sehr witzige Namen, zum Beispiel Graf Arg von Hinterlist, Dr. Balduin Sesselfurz. Wir fanden es sehr witzig, obwohl ich denke, dass mein Sohn es aus einer anderen Sicht witzig findet. Es ist ein Buch, welches wir beide sehr gerne gelesen haben.
Sie sind so gut beschrieben, dass man sie sich auch ohne Bilder sehr gut vorstellen konnte.

Wir haben das Buch gemeinsam gelesen, immer er ein Stück, was ihm durch die vergrößerte Schrift auch sehr leicht viel und dann ich wieder ein Stück. Die Kapitel sind kurz gehalten und werden zusätzlich noch von schönen Illustrationen von Dominik Rupp aufgelockert. Diese setzten das Geschriebene perfekt in Szene und an manchen Kapitel sorgen sie für einen kleinen Blick in die Zukunft und man kann schon erahnen, was als nächstes geschehen wird.

Fazit:
Eine skurrile, lustige und  spannende Geschichte, die nicht jedermanns Geschmack trifft, uns aber sehr gut gefallen hat. 

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LG Mone