Donnerstag, 5. Juni 2014

[Rezension] Toter Sommer von Kat Rosenfield



 FISCHER FJB
ab 14 Jahren
320 Seiten, Klappenbroschur
 ISBN 978-3-8414-2155-5
14,99 Euro (D)
 
Inhalt:

Es ist der letzte Sommer den Becca in ihrem Heimatort verbringt. Der letzte Sommer, den sie auch mit James, ihrem Freund, verbringen wird. Sie wussten, dass es nur noch diesen Sommer geben wird. Denn Becca hat Pläne und die liegen weit außerhalb der kleinen Stadt.
Doch dann wird die Leiche eines unbekannten Mädchen gefunden. Zusammengeschlagen und liegen gelassen. 

 Die Autorin:

"Kat Rosenfield schreibt freiberuflich für mehrere Magazine im Internet, u.a. für MTV’s ›Hollywood Crush‹. Dies ist ihr erster Roman.Sie lebt in Neuengland, doch das kann sich ändern." (S. Fischer Verlage)

Erster Satz:

"An dem Abend, bevor Amelia Anne Richardson auf einer staubtrockenen Schotterstraße vor den Toren der Stadt ihr Leben verlor, verlor ich auf der Ladefläche eines Pick-up-Trucks unter dem sternenübersäten Himmel meine Würde." (Seite 7)

Meine Meinung:

"Toter Sommer" von Kat Rosenfield hat mich auf eine Weise gepackt und gefesselt, die ich so nicht erwartet habe. Als ich den Klappentext gelesen habe, habe ich ein spannenden Krimi erwartet, der aber auch gefühlvolle Seiten hat. Doch es ist soviel mehr wie ein Krimi. Es ist ein Buch der vom Loslassen erzählt, vom Leben in einer Kleinstadt, die von Klatsch und Tratsch und vorgefestigten Meinungen lebt. 

Becca erzählt ihre Geschichte, von dem letzten Sommer in ihrer Heimatstadt, der so vieles in ihrem Leben auf den Kopf gestellt hat. Es ist nicht nur das Loslassen von dem Bekannten und der Schritt in einen neuen Lebensabschnitt. Der Mord eines unbekannten Mädchen, wirft sie eigentlich schon aus der Bahn. Sie macht sich viele Gedanken über das Leben, die Zukunft, die Vergangenheit und auch die Liebe.

Aber es wird nicht nur die Geschichte von Becca erzählt, sondern auch die Geschichte von Amelia Anne Richardson, der jungen Frau, die auf brutale Weise ihr Leben verlor. Kurz vor der Stadt. Und so nach und nach kommen mehr Einzelheiten ans Tageslicht, die den Leser die Tat auflösen lassen.
 
Die Autorin hat einen unwahrscheinlich schönen und ausdrucksstarken Schreibstil, der mir vom ersten Satz an gefallen hat. Das was dem Buch an Spannung fehlt, weil es kein klassischer Krimi ist, wird durch diesen Schreibstil mehr als wieder gut gemacht. Gekonnt wurden mit Worten Gefühle, Handlungsorte und Ereignisse beschrieben. Sie spielt mit den Wörtern und ließ mich mehr als nur einmal staunen, wie schön sie diese Geschichte erzählt.

Doch die Autorin führt den Leser auch an der Nase herum. Sie legt falsche Fährten und lässt den Leser im Glauben, er hätte nun endlich den Fall gelöst. Doch sie hält mehrere Überraschungen in der Hand, die allen Glauben wieder zerrüttet. 

Gegen Ende wurde aus dem für mich sehr melancholischen und langsamen Buch, dann ein spannender Krimi. Der Übergang ist sanft und ich hatte nicht das Gefühl, dass ich auf einmal in einem anderen Buch bin. Die Abfolge der Geschichte werden schneller, aber wirken nicht gehetzt.


Fazit:

In dem Buch steckt soviel mehr, als nur ein Krimi und die Jagd nach dem Mörder. Es ist ein Buch, welches mich durch einen sehr ausdrucksstarken Schreibstsil gepackt und überrascht hat.  

   

 


 

1 Kommentar :

  1. Das Buch hat mir auch sehr gut gefallen. Gerade die Atmosphäre und die Schreibweise, sind so wunderschön ♥ Am Ende hat mir leider die Auflösung nicht ganz so gut gefallen.

    Schöne Rezension :)

    Liebe Grüße

    AntwortenLöschen

Wie die meisten Blogger, freue ich mich auch über liebe Kommentare und Feedbacks.

LG Mone