Mittwoch, 16. Juli 2014

[Rezension] Das Licht im Fenster von Dorothea Morgenroth

352 Seiten, gebunden 
 Nr. 816936
14,99 Euro (D)
 
 
Inhalt:
 
Die 18-jährige Charlotte wächst Mitte des 19. Jahrhunderts auf einem Gutshof in Deutschland auf. Sie ist schon als Kind ein Wirbelwind und auch als junge Frau möchte sie die Welt entdecken.
So kommt sie als Gesellschafterin der gelähmten Mallory nach England. Die beiden Frauen verbindet schon schnell eine innige Freundschaft und mit Myles, dem Sohn des Hausherren, ist sie nach kurzer Zeit verlobt. Als dieser bei einem Jagdunfall tödlich verunglückt stürzt die junge Charlotte in tiefer Trauer. Sie zieht sich zurück und ihr Leben beherrscht eine Gleichgültigkeit. Bis sie auf einen Brief von Myles findet, vor Jahren geschrieben, an eine "Charlie". Sie stößt auf einen Familienstreit, der die Familie vor Jahren entzweit hat und macht es sich als Aufgabe, die zerstrittene Familie wieder zusammen zuführen. Eine letzte Liebeserklärung an ihren verstorbenen Verlobten. 
Es beginnt eine Reise in längst vergangene Tagen, wo sie auf eine Mauer des Schweigens stößt und eine Reise in die Neue Welt...
 
Die Autorin:
 
"Dorothea Morgenroth ist gelernte Arzthelferin, hat aber schon früh ihre Leidenschaft für das Schreiben entdeckt. Mit "Der den Himmel lenkt" und "Die Bank unter der Linde" hat sie sich einen Namen als versierte Romanautorin gemacht. Sie lebt mit ihrem Mann und vier Kindern in Süddeutschland." (Quelle: Gerth Medien)
  
Meine Meinung:
 
"Liebe Freundin, liebe Reisegefährtin..." so beginnt das Buch "Das Licht im Fenster" von Dorothea Morgenroth. Es ist ein Eintrag in Charlottes Tagebuch, in dem sie ihren Kummer, ihre Freude, aber auch ihre Eindrücke von ihrer Reise niederschreibt. Mit diesen geschickt eingebrachten Tagebucheintragungen werden Zeitlücken geschlossen und Ereignisse, die in der Erzählung keinen Platz gefunden haben, dem Leser näher gebracht. Somit erhält man dann einen rundum Blick und es brachte mir Charlotte auch immer ein Stückchen näher.
 
Dorothea Morgenroth schreibt über Vergebung und es ist ihr gelungen, dieses Thema in eine wunderschöne Geschichte einzubinden. Daneben bringt sie noch Freundschaft, Liebe und viel Gefühl unter, ohne das es überladen wirkt. Mit herrlichen Landschaftsbeschreibungen, einer Schifffahrt nach Amerika im 19. Jahrhundert, die alles andere als ein Vergnügen war, rundet sie die Geschichte perfekt ab.
 
Die Protagonisten bringen Leben in die Geschichte und man trifft auf viele Menschen, die alle so unterschiedlich charakterisiert wurden. Besonders Tilda, eine Nebenfigur, ist mir so sehr ans Herz gewachsen. Sie ist gutmütig und hat ein riesengroßes Herz und alles, was sie sagt, dass glaubt man ihr auch. Zwar ist der christliche Bezug immer wieder im Buch spürbar, doch durch Tilda wird er richtig präsent. Dabei ist er nicht bekehrend oder aufdringlich, nur Tilda schöpft ihre Kraft und ihre Zuversicht aus ihrem Glauben. Sie vertraut auf Gott und das lebt sie auch.
 
Das Buch lebt nicht von einem großen Spannungsaufbau und hat dies auch überhaupt nicht nötig. Es überzeugt schon allein durch den herrlichen Schreibstil. Aber es werden ein paar Irrwege gelegt, in die Charlotte genauso tappt, wie der Leser, die im Verlauf der Geschichte jedoch befriedigend aufgelöst werden. 
 
Einzig das Ende kam mir viel zu schnell. Im Bezug zur vorhergehendem Tempo der Erzählung, war dieser schon fast rasant. 
Der Schreibstil hat mir von der ersten Seite an sehr gefallen. Er passt sich der Geschichte an und die Autorin findet immer wieder schöne Worte, um dem Leser etwas näher zu bringen.
 
Fazit:
 
Ein wunderbarer historischer Roman über eine Reise mit einem großen Ziel: Vergebung! 
 
 
 
    

1 Kommentar :

  1. Das hört sich wunderbar an! Kommt gleich auf meine Wunschliste!
    LG Martina

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LG Mone