Dienstag, 1. Juli 2014

[Rezension] Kains Erben von Charlotte Lyne

 559 Seiten, Taschenbuch
978-3-404-16970-2
9,99 Euro (D)
 
Inhalt:

Es ist ein unbeschwerter Tag, Ende des 13. Jahrhunderts, als die Kinder im Burghof spielen. Doch die Unbeschwertheit hält nicht lange an. Bewaffnete Männer dringen in die Burg ein und überfallen die Kinder.
11 Jahre später lebt Amicia, eines der Kinder, bei den weißen Mönchen vor den Klostermauern. Als sie einen verwundeten Ritter pflegt, erscheinen ihr Bilder von dem schrecklichen Überfall. Nach seiner Genesung muss sie mit ihm gehen. Doch irgendwas beunruhigt sie an dem Ritter. Auf ihrer Reise wird sie immer weiter von ihrer Vergangenheit eingeholt und nicht nur die holt sie ein.

Die Autorin:

"Charlotte Lyne, geboren 1965 in Berlin, studierte Germanistik, Latein, Anglistik und Italienische Literatur in Berlin, Neapel und London. Bevor sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern nach London zog, lebte sie einige Zeit in Glencoe, der schottischen Heimat ihrer Schwiegerfamilie.  Charlotte Lyne arbeitet als Autorin, Übersetzerin und Lektorin." (Quelle: Bastei Lübbe)


Meine Meinung:

Charlotte Lyne hat es wieder einmal geschafft mich zu begeistern. Zwar brauchte der Roman einige Seiten um mich zu überzeugen, doch das ist ihm, ab ungefähr dem 2. Teil, durchaus gelungen.

Ich durfte einige Zeit in einer längst vergangenen Welt wandeln, gespickt mit einigen historischen Begebenheiten, durch die man dann noch einen kleinen Einblick in die Geschichte Englands und der Ilse of Wight bekommt. Dabei muss ich auch das umfangreiche Glossar erwähnen und auch die letzten Worte der Autorin zum Buch. Gerade bei solch komplexen historischen Romanen für mich einerseits eine Bereicherung, auf der anderen Seite aber auch eine Erleichterung. Denn vieles hat man dann doch nicht auf dem Schirm.

Die Geschichte fängt mit einem brutalen und feigen Überfall auf die spielenden Kinder an. Über die Motive wird noch kein Wort verloren und der Leser tappt im Dunkeln. So nach und nach kommt man dem Geheimnis auf die Spur und wird mit wichtigen Informationen "gefüttert". 
Die verschiedenen Erzählstränge geben dabei einen rund um Blick, doch es war nicht so, als hätte ich mich dann als Leser überfordert gefühlt.

Wieder absolut herausragend sind die Protagonisten die Charlotte Lyne geschaffen hat. Ich verliebe mich jedes Mal auf´s Neue in meine liebsten Protagonisten und zetere jedes Mal, über die, die ich nicht so mag. Sie sind klar gezeichnet und jeder für sich ist Einzigartig. Sie machen das Buch lebendig. Die Beschreibungen der Handlungsorte runden das Bild dann komplett ab.

Der Schreibstil ist ebenso zum verlieben. Zwar plätscherte das Buch am Anfang ein wenig, doch es kommt der Punkt, so nach 100/150 Seiten, da kann man es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Je weiter man in die Geschichte eindringt, je mehr man erfährt, um so mehr nimmt sie einen auch gefangen.

Fazit:

Ein hervorragender historischer Roman über England im 13. Jahrhundert und die Geschichter der Ilse of Wight. Charlotte Lyne hat diese Welt wieder lebendig gemacht.    

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LG Mone