Freitag, 15. August 2014

[Rezension] Schattenzwilling von Katrin Bongard


ab 14 Jahren
272 Seiten, broschiert
ISBN-13: 978-3-8415-0279-7
12,99 Euro





Katrin Bongard kenne ich schon durch einige Bücher, die mir bis jetzt alle sehr gefallen haben, da sie immer sehr nah am Leben schreibt. Man kann sich in die Protagonisten einfühlen und sie sind greifbar für einen. Um so gespannter war ich auf den Jugendthriller "Schattenzwilling" von ihr. Den wollte ich mir dann nicht entgehen lassen.

Inhalt:

Die junge Theresa lebt mit ihren Eltern auf einem kleinen Bauernhof. Als diese einen Freund und seine Zwillinge einladen ist sie ziemlich verunsichert. Denn vor einigen Jahren war sie in Adrian verliebt. Doch der sitzt seit einem Unfall im Rollstuhl. Und zu Kai fühlt sie sich auf einmal ziemlich stark angezogen. Aber ist Kai auch wirklich Kai? Oder haben die Brüder die Rollen vertauscht? Ein perfides Verwechslungsspiel? Als noch mehrere Tiere auf dem Hof auf seltsame Weise sterben, bekommt es Theresa mit der Angst zu tun.

Die Autorin:

"Katrin Bongard lebte einige Jahre in New York und nun wieder in Berlin. Neben der Arbeit als Drehbuchentwicklerin für Film- und Fernsehen ist sie seit 2005 als Autorin tätig." (Quelle: Oetinger)

Erster Satz:

"Wenn ich am Morgen das Fenster öffne, sehe ich ein Landschaftsbild." (Seite 6, Schattenzwilling)  

Meine Meinung:

Es fällt mir schon schwer meine Meinung zu diesem Buch in Worte zu fassen, weil es diesmal ein ganz anderes Buch ist, als ich sie bis jetzt von Katrin Bongard gelesen habe. Es ist ein sehr vielschichtiger Jugendthriller, der neben dem Verwirrspiel, welches Theresa erleben musste, auch ein anderes Thema bereit hielt, welches mich als Leser nachdenklich gestimmt hat. Naturschutz. Und dies hat Katrin Bongard sehr geschickt in den Thriller eingebaut.

Erstmal war ich verwundert, dass der Thriller aus der Sicht der Hauptprotagonistin Theresa geschrieben wurde. Aber nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, fand ich es richtig klasse. Denn so war man Theresa sehr nahe und erlebte hautnah mit ihr die Situation, die sich in dem Buch dargestellt hat. Aber Theresa war mir nicht immer sympathisch. Oft war sie mir ein wenig oberflächlich vorgekommen, was ich aber jetzt mal auf ihr junges Alter schließe und sie lernt ja auch dazu. Denn das finde ich immer klasse bei den Büchern von Katrin, dass ihre Protagonisten nicht auf der Stelle stehen bleiben, sondern aus Situationen lernen und sich weiterentwickeln.

Wie Theresa entwickelt sich das Buch auch langsam und hält den ein oder anderen Überraschungseffekt bereit. Am Anfang hatte ich so gar keine Vorstellungen, wo mich das Buch hinführen wird und die Spannung kam nur zögerlich aus. Aber, dass das Buch dann doch so spannend wird und auch noch so verzwickt, denn auch ich war mir oft nicht mehr sicher gewesen und mindestens genauso verwirrt wie Theresa, hätte ich nicht Gedacht.

Aber ich habe einen kleinen Kritikpunkt, der mir ein wenig ins Auge gefallen ist. Der Umgang mit Cannabis in dem Buch, auch wenn er eigentlich zu medizinischen Zwecken hier eingesetzt wurde, ist mir doch sehr leichtsinnig und hervorstechend gewesen. Vielleicht einfach auch, weil das Thema bei uns in der Region im Moment ein großes mediales Interesse besitzt.

Der Thriller endet, wie sollte es auch anders sein, in einem sehr guten Show-Down, der einige Fragen beantwortet und noch das ein oder andere bereithält.

Fazit:

Ein vielschichtiger Thriller, der einige Überraschungen bereit hält und für Spannung und Verwirrung sorgt.

    

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LG Mone