Dienstag, 26. August 2014

[Rezension] Wo ein bisschen Zeit ist von Emil Ostrovski

FJB
ab 14 Jahren
304 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-8414-2160-9
16,99 Euro (D)
 
Inhalt:
 
Jack ist gerade 18 als er Vater wird. Seine Ex-Freundin möchte das Kind zur Adoption freigeben. Als Jack seinen Sohn in den Armen hält beschließt er, ihn seiner dementen Großmutter zu zeigen und entführt ihn aus dem Krankenhaus.
Nun gerät alles außer Kontrolle. Jack, sein Freund Tommy und später auch die Kindesmutter sind zwei Tage auf der Flucht vor der Polizei. Und während dieser Tage erzählt Jack seinem Sohn von den ganz großen Themen des Lebens.
 
Der Autor:
 
"Emil Ostrovski ist 23, er emigrierte mit seiner Familie aus Russland in die USA als er zwei Jahre alt war. Er mag Macarons, hat Philosophie studiert und verbringt mehr als ein bisschen Zeit auf langen Spaziergängen, beim Lesen von Kant und bei seinem Creative-Writing-Studium. Dies ist sein erster Roman." 
(Quelle: S. Fischer Verlage)
 
Meine Meinung:
 
Das Cover ist ein echter Hingucker und passt prima zu dem Buch. Auch den Titel finde ich, nachdem ich das Buch gelesen habe, mehr als passend. Denn Jack möchte auch ein wenig Zeit mit seinem Sohn verbringen.
 
Die Protagonisten fand ich sehr interessant. Jack, der Philosoph, Tommy, der Rebell und Jess, deren Verzweiflung manchmal spürbar wurde, weil sie sich die Frage stellen musste, ob sie alles richtig gemacht hat.
Während dem Roadtrip philosophiert Jack nicht nur mit seinem Sohn, den er kurzerhand Sokrates nennt, sondern auch mit dem Sokrates, der in seinem Kopf spuckt. Und wie das so bei Philosophen ist, wenigstens empfinde ich das so, können sie ganz schön abschweifen. So auch Jack, dessen Monologe Längen erreichten, die fast schon an meinen Nerven kratzten, wäre da nicht Tommy, der dann mit einer humorvollen Bemerkung wieder Schwung in die Geschichte bringt. Doch auch Jack mit Jack kann man seine humorvollen Momente erleben, denn ab und zu zeigt er, dass er einen genialen Wortwitz besitzt.
 
Der Klappentext erzählt eigentlich schon sehr viel von der Geschichte und den Leser erwartet nicht allzu viele Überraschungen. Ich fand es in dem Fall nicht so tragisch, denn es gibt für dieses Buch nur ein Ende und es geht in dem Buch nicht nur um das, was auf dem Klappentext steht. Manches steht zwischen den Zeilen, anderes springt einen direkt ins Auge. Es gibt ein paar Stellen, die mir noch länger in Erinnerungen bleiben werden, die mich auch zum nachdenken angeregt haben. 
 
Emil Ostrovski hat ein schönes Debüt hingelegt. Philosophie und ein feiner Humor passen durch aus sehr gut zusammen. Auch wenn das Buch die ein oder andere Länge hat, fand ich es sehr lesenswert.     

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LG Mone