Montag, 22. September 2014

[Rezension] Wild Cards. Das Spiel der Spiele von George R. R. Martin

penhaligon
544 Seiten, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-7645-3127-0
15,00 Euro (D)
 
Inhalt:
 
Seit den vierzigern Jahren hat sich das Wild- Cards- Virus immer 
weiter ausgebreitet. Manche Menschen wurden Joker und zeigten
körperliche Veränderungen, andere wurden Asse mit Superkräfte.
Doch jede Kraft ist einzigartig. Jonathan Hive, der sich in einen
Wespenschwarm verwandeln kann oder Lohengrin, der eine
unzerstörbare Rüstung herauf beschwören kann.
 
Die meisten islamischen Länder haben sich zu einem Kalifat zusammen getan. Doch als ihr Kalif umgebracht wird, steht für sie fest, dass die terroristischen Joker, die nach einem Glauben des alten Ägypten leben, für den Anschlag verantwortlich sind. Sie wollen nun den 
Mord an ihren Kalifen rächen und machen Jagd auf die Joker.
 
Zur gleichen Zeit findet in Amerika eine neue Casting- Show start. Aus allen Assen soll der nächste "American- Hero" gekürt werden.
Die Asse haben dabei Prüfungen zu bestehen und nach jeder Prüfung die als Verloren gilt, wird ein Ass von seinen Mitstreitern heraus gewählt.
Doch wird dieser dann auch wirklich ein wahrer Held sein?
 
Meine Meinung:
 
Es gibt so ein schönes Sprichwort, dass viele Köche den Brei verderben und auch wenn ich von dem Buch magisch angezogen wurde, hatte ich doch so leichte Bedenken gehabt.
 
Aber die Bedenken hatte ich nach wenigen Seiten schon über Bord geworfen, denn das Buch hat mich auch magisch in seine Geschichte eingezogen. Ich habe die Casting-Show live miterlebt und war dann kurze Zeit später in Ägypten, wo ich mit den "Loosern", denen die aus "American next Hero" geflogen sind, gegen die Verfolgung und Unterdrückung der Joker zu kämpfen. Und besonders die Situation in Ägypten fand ich sehr interessant, denn dieses Thema ist nicht nur brisant, sondern immer wieder aktuell.
 
Der Anfang ist schon Spannung pur und legt einen perfekten Grundstein für die Geschichte. Dann kommt es zu einen "Bruch" und man erfährt von Jonathan Hive, was es heißt ein Ass zu sein. Die TV- Produktion nimmt immer mehr Raum ein. Man ist bei der Vorentscheidung dabei, erlebt die ersten Prüfungen und am Rande bekommt man mit, was in Ägypten los ist. Irgendwann wendet sich das Blatt wieder und der Wendepunkt fand ich ganz passend, denn nur von der Show zu lesen, wird auf Dauer langweilig und Ägypten tritt immer mehr in den Vordergrund. Durch Jonathan Hives Blogeinträge bekommen die Geschehnisse noch ein wenig mehr Tiefe.
 
Die Protagonisten sind am Anfang zahlreich und ich hatte so meine liebe Mühe, die alle auseinander zu halten. Die Aufteilung in die Gruppen war mir dabei eine große Stütze und die Seiten habe ich mir markiert. Aber im Laufe der Zeit wandelt sich das Blatt und die wirklich Wichtigen kristallisieren sich heraus. 
 
Die Spannung kommt in Wellen. Mal ist sie ganz hoch, dann flaut sie auch ein wenig ab, aber bevor es so richtig in eine Länge übergeht, kommt sie auch wieder zurück.
 
Da mehrere Autoren an dem Buch gearbeitet haben, merkt man ab und an einen Unterschied in dem Geschriebenen. Das fand ich richtig spannend und überhaupt nicht störend.
 
Das Ende ist zeitgleich auch ein neuer Anfang, doch ohne einen fiesen Cliffhanger. Ich bin gespannt, was da noch kommen wird.
 
Fazit:
 
"Wild Cards" macht definitiv Lust auf mehr. Brisante und aktuelle Themen wurden sehr gut in das Buch mit eingewoben und mit einem Touch Fantasy richtig gut umgesetzt.
 
  
      

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LG Mone