Dienstag, 21. Oktober 2014

[Rezension] Salt&Storm. Für ewige Zeiten von Kendall Kulper

FISCHER Sauerländer
ab 14 Jahren
448 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
978-3-7373-5100-3
16,99 Euro (D)

Inhalt:
 
Seit ewigen Zeiten leben die Roe-Frauen auf Prince Island und geben den Seefahrern Schutz für ihre Fahrten. Avery ist die letzte Roe und wächst bei ihrer Großmutter auf. Ihre Bestimmung ist es die Hexe zu werden. Doch der Preis hierfür ist hoch.
 
Die Autorin:
 
"Kendall Kulper wuchs im Norden New Jerseys auf. Sie arbeitete einige Jahre als Journalistin, beschloss aber irgendwann, sich ganz dem Schreiben von literarischen Texten zu widmen. Am meisten beschäftigen sie die Momente, in denen Menschen sich entscheiden müssen: Wer bist du wirklich, wofür stehst du ein – und wer willst du sein? Kendall Kulper lebt mit ihrem Mann und einem Hund in Chicago." (Quelle: S. Fischer Verlage
 
Der erste Satz:
 
"Den Mühen meiner Mutter zum Trotz habe ich niemals den Tag vergessen, an dem meine Großmutter mir beibrachte, den Wind zu zähmen." (Seite 9)
 
Meine Meinung:
 
Es ist für mich nicht ganz einfach eine Rezi zu "Salt&Storm" zu schreiben und nach dem ich das Buch beendet hatte, musste ich es erst ein wenig ruhen lassen. Es ist ein schönes Buch, aber es ist auch ein Buch, auf das man sich einlassen muss. Denn es beginnt wie eine leichte Brise bevor es sich zu einem gewaltigen Sturm entwickelt, der mich als Leser fort gerissen hat.
 
Avery lässt uns teilhaben an einem Teil ihres Lebens und erzählt ihre Geschichte. Es ist eine tragische Geschichte, die dennoch einige schöne Momente bereithält.
 
Das Buch ist in 3 Teile gegliedert und im ersten Teil schaut sie zurück auf ihr Leben bei ihrer Großmutter bis zum Tag X. Die Vorgeschichte dehnt sich für meinen Geschmack leider ein wenig aus und von Spannung kann man nicht reden. Aber sie ist wichtig, um zu verstehen, warum alles so gekommen ist. Und an Spannung wird es nicht fehlen. Denn im zweiten Teil baut sie sich nach und nach auf, bis sie in einem gigantischen Sturm endet. Und das im wahrsten Sinne. Im dritten Teil bekommt man noch einen kleinen Rückblick und wenn man den letzten Satz gelesen hat, kann man das Buch rundum zufrieden zu klappen, ohne das große Fragen im Raum stehen bleiben.
 
Die Protagonisten sind wunderbar in Szene gesetzt. Es gibt kleine aufreger und von Anfang an große Sympathien. Avery ist für ihre 16 Jahre perfekt umgesetzt. Sie ist eine Jugendliche, die auf der einen Seite erwachsen sein möchte, aber auch noch viel lernen muss. Ein wenig naiv, doch das darf man in dem Alter auch noch sein. Hinzu kommen noch sanfte und raubeinige Seebären, die man sich alles samt gut vorstellen kann.
Durch die tollen Landschaftsbeschreibungen fühlte ich mich an den Ort des Geschehens versetzt und war mit dabei, als der Sturm los ging.
 
Was ich sehr gelungen fand, war die Mischung aus Fantasie und Magie in einem historischen Setting, denn die Geschichte spielt zu einer Zeit, als die Menschen ihren Lebensunterhalt mit dem Walfang verdienten. 
 
Fazit:
 
Ein Buch, welches wie eine leichte Brise beginnt und in einem großen Sturm endet.    
 
 

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LG Mone