Donnerstag, 27. November 2014

[Rezension] Der Teufelsfürst von Silvia Stolzenburg

409 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
9783937357751
 17,95 € (D)
Autorenseite 


Inhalt:
1477- Vlad erfährt als Geisel am Sultanshof, die Hölle auf Erden. Er muss zuschauen, wie sich Prinz Mehmet seinen Bruder Radu immer mehr umgarnt. Da reift in ihm der Plan der Vergeltung, um seinen Bruder zu rächen und endlich die Freiheit zu erlangen.
Gleichzeitig muss in Ulm die junge Zehra von Katzenstein vor Gericht. Sie soll eine Hexe sein und ihren geliebten Vater ermordet haben. Bis auf ihren Bruder scheint keiner ihr zu glauben und verzweifelt, versucht sie ihre Unschuld zu beweisen.
Der erste Satz:
"Die spätmittelalterliche Welt befindet sich im Umbruch."
Meine Meinung:
Das Buch "Der Teufelsfürst" stand schon einige Zeit auf meinem Wunschzettel und dank einer tollen Leserunde bei lovelybooks, habe ich die Chance bekommen dieses Buch (und das zweite) zu lesen. Die Geschichte um Vlad Draculea, der als Pfähler in die Geschichte einging, macht es für mich sehr reizvoll. Denn, auch wenn die meisten ihn mit Bram Stokers Dracula in Verbindung bringen, ihn hat es wirklich mal gegeben.
"Es ist keine Geschichte über Vampire oder andere blutsaugende Kreaturen, welche die Nächte unsicher machen." (aus der Vorbemerkung der Autorin)
Aber das Buch handelt nicht nur von Vlad, sondern auch von der Familie Katzenstein in Ulm. Für Kenner der Ulm-Trilogie wird vieles klarer sein, aber auch die Leser, die die Ulm-Trilogie nicht kennen, ich kenne sie auch noch nicht, werden eigentlich keine Probleme haben, dem Buch zu folgen. Ich fand es höchst interessant und es hat mir die Trilogie nur noch mehr schmackhaft gemacht.
Das Buch besteht aus mehreren Handlungssträngen, die aber trotzdem nicht verwirren. Anfangs wechseln sich die Geschehnisse in Ulm und am Sultanshof in Erdine ab. Beide Handlungsstränge haben ihren Reiz. Auch, wenn der von Vlad ein wenig in den Hintergrund gerät und man eigentlich mehr über ihn erfahren möchte, fügte sich die Katzenstein Geschichte perfekt hinein und es gab so ein tolles Gesamtbild. Man fragt sich zwar zwischendurch, wie das alles zusammen geführt wird, aber die Sorge, dass es irgendwie zu unlogisch wird, ist unbegründet gewesen. Das Buch habe ich vollends zufrieden zu geklappt.
Der Schreibstil ist einfach nur wow. Sehr einnehmend und fesselnd schreibt Silvia Stolzenburg ihre Geschichte. Man wird fortgezogen in eine andere Welt in längst vergangenen Tagen. Die Handlungsorte, die herrschenden Zustände werden schön eingefangen und mir als Leser nahe gebracht.
Neben dem Schreibstil, der mir sehr zugesagt hat, finde ich die Ausstattung des Buches auch wundervoll. Eine Karte ziert die Innenseiten der Buchdeckeln (ich liebe Karten, es gibt ein Personenregister und was ich immer auch sehr toll finde, ist das Nachwort, was mir das Buch noch ein wenig näher bringt.
Das Ende war ein wenig vorhersehbar, aber dennoch, war es ein spannendes Ende und die Lust auf den zweiten Band wird angefacht.
Fazit:
Eine Buch, welches mich in eine andere Welt versetzte. Spannend und mit einem sehr einnehmenden Stil geschrieben. 

Keine Kommentare :

Kommentar veröffentlichen

Wie die meisten Blogger, freue ich mich auch über liebe Kommentare und Feedbacks.

LG Mone