Donnerstag, 27. November 2014

[Rezension] Und immer wieder Weihnachten von Heike Abidi

 ab 8 Jahren
128 Seiten, Hardcover
Illustrationen: Stefanie Jeschke
978-3-649-61503-3
9,95 € (D)
Autorenseite 

Wenn man Post vom Verlag bekommt, dann kann das auch schon einmal so aussehen. Eine absolute Überraschung!

Aber, dass heißt dann natürlich nicht, dass das Buch auch gut ist. In dem Fall kann ich vorab schon einmal sagen, es ist absolut schön und meine Kinder und ich hatten sehr viel Spaß gehabt, dieses Buch gemeinsam zu lesen.

Inhalt:

Für Noelle ist Weihnachten das schönste Fest des Jahres. Sie freut sich so richtig drauf. Doch dann geht am heiligen Abend alles schief. Die Weihnachtskugeln zerbrechen, der Baum ist schief und der Kuchen verbrannt. Die Stimmung ist ganz komisch und das schöne weihnachtliche Gefühl mag sich auch nicht einstellen. Am liebsten würde Noelle diesen Tag aus dem Kalender streichen. Und da passiert es: Die Weihnachtskugel, die sie vom Bettler Balthasar geschenkt bekommen hat, fängt an zu leuchten und am Morgen ist wieder Heilig Abend! Ob es diesmal ein perfektes Weihnachtsfest geben wird?

Meine Meinung:

Schon das Cover besticht durch seine freundlichen und hellen Farben und was man leider nicht so gut sieht, die Schneeflocken glitzern richtig. Es strahlt schon eine Fröhlichkeit aus, die die Lust aufs Lesen nur vergrößern. Und auch die Illustrationen im Buch, sind schön bunt und haben die jeweilige Situation perfekt eingefangen.

Doch es sind nicht nur die Bilder die begeistern, die Geschichte strahlt so viel Liebe aus, dass es einfach nur Spaß macht, sie gemeinsam mit den Kindern zu lesen. Sie bietet den ein oder anderen Gesprächsstoff und bringt den Kindern die Werte näher, die wirklich wichtig sind. Denn an Weihnachten geht es nicht nur um die Geschenke.

Schon am Anfang merkt man zusammen mit Noelle die komische Stimmung, die bei der Familie Engel herrscht. Es hat überhaupt nichts mit der weihnachtlichen Gespanntheit zu tun, die eigentlich herrschen sollte. Jedes Familienmitglied lebt eher für sich und Noelle, die versucht alles "richtig" zu machen, gefällt es garnicht. Immer nur "müssen" und "muss". Da bleibt die Familie auf der Strecke. Und da geht die Karte ganz klar an die Eltern und mit einem Augenzwinkern wird man darauf aufmerksam gemacht, vielleicht doch mal einen Gang runterzuschalten und sich bewußt für die Familie mal Zeit nehmen.

Die Gefühlswelt von Noelle, die ein wenig auf den Kopf steht, kommt dabei sehr gut rüber. Sie hätte so gerne wieder das Weihnachtsgefühl, welches sie noch hatte, als sie an den Weihnachtsmann glaubte. Doch genau das möchte sich nicht einstellen. Wie man das erreicht, da hat der Bettler Balthasar etwas so wahres gesagt. Wenn man Freude schenkt, dann kommt das Weihnachtsgefühl ganz automatisch.

Heike Abidi lässt die Protagonisten lebendig werden. Etwas überspitzt wird die Geschichte erzählt, aber genau das, lässt es für die Kinder begreifbar werden und bringt den Stoff für Gespräche mit.

Für geübte Selbstleser ist die Schriftgrößer und der größere Zeilenabstand kein Problem. Meine Kinder (9+7), die jeweils das Gesagte von Noelle und Niclas vorgelesen haben, hatten mit der Größe kein Problem. Doch ich finde, dieses Buch eignet sich perfekt fürs gemeinsame lesen. Es gibt nichts schöneres, als sich auf der Couch einzukuscheln und zu lesen und so die Vorweihnachtszeit gemütlich zu verbringen. Denn an der Geschichte haben auch etwas jüngere Zuhörer, so etwa 6/7 Jahre auf jeden Fall ihren Spaß.

Fazit:

Eine schöne, lustige und überspitzte Geschichte, die dennoch viel Gefühl hat. 

Kindermeinung:

Sohn (9): Ich habe ja erst gedacht, dass ist ein Mädchenbuch, weil das Cover glitztert. Aber die Geschichte fand ich dann doch sehr schön. Noelle hat mir am Anfang so leid getan und dieses perfekte Weihnachtsfest fand ich total doof. Da ist es bei uns viel schöner.

Tochter (7): Das Buch war so toll. Mir hat es Spaß gemacht zusammen mit meinem Bruder und Mama das Buch zu lesen. Niclas und mein Bruder sind fast gleich. Der will auch immer cool sein und ärgert mich. Aber so ein ganz kleines bisschen Streit ist schon ok, da kommt das Christkind trotzdem. Denn an den Weihnachtsmann glaube ich nicht, bei uns kommt das Christkind. Und ich weiß genau, wie toll das an Weihnachten bei uns wird. Das ist immer so spannend und Mama ist fröhlich und bei uns gibt es kein "müssen". Die Bilder fand ich schön, da war auch noch was drauf, das gab es garnicht in der Geschichte. Das verrate ich aber nicht.       
  

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