Samstag, 27. Dezember 2014

[Rezension] Das Reich des Teufelsfürsten von Silvia Stolzenburg


464 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
978-3937357867
17,95 Euro (D)


Inhalt:

1456: Nach acht Jahren kommt Vlad aus dem Exil und übernimmt sein Fürstentum. In den acht Jahren hat Zehra im Kloster verbracht und dort ihren Sohn Carol zur Welt gebracht. Aber es ist nicht jeder für den Woiwoden und Vlad setzt sich mit Gewalt und Folter durch. Ein Versuch, seine Stellung zu festigen.

Zur gleichen Zeit in Ulm wird Zehras Bruder Ulf von Sophias Gefühlskälte aus dem Haus getrieben. Immer öfters geht er auf Handelsreisen und lässt seine Frau und Söhne zurück. Bis eine Entscheidung von ihm fatale Folgen hat.

Meine Meinung:

Es ist der zweite und letzte Band über den Menschen, der als Pfähler in die Geschichte eingegangen ist. Seine Geschichte und sein Werdegang stehen in diesem Band eher im Vordergrund, während der Strang, der von Ulm erzählt, etwas in den Hintergrund gerückt ist. Aber beide Stränge wurden wieder sehr gut mit einander verbunden und zum Schluss hin dann auch zufriedenstellend beendet.

Zu dem gibt es immer wieder Einblicke in den Palast von Mehmet, wo Vlads Bruder Radu mittlerweile Wesir ist.  

Es ist ein recht düsteres und brutales Buch und viele Lichtmomente gibt es nicht. Vlad regiert sein Land in dem er Angst und Schrecken hervorruft und macht ihn nicht gerade zu einem Sympathieträger. Er ist grausam und kalt. Einzig die Passagen in denen er mit Zehra zusammen ist, wirkt er wie ausgewechselt.

Es ist ein sehr gut geschriebenes und recherchiertes Buch. Silvia Stolzenburg hat es wieder geschafft, einen Teil der damaligen Geschichte perfekt mit einer fiktiven Geschichte zu kombinieren. Die Personen sind schön beschrieben und man bekommt sofort ein Gespür zu ihnen. Sie bleiben nicht blass und leblos sondern machen die Geschichte lebendig mit ihren Taten und ihrem Leben.

Der Schreibstil ist wieder sehr schön. Die Autorin lässt Bilder im Kopf entstehen und beschreibt Situationen ungeschönt und wie es halt war. Das wird nicht jedermanns Geschmack sein und man sollte sich, wenn man ein Buch von dem Pfähler liest, auch auf einiges gefasst machen. Die Zeiten damals waren hart und Vlad war ein Monster.

Sehr interessant und lesenswert fand ich auch wieder das Nachwort der Autorin, in dem sie ein wenig über die Entstehung des Buches und geschichtliche Aspekte nochmals erläutert.

Fazit:

Spannend und ungeschönt geschriebenes Buch. 


  

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LG Mone