Sonntag, 21. Dezember 2014

[Rezension] Das Seelenhaus von Hannah Kent

384 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
 ISBN: 978-3-426-19978-7
19,99 Euro (D)
Originaltitel: Burial Rites
 
Inhalt:
 
Island 1828: Auf grausame Weise werden zwei Männer ermordet. Die Täter sind schnell gefasst. Unter ihnen die Magd Agnes Magnusdottir. Sie und ein junges Paar werden zum Tode verurteilt und besonders an Agnes möchte der Landrat ein Exempel statuieren. Diese nimmt das Urteil ohne Regung an und soll bis zur Hinrichtung bei der Familie eines Beamten unterkommen. Während die Familie in großer Sorge ist eine Mörderin zu beherbergen, taut die verschlossene Agnes bei der Arbeit auf und erzählt nach und nach die Geschichte ihres Lebens. Die langen Gespräche mit ihrem Beichtvater hört die Familie mit und Margret stellt die Wahrheit über Agnes in Frage.

Der erste Satz:
 
"Sie sagen, ich soll sterben."

Meine Meinung:
 
Meine Erwartungen an das Buch waren ganz anders gewesen. Ich wusste nicht, dass Agnes Magnusdottir eine reale Person ist, die letzte Frau, die in Island hingerichtet wurde und ich hatte auch eher vielleicht ein Art Krimi erwartet. Doch ich habe etwas ganz anderes bekommen und das was ich bekommen habe, ließ mich erstmal sprachlos zurück. Es ist ein emotionales und wie ich finde, sehr grandioses Buch. 
 
Hannah Kent gibt Agnes Magnusdottir eine Stimme und lässt sie erzählen, wie ihr Leben ausgesehen hat und was geschah, in jener Nacht, als die beiden Männer ermordet wurden. Dabei ist dieser Teil eine fiktive Geschichte, aber sie wäre so möglich gewesen. 
 
In einer sehr ruhigen und fast schon melancholisch anmutenden Schreibweise ist dieses Buch geschrieben und mich hat dies komplett eingenommen. Spannungsmomente gibt es nicht, denn es ist die Geschichte eines Lebens. Eines Lebens, welches so schnell ausgelöscht wurde und eines Lebens, in dem es nicht viel Schönes gab.

Aber das Ende und damit meine ich nicht die Hinrichtung, bzw der letzte Gang, haben mich wirklich aufgewühlt. Hannah Kent hat ihre Version der Tatnacht in die Geschichte eingewoben. Dies hat sie so glaubwürdig mit eingewoben, dass es so auch hätte sein können. Doch das müsst ihr selbst lesen.

Es ist ein Buch, dass ich nur weiterempfehlen kann. 

Fazit:
 
Ein Buch, mit einer wahren Begebenheit, gepaart mit einer absolut glaubwürdigen fiktiven Geschichte. Ein grandioser Debütroman.
 
 

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LG Mone