Dienstag, 3. Februar 2015

[Rezension] Stille Feindin von Alexandra Kui


ab 14 Jahren
320 Seiten, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-570-16275-0
9,99 Euro (D)

cbt 

 



Inhalt:

Die 17 jährige Farina lebt auf dem Lande bei ihrer Pflegemutter Gesine. Ihre Vergangenheit ist geprägt von vielen Pflegefamilien und Heimaufenthalten, wo sie nichts Gutes erfahren hat. Sie hat selbst den ein oder anderen Mist gebaut, doch bei Gesine scheint sie zur Ruhe zu kommen und blüht auf.

Als Tami in ihre Nachbarschaft zieht, freundet sich Farina mit dem schüchternen Mädchen an. Sie sind beide eher wie Tag und Nacht. Doch dann stellt Farina eine Verbindung zwischen ihrer und Tamis Familie auf und in ihr wächst die Wut und der Wunsch nach Rache.


Meine Meinung:

Ich muss zugeben, ich hatte am Anfang ein paar Schwierigkeiten mit dem Buch. Der Prolog, der sehr spannend anfing und schon ein wenig eine Vorahnung der geschichtlichen Entwicklung gibt, fand ich noch toll. Zwar werden keine Namen genannt, doch man hat im Verlauf der Geschichte schnell raus, um wen es sich handelt. Das tut dem Buch aber keinen Abbruch. Aber dann fing bei mir erstmal die große Verwirrung an und die Fragezeichen bildeten sich in rascher Folge in meinem Kopf. Das lag viel daran, dass man immer wieder in Farinas Vergangenheit hinein katapultiert wurde. Doch es entwickelt sich dann nach einiger Zeit zu einem wahren Pageturner, den man einfach nicht mehr aus der Hand legen kann.

Durch die sehr tief angelegten Hauptprotagonisten, man erfährt vieles aus ihrer Vergangenheit und wie sie so denken, bekommt man ein gutes Gespür für diese und ihre Handlungsweisen. Sie sind in ihrem Rahmen absolut glaubwürdig und auch wenn man das ein oder andere vielleicht nicht nachvollziehen kann, hat man durch ihre Vergangenheit schon eher Verständnis dafür. 

Die Rachegedanken von Farina gingen sehr weit. Man merkt wie der Keim in ihr wächst und von außen noch weiter genährt wird. Und ich habe mich an manchen Stellen gefragt, wie weit wird das Mädel gehen? Und schafft sie es, sich aus den Ketten der Vergangenheit zu befreien.

Das Ende kam mir dann leider viel zu schnell und irgendwie fehlte mir da ein wenig der Pfiff. Es war zu einfach gestrickt, wenn man sich so den Aufbau der restlichen Geschichte anschaut. Das fand ich da echt ein wenig schade.

Stille Feindin ist ein richtig gut angelegter Psychothriller für Jugendliche, wo die Psyche im Vordergrund steht. Spannung erhält er nicht durch Gewalt und Blut, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Denn ein guter Thriller kann einem auch auf unblutige Wege einen eisigen Schauer über den Rücken jagen.

Fazit:

Ein sehr guter Psychothriller für Jugendliche. Nach anfänglicher Verwirrung, kam ein sehr gut ausgebauter Mittelteil. 





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LG Mone