Montag, 27. April 2015

[Rezension] Die Falle von Melanie Raabe

btb
352 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
978-3-442-75491-5
19,99 Euro (D)



Inhalt:

Die 38-jährige Autorin Linda Conrads hat seit 11 Jahren ihr Haus
am Starnberger See nicht mehr verlassen. Die Umstände, die zu diesem 
Trauma geführt haben, ist der Mord an ihre Schwester Anna. Linda
hat den Mörder noch vom Tatort flüchten sehen, doch dieser wurde
nie gefunden. Seit dem wird sie von Albträumen heimgesucht. Eines 
Tages sieht sie den Mörder ihrer Schwester im Fernsehen. Ein Schock!
Sie beginnt einen perfiden Plan zu schmieden und dem Mörder eine
Falle zu stellen. Aber ist es wirklich der Mörder von Anna?
Was ist damals geschehen!

Meine Meinung:

Das Buch "Die Falle" ist mir schon einige Mal im Internet begegnet
und die vielen guten Rezensionen sprechen für das Buch. Diesen
Rezensionen kann ich mich nur anschließen, denn "Die Falle" ist eine
der Entdeckungen dieses Jahres.

Melanie Raabe hat einen großartigen Debütroman geschrieben und 
anstatt mit blutigen Szenen Spannung zu erzeugen, setzt sie auf
die psychologische Seite. 

Die Geschichte ist aus der Perspektive der schwer traumatisierten
Linda Conrads geschrieben. Man merkt als Leser, wie tief das
Traumata reicht, bekommt ein gutes Gespür, für die 
Gefühlswelt von Linda. Ich fand das Thema echt gut umgesetzt, auch
wenn ich mich am Anfang allerdings ein wenig schwer getan habe.
Denn genau da hält sich die Spannung noch zurück und das Buch 
wirkte ein wenig langatmig. 

Doch dies änderte sich schnell. Die Spannung baute sich immer mehr 
auf. Geschickt hält Melanie Raabe dabei den ein oder anderen
Cliffhanger am Ende eines Kapitels bereit, der einen dazu zwingt
weiterzulesen. Auch die Verwirrungen, die sie in die Geschichte 
eingebaut hat, fand ich großartig. Ich war ab und an echt am
zweifeln gewesen, ob es sich nun wirklich so zugetragen hat, wie
Linda es erzählt.

Sehr gelungen fand ich auch, das Buch im Buch. Der Mord an Lindas
Schwester Anna wird in einem Thriller behandelt, den Linda schreibt.
Unter "Blutschwestern" erfährt man viel, was damals passiert ist.

Melanie Raabe hat einen wunderbaren Schreibstil, der so ganz anders
ist, als in einem herkömmlichen Thriller. Er hat mich mit seiner 
eigenen Art gepackt. 

Die einzige Kritik die ich an diesem Buch habe, sind die zögerliche 
Spannung, gerade am Anfang und das Ende nach dem Ende, hätte ich 
so nicht mehr gebraucht. 

Fazit:

Eine Autorin die ich mir merken werde. Ein sehr gelungener 
Debütroman, der seinen Thrill ganz auf die psychologische Seite
legt und mit wenig Blut auskommt.  





 

  
  

1 Kommentar :

  1. Aaaah, schon wieder so eine tolle Rezension zum Buch! Ich freue mich schon auf diesen Thriller <3

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LG Mone