Mittwoch, 12. August 2015

[Rezension] Kreidemädchen von Carol O`Connell



Thriller
544 Seiten, Taschenbuch
Originaltitel: Chalk Girl
Übersetzung: Judith Schwaab
ISBN: 978-3-442-74741-2
9,99 € (D)



Inhalt:


Ein kleines Mädchen wird im Central Park aufgegriffen. Sie schaut aus, wie eine Elfe und hat ein sehr offenes Wesen. Jeden möchte sie umarmen, von jedem fordert sie Liebe. Auf ihrem T-Shirt befinden sich Blutflecken und sie erzählt, dass die vom Himmel gekommen sind. Von ihrem Onkel Red. Sie scheint sehr verwirrt zu sein. Doch Detectiv Mallory nimmt sich ihrer an und bald findet man die Leiche von Onkel Red hoch in einem Baum hängend. Mallory und ihr Partner Riker befinden sich schnell in einem Sumpf aus Gewalt und Geheimnissen und einer Geschichte, die schon Jahre zurückliegt.

Meine Meinung:

Ratten! Ganz viele Ratten! Das ist das erste was mir zu dem Buch einfällt und wo ich doch ein wenig Überwindung aufbringen musste, nicht auf den ersten Seiten das Buch wieder wegzulegen. Nichts gegen Ratten, ich habe keine allzu große Abneigung zu diesen Nagern, aber die immense Anzahl war dann doch zu viel und jagte mir einen Ekelschauer nach dem anderen über den Rücken.

Erst so nach und nach verzogen sie sich und blieben immer nur noch kleinere Erwähnungen des Mädchens, die alles über Ratten weiß und ihr Wissen gerne mal weiter gibt.

Am Anfang eines jeden Kapitels wunderte ich mich dann über die Zitate eines Ernest Nadlers. Ich konnte sie nicht wirklich einordnen, doch man sollte sie sich auf jeden Fall durchlesen, denn sie geben, je weiter man in das Buch und den Fall abtaucht, mehr Sinn.

Der Fall ist sehr komplex und hat viele Überraschungen bereit gehalten, die ich nicht immer vermutet habe. Detectic Mallory ist zwar eine geniale Ermittlerin, allerdings bin ich mit dieser Person oft an meine Grenzen gestoßen. Knallhart, eiskalt auf der einen Seite, was für mich nichts mehr mit der Taffheit zu tun hatte, die ich gerne öfters bei ihr gesehen habe. Ich kam nicht an sie ran und sie ließ mich auch nicht an sich ran. Da war mir ihr Partner Riker schon lieber gewesen.

Die rund 540 Seiten sind eigentlich flott gelesen, wenn man den Anfang dann geschafft hat und das Ratten Trauma überwunden. Zwar schleicht sich noch die ein oder andere Länge hinein, aber das fällt kaum ins Gewicht. Der Fall ist sehr gut durchdacht, besonders auf der psychologischen Seite ist er absolut lesenswert. Als der Täter feststand, hat die Autorin mit weiteren Enthüllungen und Überraschungen noch einen guten Abschluss gefunden.

Fazit:

Ein absolut spannender Thriller, der sich von Seite zu Seite prima weiterentwickelt und  mich in den Bann gezogen hat.

   

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LG Mone