Montag, 26. Oktober 2015

[Rezension] Darkmouth. Die Andere Seite von Shane Hegarty

Warnung vor Spoilern!
Es ist der zweite Band der Darkmouth-Reihe und die Geschichte geht dort weiter, wo das erste Buch geendet hat. Wer das erste Buch nicht kennt, sollte diese Rezi auch nicht lesen.


ab 10 Jahren
400 Seiten, Hardcover
Originaltitel: Darkmouth. World Explodes
Übersetzung: Birgit Salzmann
Illustrationen von Moritz Schaaf
978-3-7891-3726-6
16,99 Euro (D)
Verlagsgruppe Oetinger 




Inhalt:
Hugo, Finns Vater, sitzt auf der Verseuchten Seite fest. Auf der Seite, wo die Legenden hausen, auf der Seite, wo Menschen eine Leibspeise sind. Also bleibt Finn nichts anderes übrig, als seinen Vater zu retten. Zusammen mit seiner Freundin Emmie und dem Gutachter Estravon gelangt er auf die Verseuchte Seite, wo die Gefahr lauert und schon bald ist Finn auf sich alleine gestellt.
Meine Meinung:
Das Buch ist die perfekte Fortsetzung zum ersten Band und man muss diesen gelesen haben. Denn da wo Band 1 aufhört, fängt der 2. Band auch an. Auch das Cover ist wieder sehr gelungen. Diesmal erscheint das klaffende Maul in einem feurigen rot und passt perfekt zu dem giftigen grün von Band 1.

Es gibt eine Reihe neuer Protagonisten in "Darkmouth. Die Andere Seite", doch man begegnet auch wieder vielen bekannten Gesichtern.
Selbstverständlich sind Finn und Emmie wieder mit von der Partie und auch Emmies Vater ist dabei. Hinzukommt nun noch ein Gutachter vom Rat der 12 und ja, der war echt gewöhnungsbedürftig. Wenn ich noch in Band 1 gedacht habe, Mensch was ist Emmies Vater nur für ein Schnösel, schlimmer kann es nicht mehr kommen, hat mich Band 2 eines besseren belehrt. Estravon ist ein Schnösel und Paragraphenreiter und zu allem Überfluss ist er mit auf die Verseuchte Seite gelangt. Das macht die Rettungsaktion nicht unbedingt leichter, besonders weil Finn ja nicht gerade zu den organisiertesten Menschen gehört. Gott sei Dank ist die taffe Emmie noch mit dabei. 

Auf der Verseuchten Seite wimmelt es ja nur so vor Legenden, klar, ist ja deren Heimat. Es gibt ein witziges Wiedersehen mit Broonie, dem Hogboon aus Band 1 und besonders gut gefallen hat mir Cornelius und Hiss, ein Orthrus. Dieser Hund mit dem sprechenden Schlangenschwanz war für mich ein Highlight der Geschichte.

Die Protagonisten und Legenden kann man sich wieder sehr gut vorstellen. Sie sind lebendig beschrieben und man kann ihre Gefühle sehr gut wahrnehmen. Dadurch, dass die Verseuchte Seite diesmal der Handlungsort ist, hat man auch öfters ein kleines, mulmiges Gefühl beim Lesen gehabt. Der Autor versteht es aber jedes Mal, die Spannung durch einen kleinen Wortwitz aufzulockern.

Gespickt wird das Buch noch mit der Prophezeiung, die in dieser Reihe eine Rolle spielt. Sie ist mit einem Rahmen versehen und hebt sich von der eigentlichen Geschichte ab. Eine tolle Idee, die das Buch spannend hält.

Der Schreibstil ist genial. Man fängt an zu lesen und mag nicht mehr aufhören. In einem Rutsch, mit angehaltenem Atem liest man sich durch die Verseuchte Seite und gerade am Ende, kann man dieses Buch beim besten Willen nicht mehr weglegen. Da bleibt halt das ein oder andere liegen.

Das Buch wird für junge Leser ab 10 Jahren empfohlen. Es ist ein sehr spannendes Buch und durch die Legenden wird es auch etwas gruselig. Ich finde es die Altersangabe absolut in Ordnung und mein Sohn  hatte auch riesigen Spaß, nach Darkmouth zu reisen. Doch zartbesaitete Kinder könnten unter Umständen überfordert sein. Aber als Eltern weiß man ja, wie die Kids so sind.

Kindermeinung:

Mir hat das Buch wieder sehr gut gefallen. Ich konnte mich noch gut an den ersten Band erinnern und jetzt weiß ich, wie die Geschichte weitergeht. Sie ist sehr spannend und manchmal gruselig. Aber sie kann auch witzig sein. Die Legenden finde ich ja total toll, auch die nicht so netten Fomorianer. Die sind schon echt gruselig. 

Fazit:

Die Geschichte von Darkmouth geht weiter. Ein genialer zweiter Band, der keine Wünsche mehr offen lässt.   


   

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LG Mone