Montag, 9. November 2015

[Rezension] Die Feenjägerin von Elizabeth May


400 Seiten, Broschur
Originaltitel: The Falconer-Trilogy Book 1
Übersetzung: Kathrin Wolf
978-3-453-31609-6
13,99 Euro (D)


 
Klappentext:

"Hüte dich vor den Feen, denn ihre Seelen sind tückisch und kalt.
Schottland, 1844: Tagsüber ist Aileana Kameron eine artige junge 
Frau aus den adeligen Kreisen Edinburghs. Nachts hingegen schnallt
sie sich ihren Dolch unters Strumpfband und macht Jagd auf jene 
magischen Kreaturen, die einst ihre Mutter getötet haben: die Feen.
Doch schon bald geht es für Aileana um viel mehr als bloß um Rache,
denn sie kommt einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur. Einem
Geheimnis, das ganz Schottland bedroht..." (Quelle: Klappentext)

Meine Meinung:

Der Klappentext hat mich magisch zu diesem Buch hingezogen. 
Schottland, 1844 und Feen waren so die Reizwörter gewesen, denen 
ich dann nicht widerstehen konnte. Ich tauche gerne mal in 
vergangene Zeiten ein und wenn dann noch ein Schuß Fantasy dabei 
ist, macht es die ganze Sache noch interessanter. Und hier sind
die Feen mal die Bösen. 

Es ist der erste Band einer neuen Trilogie und ich war überrascht,
dass es nicht nur Fantasyelemente gab, sondern sich auch so ein 
wenig Steampunk mit eingemischt hat. Ein Genre, welches ich erst
vor ein paar Monaten für mich entdeckt habe.

Die ersten paar Seiten brauchte ich, um mich wirklich auf die 
Geschichte einzulassen. Als ich aber dann vollends eingetaucht bin,
konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen.

Handlungsort und Protagonisten werden sehr schön beschrieben und 
man bekommt ein gutes Gefühl für die Umgebung und ihre Personen.
Es ist zwar oft sehr düster, aber dass hatte ich schon irgendwie
erwartet, weil die Feen meist in der Nacht aktiv sind.

Aileana ist so anders als die adelige Gesellschaft es einem vorlebt.
Durch den Verlust ihrer Mutter sinnt sie nach Rache. Rache an den
Feen, die ihre Mutter ermordet haben. Aber vor der adeligen 
Gesellschaft mimt sie ein normales Mädchen, doch in der Nacht wird
sie zur Jägerin, wovon niemand etwas weiß.

Ihr zur Seite steht Kiaran, ihr Trainer. Was erst verwundert ist,
dass auch er eine Fee ist. Diese Wesen, die so sehr gehasst werden
von Aileana. Doch mit seinem Wissen und Erfahrung kann er Aileana
das beste Training ermöglichen. Ein Training, welches nur dem
Töten dient. Dabei muss man aber sagen, dass Kiaran sich durchaus
auch sehen lassen kann. 

Ein wenig verwirrt war ich von den unterschiedlichen Rassen im 
Reich der Feen. Für mich war eine Fee immer etwas Gutes, es gab
zwar auch diejenigen, die einem nicht so wohlgesonnen sind, aber die
fallen kaum ins Gewicht. Hier hat man nun einige mehr, die Morden 
und Blutvergießen bevorzugen.

Neben all den harten Training und den nächtlichen Jagden gibt es 
auch noch ein wenig Platz für Gefühle, welches dem Buch sehr gut
steht und für Ruhepausen sorgt. Dabei rutscht es aber nicht zu sehr
in die Romance Schiene. 

Der Schreibstil ist locker gehalten und man hat das Buch innerhalb
kürzester Zeit durchgelesen. Ein echter Pageturner, mit einem 
gemeinem Cliffhanger am Schluss. Spannung garantiert, aber auch 
ein wenig Gefühl und Liebe.

Fazit:

Ein sehr guter Auftakt zu einer neuen Trilogie. Die Idee, dass 
Feen mal auf der dunklen Seite stehen, hat mir sehr gut gefallen,
sowie auch die verarbeiteten Elemente aus dem Bereich Steampunk.
 

 
 
 

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LG Mone