Dienstag, 3. November 2015

[Rezension] Hanna(h) mit nur einem H und eine Katze namens Hund von Elin Lindell

Sauerländer
ab 8 Jahren
128 Seiten, gebunden
Originaltitel: Borttappat: Katt, Kompis, Kalsong
Übersetzt aus dem Schwedischen von Birgitta Kicherer
Illustrationen von Karsten Teich
978-3-7373-5169-0
9,99 € (D)



Inhalt:
 
Hanna findet den Buchstaben H ziemlich blöd. Die ganze Familie fängt mit H an, sogar die Katze heißt Hund und viele blöde Sachen fangen mit H an, wie Hausaufgaben, Halsweh oder Harry Hansson, der wirklich nervigste Junge der Klasse. Deswegen hat sie ihr zweites H ihrer Freundin Judit geschenkt. Die findet den Buchstaben nämlich gar nicht so blöd und hätte gerne einen im Namen gehabt.
Doch dann kommt noch Hermine in Hannas Fußballmannschaft und nimmt ihr die beste Freundin weg. Jetzt langt es wirklich...
 
Meine Meinung:
 
 Hannah und Judit sind schon ganz lange die besten Freundinnen. Sie hassen die gleichen Sachen, wie Halloumi (ein Käse der nach Radiergummi schmeckt) oder Pferde, weil die so groß sind, komisch riechen und gruselige Nasenlöcher haben. Die beiden Mädels haben Gebote für ihre Freundschaft aufgestellt und machen vieles, wenn nicht sogar alles zusammen. Einfach echte beste Freundinnen. 
 
In den ersten Kapiteln bekommt man als Leser ein richtig guten Einblick in diese beste Freundschaft und als erwachsener Leser erinnert man sich vielleicht an seine beste Freundin. Man merkt schon da, dass das Buch oft mit einem kleinen Augenzwinkern versehen ist und irgendwie ist man immer am Schmunzeln. Nicht zu letzt auch wegen der tollen Illustrationen von Karsten Teich, der verschiedene Szenen wunderbar umgesetzt hat. Die Illustrationen lockern das Gesamtbild des Buches noch einmal auf.
 
Das Buch wirkt auf den ersten Blick wie eine normale Freundschaftsgeschichte, aber die Umsetzung hier finde ich absolut gelungen. Es ist witzig, es ist für die jungen Leserinnen (sorry, aber ich denke, dass es eher ein Mädelbuch ist) greifbar geschrieben, sie können sich gut in Situationen einfühlen und können sich mit den Protagonisten vergleichen und trotz der lockeren Schreibweise, geht die Ernsthaftigkeit nicht verloren. 
 
Was passiert, wenn man in einer Freundschaft lügt? Wie fühlt man sich, wenn eine weitere Person sich in die Freundschaft hinein drängt? Wenn alles irgendwie blöd läuft? Dadurch, dass Hannah diese Geschichte erzählt, bekommt man ihre Gefühle sehr schön mit und sie sind verständlich für die jungen Leser beschrieben. Und man lernt, egal wie riesig das Problem erscheinen mag, es gibt doch immer eine Lösung.
 
Kindermeinung:
 
Ich fand das Buch richtig toll. Hannah mochte ich von Anfang an sehr, auch wenn sie ab und zu etwas geflunkert hat. Das hat sie ja nicht wirklich böse gemeint. Das Buch war oft witzig und dann auch etwas traurig und auch spannend. Es war ganz toll geschrieben und ich hatte es ganz schnell gelesen gehabt. Waren ja auch nur 128 Seiten.
 
Fazit:
 
Eine wunderbar umgesetzte Freundschaftsgeschichte!  
 
 
 

1 Kommentar :

  1. Wir lesen das Buch gerade und ich stolperte doch das ein oder andere Mal über die Schimpfworte..bzw. die Sprache! Meine Tochter findet es ok bisher. Mal sehen, was kommt! LG

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