Montag, 7. Dezember 2015

[Rezension] Blutwald von Julie Heiland

  Es ist der zweite Teil und man sollte "Bannwald" auf jeden Fall gelesen haben!

FJB
ab 14 Jahren
432 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
978-3-8414-2109-8
16,99 Euro (D)
 
 
Inhalt:
 
Seit dem missglückten Überfall hat die junge Leonin Robin den Tauren Emilian nicht mehr gesehen. Sie weiß, dass er sie nur schützen möchte, doch die Sehnsucht nach ihm ist so groß, dass sie an nichts anderes mehr denken möchte. Ihre Rolle als Anführerin der Leonen geht sie nicht nach, sondern sie verliert sich in ihrer Trauer und streift den Tag über durch den Wald.
Als Birkaras, der Anführer der Tauren, die zwingt ihren Stamm zu verlassen und eine Taurin zu werden, muss Robin eine Entscheidung treffen. Es ist eine Entscheidung auf Leben und Tod.
 
Meine Meinung:
 
Oft ist es so, wenigstens geht es mir so, dass der zweite Band einer Trilogie immer schlechter ist, als der erste Band. So waren jetzt meine Erwartungshaltungen an "Blutwald" nicht ganz so hoch, wie sie sonst gewesen wären. Und damit habe ich diesem Buch unrecht getan. 
"Blutwald" setzt da an, wo der erste Band aufgehört hat und reißt seine Leser wieder in den Wald, zu den Leonen und Tauren. 
 
Von dem zwar unterdrückten, aber dennoch stolzen Volk der Leonen ist am Anfang des Buch nicht mehr viel übrig. Die Gemeinschaft ist entzweit, sie haben Angst vor der Rache der Tauren und sehnen sich danach, dass Robin sich endlich ihrer Aufgabe stellt und ihren Stamm anführt. So wie Almaras es gewollt hat. Doch diese streift in ihrer Trauer um Emilian durch den Wald. Sie wirkte irgendwie wie gelähmt auf mich und ja doch sehr kraftlos. Es war am Anfang nicht mehr die Robin, die man im ersten Band kennen gelernt hat. Doch mit ihrem Auszug aus dem Dorf merkt man, wieviel Kraft noch in ihr steckt. Sie lässt sich von Birkaras nicht unterkriegen und ihr Stolz lebt wieder auf.
 
Die Geschichte ist wieder aus der Sicht von Robin geschrieben und man bekommt sehr gut mit, wie ihre Gefühlswelt auf dem Kopf steht. Die Unterbrechungen zwischendurch, wo man in die Gedankenwelt von Birkaras einblickt, geben dem Buch reichlich Spannung. Dass hat mir sehr gut gefallen.
 
Julie Heiland hat mich schon im ersten Band mit ihrem Schreibstil überzeugt. Sie baut ein tolles Szenario auf und weiß einen schönen Spannungsbogen aufzubauen, der nicht abreißt. Sie fesselt ihre Leser an das Buch und man muss Seite um Seite lesen. Julie Heiland bringt Leben in ihre Protagonisten und lässt sie nachvollziehbar handeln. Es ist ein Genuß ihre Bücher zu lesen und in dem Wald einzutauchen.
 
Das Ende kommt dann, wenn man so vertieft ist, völlig überraschend. So wie man in den Wald gezogen wurde, wurde man auch wieder raus geworfen. Ich mochte nur noch weiterlesen und meine dringendsten Fragen beantwortet haben. 
 
Fazit:
 
Ein großartiger zweiter Band, der dem ersten Band in nichts nachsteht und nur noch mehr Lust auf den dritten Band macht.
 
 
     
 
 
 

1 Kommentar :

  1. Hallo!
    Ich fand den ersten Band eigentlich ganz gut und will bal unbedingt auch Band zwei lesen.
    So wie du hab ich auch nicht so hohe Erwartungen an den zweiten Teil, aber das scheint ja ganz unbegründet zu sein.
    ich bin gespannt! :)
    Liebe Grüße
    Lea von
    Buchjunkie

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LG Mone