Dienstag, 2. Februar 2016

[Rezension] Der Schuppen von Michael Dissieux

280 Seiten, Perfect Paperback
ISBN: 978-3-95835-095-3
12,99 Euro (D)





Ich liebe ja Thriller und ab und zu darf auch Horror mit von der Partie sein. "Der Schuppen" von Michael Dissieux verspricht beides. 

Ein Schuppen, umrahmt von Dornenhecken, in einer Ecke im Garten. Ein recht harmloser Ort, mag man meinen, aber es ist ein Ort der ein schreckliches Familiengeheimnis verbirgt. Und gerade diese unscheinbaren Orte finde ich ja immer sehr toll in einer Geschichte.

Von Anfang an bekommt man ein sehr gutes Gefühl für die Familienverhältnisse und dem Hauptprotagonisten, bis der Autor langsam auf den Schuppen zu sprechen kommt und durch Jacksons Erinnerungen das grauenhafte Geheimnis lüftet.

Jackson ist ein unscheinbarer Mann, wortkarg und fast schon schüchtern, so lange man seine Geschichte und seine Gedanken noch nicht so wirklich kennt. Keinen festen Job, eine Frau die ihn hasst, da er mal eine Affäre hatte und ein Kind, welches ihn nicht beachtet. Anfangs hatte ich ihn, auf Grund der Beschreibungen, für einen alten Mann gehalten. Seine Knochen knackten, wenn er aufstand, er ächzte und er war recht antriebslos und schwerfällig.

Der Schreibstil von Michael Dissieux ist sehr bildhaft, teilweise sexistisch, aber dies gehörte zu dem Buch und kam immer an den richtigen Stellen. Mit vielen Metaphern beschreibt er Geschehenes und Dinge. Eine Spannung und ein leichtes mulmiges Gefühl weiß er zu erzeugen, um somit seine Leser in den Sog des Buches zu ziehen. Durch die Ich-Perspektive und die Wechsel Vergangenheit und Gegenwart hat man schnell den roten Faden gefunden, der sich konstant durch das Buch zieht. 

Leider kann das Buch aber nicht ganz halten, was ich mir erhofft habe. Es fehlte mir an wirklicher Spannung und es fehlte mir an Horror. Es gab keine Schreckensmomente, wo ich mich am liebsten unter die Decke versteckt hätte. Es fehlte mir der Kick und das Unerwartete. Was ich sehr schade fand, denn Potenzial hatte es durchaus gehabt.

"Der Schuppen" ist nicht der typische Horror Thriller, den ich erwartet habe. Es ist eher die Geschichte eines Serienkillers, die erschreckend war und man sich die Frage am Ende stellt: Wann nimmt das Grauen ein Ende? 


 

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LG Mone