Mittwoch, 17. Februar 2016

[Rezension] Im Augenblick des Todes von Vincent Kliesch

416 Seiten, Klappenbroschur
978-3-7341-0054-3
9,99 Euro (D)
"Du kannst mich ruhig warten lassen. Du weißt ja, ich habe Zeit. Unser Spiel soll doch schließlich auch dir ein bisschen Spaß machen." (Seite 60)

Es ist jetzt gut 4 Jahre her, dass ich "Die Reinheit des Todes" von Vincent Kliesch gelesen habe und damals war nicht wirklich überzeugt gewesen. Umso gespannter war ich nun auf "Im Augenblick des Todes" und ich habe mich auf dieses perfide Spiel eingelassen.

Der zweite Fall von dem etwas eigenwilligen Berliner Kommissar Severin Boesherz, der mir auf Anhieb sehr sympathisch war. Ich liebe solche Charaktere, die durch ihre genialität nicht alles sofort verraten. Die den Leser ein wenig im Dunkeln tappen lassen und immer wieder überraschen. Für mich ist es der erste Fall wo ich Kommissar Boesherz begleiten durfte und ich bereue eigentlich keine Sekunde.

"Tick, tack, tick, tack. Hörst du, wie die Zeit abläuft?" (Seite 158)
 
Der Fall ist eine perfide Schnitzeljagd durch Berlin. Nur Severin Boesherz ist in der Lage die Rätsel zu lösen, denn sie haben alle etwas mit ihm und seiner Vergangenheit zu tun. Als Leser rätselt man na klar mit und versucht irgendwie auf die Lösungen zu kommen, doch das ist unmöglich. Der Mörder ist mindestens genaus ein Genie wie Boesherz und somit ein perfekter Gegenspieler.

Von der ersten Seite an schafft es Vincent Kliesch Spannung aufzubauen und diese reißt auch im Laufe des Buches nicht ab. Mit den kleinen Abschnitten, die ein wenig die Gedankenwelt des Mörders preisgeben wird der Thriller noch ein wenig abgerundet und noch spannender. Man merkt, dass es da eine persönliche Bindung zwischen Mörder und Boesherz gibt, was ich sehr gelungen fand.

Einzig die klein wenig schmachtend anmutenden Stellen, auf die ich jetzt nicht genauer eingehen möchte, weil sonst gibt es einen Spoiler, haben mich ein wenig gestört. Irgendwie wollten die nicht zu dem Rest der Geschichte passen, auch wenn vieles sich geklärt hat. In dem Moment waren sie irgendwie eigenartig.

Der Schreibstil hat mich sofort gepackt, es gibt ein paar Fachbegriffe und die Polizeiarbeit wird sehr gut erklärt. Besonders schön fand ich die immer die Vergleiche zu bekannten, aber namentlich nicht genannten TV-Serien. 

"Im Augenblick des Todes" von Vincent Kliesch fand ich, war ein richtig gut gelungener und durchdachter Thriller. Severin Boesherz war genial gewesen und Band 1 "Bis in den Tod hinein" werde ich mir auf jeden Fall noch holen. 

Danke an Blanvalet für die Bereitstellung des Rezensionsexemplar. 

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LG Mone