Dienstag, 15. März 2016

[Rezension Buch und Hörbuch] All die verdammt perfekten Tage von Jennifer Niven


Buch:
400 Seiten, Klappenbroschur
Aus dem Amerikanischen von Alexandra Ernst
Originaltitel: All the bright place
978-3-8090-2657-0
14,99 Euro (D)


Hörbuch:
gekürzte Hörbuchfassung
2 mp3-CDs
Gesamtspielzeit ca. 8 Std. 25 Min.
Gelesen von Annina Braunmiller-Jest und Patrick Mölleken
978-3-8371-3144-4  
16,99 Euro (D)


 

Lauschen und Lesen gleichzeitig? Ja, das geht und es funktioniert auch wunderbar. Eine Sache, die ich ab und zu auch verwirkliche und es dann auch genieße. Es kann um einiges intensiver sein und einen Raum und Zeit vergessen lassen.

"All die verdammt perfekten Tage" habe ich gelesen und gehört und ich bin nach Tagen, wo ich Buch und Hörbuch beendet habe, immernoch hin und weg. Jennifer Niven hat eine Geschichte geschrieben über Leben und Tod und sie hat das Thema "Suizid" aufgegriffen und umgesetzt, was gar nicht so einfach ist in der Umsetzung. Und ich finde, ihr ist es sehr gut gelungen und sie hat mich auf alle Fälle gepackt.

Aber worum geht es in dem Buch? Normalerweise mache ich mir selbst Gedanken und schreiben meine eigene Inhaltszusammenfassung, lasse diese in der Rezension einfließen, doch bei diesem Buch fällt es mir sehr schwer. Deswegen Ausnahmsweise mal der Klappentext.

"Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke - das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst seibn kann - ein witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden..." (Klappentext)

 "Er schreibt Bevor ich sterbe, will ich und zieht dann eine Linie. Und noch eine und noch eine. Etwa ein Dutzend. >Wenn wir die hier ausgefüllt haben, können wir an der Vorderseite des Gebäudes weitermachen und an den Seiten. Das ist eine gute Möglichkeit herauszufinden, warum wir hier sind.<" (Seite 146)

Finch und Violet führen ungewöhnliche Umstände zusammen. Sie stehen auf einen Glockenturm und wollen springen. Dann überredet Finch Violet den Glockenturm zu verlassen und eine tiefe Freundschaft beginnt. Ein Schulprojekt führt sie zu vielen sehenswerten Orten durch Indiana, in denen Violet das Leben wieder zu leben lernt.

Das Buch ist abwechselnd aus Finch und Violets Perspektive geschrieben, wobei mir die Perspektive von Violet besser gefallen hat. Sie ging mir tiefer und irgendwie näher. Man merkt ihre zögerlichen Schritte ins Leben zurück, ihre Vergangenheit berührte mich. Während der Charakter von Finch eher nur angerissen wurde. Es war nicht leicht, ihn zu packen und er ließ mich als Leser und Hörer nicht so leicht an sich ran. Jetzt wo ich das Buch beendet habe, bin ich mir auch nicht sicher, ob das vielleicht auch so gewollt gewesen ist.

Es ist ein sehr emotionales Buch und ich habe an manchen Stellen doch so das ein oder andere Tränchen in den Augen gehabt.

Das Hörbuch wurde von Annina Braunmillar-Jest und Patrick Mölleken gelesen und beide Sprecher haben es wunderbar umgesetzt. Besonders Annina Braunmillar-Jest hat so eine wundervolle und warme Stimme gehabt, die perfekt zu Violet passte. Ihre Emotionen kamen so gut rüber und ich hatte oft Gänsehaut gehabt, wenn ich ihre Passagen hörte. Doch auch Patrick Mölleken hat die Passagen von Finch perfekt gelesen. 

Leider war das Hörbuch eine gekürzte Lesung, allerdings fällt einem dies während des Hörens nicht auf und ich fand die Kürzung auch stimmig gemacht. Mir fehlten die Stellen jetzt nicht beim Hören.

"All die verdammt perfekten Tage" ist eine traurig schöne Geschichte, die mich auch noch Tage später beschäftigt hat. Durch das Lesen und Hören des Buches ging mir die Geschichte sehr nah.

Vielen Dank an LIMES und Random House Audio für die Rezensionsexemplare.  

1 Kommentar :

  1. Huhu,
    auch ich musste beim Lesen immer wieder Tränen verdrücken.
    Ich hätte nicht erwartet, dass mich das Buch emotional so bewegt.

    LG,
    Bücherfee

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